Forscher entwickeln neue Behandlungsmethode für Nierenentzündungen

Medizin: Neue Therapie für Nierenentzündungen in Bonn

() – Forscher aus Bonn und haben eine neue Behandlungsmethode für schwere Nierenentzündungen entwickelt. Wie die Universität Bonn am Donnerstag mitteilte, könnten bei der aggressiven crescentischen Glomerulonephritis bereits niedrige, wiederholte Steroiddosen ausreichen, um die Entzündung zu stoppen.

Bislang wurden hohe Dosen von Glukokortikoiden eingesetzt, die oft mit erheblichen Nebenwirkungen wie Diabetes, Osteoporose und schweren Infektionen verbunden sind.

Das Forschungsteam identifizierte eine spezielle Untergruppe von entzündungsfördernden Neutrophilen als Immunzellen, die maßgeblich die Nierenschädigung vorantreiben. Diese Zellen entstehen direkt im entzündeten Nierengewebe und bleiben dort länger aktiv als gewöhnliche Neutrophile.

Mithilfe moderner Einzelzell- und räumlicher Gensequenzierung sowie Krankheitsmodellen in Mäusen konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass niedrige, regelmäßig verabreichte Glukokortikoide die dieser schädlichen Zellen blockieren.

Auch in Nierenbiopsien von Patienten, die mit niedrigen Dosen behandelt wurden, fanden sich weniger dieser Immunzellen. Sollten sich die Ergebnisse in klinischen Studien bestätigen, könnten Patienten künftig von sichereren, niedrig dosierten Therapien profitieren.

Der Ansatz könnte langfristig auch Auswirkungen auf andere Autoimmun- und Entzündungserkrankungen haben, bei denen Steroide bislang in hohen Dosen zum Einsatz kommen, so die Forscher.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhausbett (Archiv)

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Forscher aus Bonn und Hamburg haben eine neue Behandlungsmethode für schwere Nierenentzündungen entwickelt, die zeigt, dass bereits niedrige, wiederholte Steroiddosen ausreichen könnten, um die Entzündung zu stoppen und dabei weniger Nebenwirkungen hervorzurufen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Entwicklung einer neuen Behandlungsmethode für Nierenentzündungen
  • Fokus auf aggressive crescentische Glomerulonephritis
  • Hohe Dosen von Glukokortikoiden verbunden mit erheblichen Nebenwirkungen
  • Identifikation einer speziellen Untergruppe von entzündungsfördernden Neutrophilen
  • Neutrophilen entstehen im entzündeten Nierengewebe und bleiben länger aktiv
  • Nutzung moderner Gensequenzierung und Krankheitsmodelle in Mäusen
  • Nachweis, dass niedrige, regelmäßig verabreichte Glukokortikoide schädliche Zellen blockieren

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Niedrigere Dosen von Steroiden ausreichend zur Behandlung
  • Reduzierung von Nebenwirkungen wie Diabetes, Osteoporose und schweren Infektionen
  • Weniger entzündungsfördernde Neutrophile in Nierenbiopsien
  • Potenzial für sicherere Therapien für Patienten
  • Mögliche Auswirkungen auf andere Autoimmun- und Entzündungserkrankungen

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Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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