Verkehrswesen in Deutschland: Herausforderungen 2024
Berlin () – Deutschlands Bahnfahrern steht ein weiteres Jahr voller Verspätungen bevor. „Es wird erst mal nicht besser, so ehrlich müssen wir sein“, sagt die neue Chefin der Deutschen Bahn (DB) Evelyn Palla der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).
In diesem Jahr werde man bei der Pünktlichkeit im Fernverkehr „voraussichtlich eine Fünf vorne haben“, so Palla weiter. Auf eine Prognose für 2026 will sie sich nicht festlegen. „2026 geht es vor allem darum, die Pünktlichkeit zu stabilisieren und den Abwärtstrend zu stoppen.“
Grund dafür ist laut Palla, „dass die Bahnanlagen noch schneller altern als bisher angenommen“. Diesen Effekt sehe man seit dem Sommer, betroffen seien sowohl Stellwerke als auch Schienen, Weichen und Oberleitungen. „Das hatten wir in unseren Prognosen in dieser Dramatik bislang nicht abgebildet“, sagte Palla.
Noch Mitte April 2025 hatte Infrago-Chef Philipp Nagl groß verkündet, die „Trendwende“ bei der Sanierung der Infrastruktur sei erreicht. „Wir haben die Verschlechterung des Zustandes unserer Infrastruktur gestoppt“, sagte er. Dem ist nun offenbar doch nicht so.
Aufgrund des schlechten Zustands der Infrastruktur komme es zu deutlich mehr Langsamfahrstellen und deutlich mehr ungeplanten Baustellen, so Palla. „2025 werden wir insgesamt 26.000 Baustellen haben, das sind 5.000 mehr als im letzten Jahr“, sagte sie. Für das kommende Jahr rechnet die DB sogar mit mehr als 28.000 Baustellen.
„Der Infrastrukturzustand bedingt die Zuverlässigkeit, die Zuverlässigkeit bedingt die wirtschaftlichen Ergebnisse“, sagt Palla. „Es muss einen Weg nach oben geben, das ist gar keine Frage. Aber wir müssen uns endlich ehrlich machen.“
Im Dezember will die neue Bahnchefin dem Aufsichtsrat das Konzept vorlegen, wie sie die Bahn umbauen will. Klar ist für sie: „Wir können uns diese Strukturen nicht leisten.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutsche Bahn (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Evelyn Palla, Philipp Nagl
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Bahn (DB), Evelyn Palla, Süddeutsche Zeitung, Infrago.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die neue Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, warnt vor einem weiteren Jahr mit Verspätungen im Fernverkehr aufgrund des rapide alternen Infrastrukturzustands, der mehr Baustellen und eine geringere Pünktlichkeit zur Folge hat.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Schnellere Alterung der Bahnanlagen als vorher angenommen
- Probleme mit Stellwerken, Schienen, Weichen und Oberleitungen
- Unerwartet hohe Zahl an Langsamfahrstellen und ungeplanten Baustellen
- Prognosen über den Infrastrukturzustand haben sich als ungenau erwiesen
- Anstieg der Baustellen von 26.000 in 2025 auf über 28.000 im nächsten Jahr
- Frühere Behauptungen über Stabilisierung der Infrastruktur erwiesen sich als falsch
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Neue Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, kündigt an, dass sich die Pünktlichkeit nicht verbessern wird
- Prognose für Pünktlichkeit im Fernverkehr 2023 mit einer "Fünf" am Anfang
- Keine Prognose für 2026, Fokus auf Stabilisierung der Pünktlichkeit
- Bahnanlagen altern schneller als erwartet, betroffen sind Stellwerke, Schienen, Weichen und Oberleitungen
- Mehr Baustellen aufgrund des schlechten Infrastrukturzustands, 26.000 Baustellen in 2025, 5.000 mehr als 2024
- Deutsche Bahn rechnet für 2024 mit über 28.000 Baustellen
- Infrastrukturzustand wirkt sich negativ auf Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Ergebnisse aus
- Palla will im Dezember ein Konzept zur Umstrukturierung der Bahn vorlegen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- weiteres Jahr voller Verspätungen
- voraussichtlich unzureichende Pünktlichkeit im Fernverkehr
- Pünktlichkeit wird stabilisiert, Abwärtstrend gestoppt
- schnelleres Altern der Bahnanlagen als erwartet
- mehr Langsamfahrstellen
- mehr ungeplante Baustellen
- 26.000 Baustellen in 2025, 5.000 mehr als 2024
- über 28.000 Baustellen im kommenden Jahr
- Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit
- negative wirtschaftliche Ergebnisse
- Notwendigkeit zur Umbau der Bahn
- unzureichende Strukturen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der neuen Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, zitiert. Sie sagt: "Es wird erst mal nicht besser, so ehrlich müssen wir sein."
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