Gesellschaft: Kinderrechte im Grundgesetz diskutiert
Berlin () – Entgegen der Vereinbarung im Koalitionsvertrag spricht sich Jasmina Hostert, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz aus.
„Ich will die zentralen Elemente aus der UN-Kinderrechtskonvention an die prominenteste Stelle in unserem Rechtssystem rücken“, sagte Hostert der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Sichtbare Kinderrechte im Grundgesetz lenken die Aufmerksamkeit auf die Ideen, Interessen und Bedürfnisse der Kinder. Sie brauchen keine Sonntagsreden, sondern Rechte, die sie fördern, beteiligen und schützen.“ Im Koalitionsvertrag ist keine Rede davon, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen.
Am Mittwoch stellt die Organisation Unicef ihren Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025 vor. „Es ist ein schlechtes Zeichen, dass sich die aktuelle Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag nicht auf die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz einigen konnte“, sagte Daniel Grein, Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes Bundesverbands, der Zeitung. „Eine Verankerung im Grundgesetz würde sicherstellen, dass Politik und Verwaltung die Perspektive von Kindern nicht nur dann berücksichtigen, wenn es bequem oder populär ist, sondern immer.“
Auch Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, schloss sich dieser Position an: „Es braucht endlich eine rechtliche Normierung der Kinderrechte im Grundgesetz, dass das Kindeswohl vorrangig zu beachten ist, dass Kinder das Recht auf Entwicklung, auf Schutz, auf Förderung und das Recht auf Beteiligung haben.“
Die Grünen-Bundestagsfraktion unterstützt das Anliegen der Kinderrechtsorganisationen. „Kinderrechte gehören unmissverständlich ins Grundgesetz. Besonders in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit und angesichts der zunehmenden Herausforderungen in den Bereichen Kinderbetreuung, Bildung und Gesundheitsversorgung ist es unerlässlich, die Rechte von Kindern klar und dauerhaft im Grundgesetz zu verankern“, sagte Misbah Khan, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jasmina Hostert, Daniel Grein, Thomas Krüger, Misbah Khan
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, UN-Kinderrechtskonvention, Unicef, Kinderschutzbund Bundesverband, Deutsches Kinderhilfswerk, Grüne-Bundestagsfraktion
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Jasmina Hostert von der SPD fordert die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz, trotz der entsprechenden Vereinbarung im Koalitionsvertrag, um die Interessen und Bedürfnisse von Kindern rechtlich zu stärken, während auch andere Organisationen dies unterstützen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Koalitionsvertrag sieht keine Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz vor
- Position von Jasmina Hostert für Verankerung von Kinderrechten
- UN-Kinderrechtskonvention als Bezugspunkt
- Berichterstattung von Unicef zur Lage der Kinder in Deutschland 2025
- Kritik des Kinderschutzbundes an der fehlenden Einigung im Koalitionsvertrag
- Notwendigkeit der Berücksichtigung von Kinderperspektiven in der Politik
- Forderung nach rechtlicher Normierung der Kinderrechte von Kinderhilfswerk und Grünen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Jasmina Hostert (SPD) fordert Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz
- Hostert betont Bedeutung sichtbarer Kinderrechte zur Förderung und zum Schutz von Kindern
- Koalitionsvertrag enthält keine Vereinbarung zur Aufnahme von Kinderrechten
- Daniel Grein (Kinderschutzbund) kritisiert fehlende Einigung im Koalitionsvertrag
- Grein fordert, dass Kinderperspektive stets berücksichtigt werden muss
- Thomas Krüger (Deutsches Kinderhilfswerk) fordert rechtliche Normierung von Kinderrechten im Grundgesetz
- Grüne-Bundestagsfraktion unterstützt das Anliegen der Kinderrechtsorganisationen
- Misbah Khan (Grüne) hebt Notwendigkeit der Verankerung in Zeiten sozialer Ungleichheit hervor
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz
- Sichtbarkeit der Rechte von Kindern
- Stärkung der Interessen und Bedürfnisse von Kindern
- Kontinuierliche Berücksichtigung der Perspektive von Kindern
- Vorrangige Beachtung des Kindeswohls
- Recht auf Entwicklung, Schutz, Förderung und Beteiligung
- Unterstützung durch politische Organisationen
- Notwendigkeit einer rechtlichen Normierung
- Relevanz in Zeiten sozialer Ungleichheit
- Klare und dauerhafte Verankerung der Rechte von Kindern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Zum Beispiel äußert Jasmina Hostert, die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, dass sie die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz anstrebt und betont, dass diese Rechte dringend benötigt werden, um die Bedürfnisse der Kinder zu fördern und zu schützen.
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