Jagdgesetzreform in Deutschland: Wölfe im Fokus
Berlin () – Das Bundeslandwirtschaftsministerium unter Leitung von Alois Rainer (CSU) plant eine weitreichende Freigabe der Jagd auf Wölfe in Deutschland. Das geht einem Referentenentwurf für eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes hervor, über die „Tagesspiegel Background“ (Donnerstag) berichtet.
Der Novelle zufolge sollen Wölfe in Deutschland künftig vom 1. September bis zum 28. Februar des Folgejahres regulär jagdbar sein. Voraussetzung ist, dass zuvor revierübergreifende Managementpläne aufgestellt werden und sich die Wolfspopulation in einem günstigen Erhaltungszustand befindet. Diesen hatte die Bundesregierung vor wenigen Wochen für zwei der drei biogeografischen Regionen Deutschlands an die EU-Kommission gemeldet.
Über die halbjährige Jagdzeit hinaus wäre die zuständige Jagdbehörde laut Gesetzentwurf bevollmächtigt, zur Abwendung von land- und forstwirtschaftlichen Schäden die Tötung einzelner Wölfe oder ganzer Rudel anzuordnen – selbst dann, wenn ihnen keine Risse von Nutztieren zuzuordnen sind.
Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Wölfe in Deutschland dem Jagdrecht zu unterwerfen und die Jagd auf sie zu erleichtern.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jägersitz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alois Rainer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeslandwirtschaftsministerium, Alois Rainer, CSU, Tagesspiegel Background, Bundesregierung, EU-Kommission, Union, SPD
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes, die eine reguläre Jagd auf Wölfe in Deutschland von September bis Februar sowie die gezielte Tötung einzelner Wölfe zur Vermeidung land- und forstwirtschaftlicher Schäden ermöglicht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg der Wolfspopulation in Deutschland
- Wahrnehmung von Wölfen als Bedrohung für die Landwirtschaft
- Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD
- Forderungen von Landwirten und Jagdverbänden
- Darstellung von Wölfen in der Öffentlichkeit und Medien
- Notwendigkeit von Managementplänen für Wolfspopulationen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundeslandwirtschaftsministerium plant Freigabe der Jagd auf Wölfe
- Referentenentwurf für Novellierung des Bundesjagdgesetzes
- Jagdzeit vom 1. September bis 28. Februar
- Revierübergreifende Managementpläne als Voraussetzung
- Wolfspopulation muss in günstigem Erhaltungszustand sein
- Tötung von Wölfen auch ohne zugeordnete Nutztier-Risse möglich
- Union und SPD einig über Einordnung der Wölfe ins Jagdrecht und Erleichterung der Jagd
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Reguläre Jagd auf Wölfe vom 1. September bis 28. Februar
- Aufstellung revierübergreifender Managementpläne erforderlich
- Bewertung der Wolfspopulation im günstigen Erhaltungszustand notwendig
- Tötung einzelner Wölfe oder ganzer Rudel zur Abwendung von Schäden erlaubt
- Jagdbehörde erhält erweiterte Befugnisse
- Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD zur Erleichterung der Jagd auf Wölfe
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.
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