Linke wirft Lieferando "organisierte Verantwortungslosigkeit" vor

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Wirtschaft: Kritik an Lieferando in Berlin

Berlin () – Linken-Chef Jan van Aken hat scharfe Kritik am Lieferdienst Lieferando geübt und sich dabei auf die Stellenstreichungspläne des Konzerns bezogen.

„Ich habe selbst jahrelang mit dem Fahrrad Dinge ausgefahren und ich weiß, was das für ein verdammter Knochenjob ist, den die Leute leisten. Was hier passiert, ist ein Skandal“, sagte van Aken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Lieferando mache in Deutschland Hunderte Millionen Umsatz und wolle gleichzeitig Arbeitsplätze an Subunternehmen auslagern.

„Lieferando fährt Gewinne ein – und lässt seine Leute im Regen stehen. Schlechte Bezahlung, kein Schutz, keine Mitbestimmung. Das ist organisierte Verantwortungslosigkeit.“ Wer arbeite, müsse sicher leben können – „auch auf dem Fahrrad“.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, forderte gegenüber den Funke-Zeitungen, die EU-Plattformrichtlinie müsse „endlich in verbindliches nationales Recht umgesetzt werden, um unlauteren Praktiken zu Lasten der Beschäftigten künftig einen Riegel vorzuschieben“. Auch in der digitalen Arbeitswelt müssten gute und faire Arbeitsbedingungen und hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte Bestand haben.

„Die Arbeitsbedingungen vieler Fahrerinnen und Fahrer sind ohnehin schon prekär: Schichtpläne ändern sich kurzfristig, Einsätze werden gestrichen – und am Ende stehen Beschäftigte mit weniger Stunden und weniger Geld da, obwohl sie sich auf ein verlässliches Einkommen verlassen müssen“, so Zeitler.

Im Sommer hatte Lieferando angekündigt, rund 2.000 Fahrerstellen abbauen und das Liefergeschäft stärker auf Subunternehmen auslagern zu wollen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lieferando (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jan van Aken, Guido Zeitler

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Lieferando, Jan van Aken, Funke-Mediengruppe, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, EU-Plattformrichtlinie

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Linken-Chef Jan van Aken kritisiert Lieferando scharf für geplante Stellenstreichungen und unzureichende Arbeitsbedingungen der Fahrer, während die Gewerkschaft NGG eine Umsetzung der EU-Plattformrichtlinie fordert, um faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung von Stellenstreichungen bei Lieferando
  • Pläne, das Liefergeschäft auf Subunternehmen auszulagern
  • Hohe Umsätze des Unternehmens in Deutschland
  • Prekäre Arbeitsbedingungen für Fahrer
  • Fehlende Mitbestimmung und Schutz für Beschäftigte
  • Kritische Stellungnahme von Gewerkschaften und politischen Akteuren
  • Vorwürfe der mangelhaften Bezahlung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Jan van Aken kritisiert Lieferando scharf wegen Stellenstreichungsplänen
  • Betont die schwierigen Arbeitsbedingungen für Lieferfahrer
  • Firmengeschäft beruhigt sich auf hohe Umsätze, während Arbeitsplätze ausgelagert werden
  • Van Aken bezeichnet die Situation als "Skandal" und spricht von "organisierter Verantwortungslosigkeit"
  • Guido Zeitler, Gewerkschaftschef, fordert Umsetzung der EU-Plattformrichtlinie
  • Weist auf prekäre Arbeitsbedingungen für Fahrer hin, inklusive kurzfristige Schichtänderungen
  • Lieferando plant den Abbau von rund 2.000 Fahrerstellen und Auslagerung an Subunternehmen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Negative Auswirkungen auf die Beschäftigten
  • Schlechte Bezahlung
  • Mangelnder Schutz für Mitarbeiter
  • Keine Mitbestimmung für Arbeitnehmer
  • Prekäre Arbeitsbedingungen
  • Kurzfristige Änderung von Schichtplänen
  • Streichung von Einsätzen
  • Unzuverlässiges Einkommen
  • Verlust von Arbeitsplätzen
  • Forderung nach gesetzlichen Regelungen gegen unlautere Praktiken

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Jan van Aken äußert scharfe Kritik am Lieferdienst Lieferando und beschreibt die Arbeitsbedingungen der Fahrer als "organisierte Verantwortungslosigkeit".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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