Schneider warnt vor Kosten von überzogenem Gaskraft-Ausbau

Schneider warnt vor Kosten von überzogenem Gaskraft-Ausbau

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Energiepolitik in Berlin: Gaskraft und Klimaschutz

Berlin () – Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hat vor einem überzogenen Ausbau der Gaskraft gewarnt. „Wir müssen auch auf die Kosten achten. Womöglich sind Speicher, Energieeffizienz und eine flexiblere Nachfrage in vielen Fällen die günstigere Wahl“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Und wenn man Gaskraftwerke baut, dann bitte so, dass sie auf Wasserstoff umgestellt werden können. Je mehr Gas wir aus dem Energiemix herausdrängen, desto billiger wird es für uns.“

Schneider verwies auf den Koalitionsvertrag, der eine zusätzliche Gaskraft-Kapazität von bis zu 20 Gigawatt vorsehe. Für den ersten Schritt werde die Regierung allerdings „eine Zahl zugrunde legen, die deutlich kleiner als 20 sein wird“, behauptete er.

Der Umweltminister rief Wirtschaftsministerin Karherina Reiche (CDU) dazu auf, beim Stromverbrauch „groß“ zu denken. „Deutschland ist Industrieland, und wir müssen Unternehmen mit großem Stromverbrauch halten. Dazu kommen KI und Rechenzentren mit steigendem Energiebedarf. Da dürfen wir beim Ausbau von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen nicht wackeln“, mahnte er. „Gleichzeitig müssen wir etwas in der Hinterhand haben, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Das können Gaskraftwerke sein, aber ich bin da ganz technologieoffen.“

Schneider schlug zugleich vor, die geplanten Energiewende-Gesetze mit einem Klimaschutzprogramm zu verknüpfen. Ihm liege viel daran, rasch ein Klimaschutzprogramm zu beschließen, so Schneider. Laut Bundes-Klimaschutzgesetz muss die Bundesregierung spätestens zwölf Monate nach Beginn der Legislaturperiode ein Klimaschutzprogramm vorlegen.

„Die Energiewende ist das Zugpferd für den Klimaschutz in Deutschland“, sagte Schneider. „Darum sollten wir das Klimaschutzprogramm und die anstehenden Energiewende-Gesetze auch möglichst gemeinsam beraten.“ Auf der Agenda von Schwarz-Rot stehen etwa die Kraftwerksstrategie, das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Gebäudeenergiegesetz.

Laut Bundesnetzagentur braucht Deutschland bis 2035 einen Brutto-Zubau von 22,4 Gigawatt an steuerbaren Kapazitäten, die sich unabhängig vom Wetter und von Schwankungen an- und ausschalten lassen. Sollte der Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgebremst werden, steigt der Bedarf auf 35,5 Gigawatt. Das Bundeswirtschaftsministerium drängt daher auf einen stärkeren Zubau von Gaskraftwerken als bislang von der EU-Kommission genehmigt. Als steuerbare Kapazitäten gelten neben Gaskraftwerken beispielsweise auch Biomasse- und Müllheizkraftwerke sowie Batteriegroßspeicher. Eine größere Lastflexibilität, bei der Verbraucher ihre Nachfrage auf Zeiten verschieben, in denen der Strompreis niedrig ist, trägt ebenfalls zur Netzstabilität bei.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasleitung (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Carsten Schneider, Karherina Reiche

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Umweltministerium, Carsten Schneider (SPD), Funke-Mediengruppe, Koalitionsvertrag, Bundesregierung, Wirtschaftsministerium, Karherina Reiche (CDU), Bundes-Klimaschutzgesetz, Bundesnetzagentur, EU-Kommission.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Umweltminister Carsten Schneider warnt vor einem überzogenen Ausbau von Gaskraftwerken und betont, dass alternative Lösungen wie Energieeffizienz und Wasserstoff umwelt- und kosteneffizienter sein könnten, während er gleichzeitig anregt, die Energiewende mit einem umfassenden Klimaschutzprogramm zu verknüpfen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Warnung vor überzogenem Ausbau der Gaskraft
  • Fokus auf Kosten und alternative Lösungen
  • Koalitionsvertrag sieht Kapazitätserweiterung vor
  • Notwendigkeit, zuverlässige Energieversorgung sicherzustellen
  • Verbindung von Energiewende-Gesetzen mit Klimaschutzprogramm
  • Bedarf an steuerbaren Kapazitäten bis 2035
  • Dringlichkeit der Energiewende für Klimaschutz in Deutschland
  • Anforderungen an Stromverbrauch bei wachsender Industrie und Technologie

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Umweltminister Carsten Schneider warnt vor überzogenem Ausbau der Gaskraft
  • Betonung auf Kosten, Effizienz und Flexibilität der Nachfrage
  • Gaskraftwerke sollen auf Wasserstoff umstellbar sein
  • Koalitionsvertrag sieht Kapazität von bis zu 20 Gigawatt vor
  • Erste Zahl soll allerdings kleiner als 20 Gigawatt sein
  • Forderung an Wirtschaftsministerin, beim Stromverbrauch groß zu denken
  • Wichtigkeit des Ausbaus von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen betont
  • Verbindung von Energiewende-Gesetzen mit Klimaschutzprogramm angeregt
  • Klimaschutzprogramm muss laut Gesetz innerhalb von 12 Monaten vorgelegt werden
  • Energiewende als wichtiges Element für den Klimaschutz in Deutschland
  • Bundesnetzagentur plant Zubau von 22,4 Gigawatt bis 2035
  • Bedarf könnte auf 35,5 Gigawatt steigen, wenn Erneuerbare Energien ausgebremst werden
  • Bundeswirtschaftsministerium drängt auf stärkeren Zubau von Gaskraftwerken
  • Steuerbare Kapazitäten: Gaskraftwerke, Biomasse-, Müllheizkraftwerke, Batteriegroßspeicher
  • Betonung auf Lastflexibilität zur Netzstabilität

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Warnung vor überzogenem Ausbau der Gaskraft
  • Betonung der Kosten-Nutzen-Relation
  • Dringlichkeit von Speicherlösungen und Energieeffizienz
  • Anregung zur Umstellung von Gaskraftwerken auf Wasserstoff
  • Forderung nach zusätzlicher Gaskraft-Kapazität im Koalitionsvertrag
  • Ermutigung zu großem Denken beim Stromverbrauch
  • Notwendigkeit von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen
  • Verknüpfung der Energiewende-Gesetze mit einem Klimaschutzprogramm
  • Verpflichtung zur Vorlage eines Klimaschutzprogramms innerhalb von zwölf Monaten
  • Energiewende als zentral für den Klimaschutz
  • Anforderungen an steuerbare Kapazitäten bis 2035
  • Anstieg des Bedarfs bei abgebremstem Ausbau der Erneuerbaren
  • Drängen auf stärkeren Zubau von Gaskraftwerken
  • Erwähnung alternativer steuerbarer Kapazitäten
  • Notwendigkeit von größerer Lastflexibilität zur Netzstabilität

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) zitiert. Er warnt vor einem überzogenen Ausbau der Gaskraft und betont die Notwendigkeit, auch auf die Kosten zu achten, während er flexible Lösungen und die Umstellung auf Wasserstoff favorisiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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