UNHCR sieht Syrien bei Aufnahme von Rückkehrern "am Limit"

UNHCR sieht Syrien bei Aufnahme von Rückkehrern "am Limit"

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Flüchtlingspolitik in Syrien und Deutschland

Genf () – Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks in Syrien, Gonzalo Vargas Llosa, warnt vor einer erzwungenen Rückkehr syrischer Geflüchteter aus Deutschland.

Allein in diesem Jahr kehrten eine Million geflohene Syrer aus benachbarten Ländern in ihre alte Heimat zurück, im kommenden Jahr werde eine weitere Million erwartet: „Syrien ist am Limit, die Aufnahmekapazität schon jetzt erschöpft“, sagte Vargas Llosa der „Süddeutschen Zeitung“. Würden jetzt aus Ländern wie Deutschland auch noch Geflüchtete zurückgeschickt, könne das die Lage nur verschlechtern.

Pläne der Bundesregierung sehen allerdings genau dies vor. Er wolle „noch in diesem Jahr eine Vereinbarung mit Syrien“ treffen, um zuerst Straftäter, aber danach auch „Personen ohne Aufenthaltsrecht abzuschieben“, hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zuletzt angekündigt. Zur Vorbereitung dafür sollen auch die ausgesetzten Asylentscheidungen wieder aufgenommen werden. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bekam von Dobrindt die Weisung, die Arbeit an den Fällen wieder aufzunehmen.

Zum einen sei die Lage im Land noch immer prekär, zum anderen sei „eine erzwungene Rückkehr nur selten nachhaltig“, warnte Vargas Llosa. Solange die Lage im Land nicht spürbar besser werde, zögen diese Heimkehrer weiter, in Länder wie Jordanien und den Libanon, die ohnehin schon überfordert seien, oder aber nach Europa.

Zugleich kritisierte der UNHCR-Repräsentant in Syrien die Kappung humanitärer Hilfen durch viele Staaten, darunter auch Deutschland. Dies sei auch mit Blick auf Syrien ein Fehler, wo der UNHCR nun 40 Prozent der 122 regionalen Anlaufstellen habe schließen müssen. „Wir haben es dort mit einer der größten Flüchtlingskrisen der Welt zu tun“, sagte Vargas Llosa. Es bestehe die „sehr, sehr, sehr seltene Situation“, dass sich diese Krise lösen lasse. „Wir müssen diese Chance ergreifen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: UN-Flüchtlingshilfe (UNHCR) in Genf (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Gonzalo Vargas Llosa, Alexander Dobrindt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), Bundesregierung, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Jordanien, Libanon, Süddeutsche Zeitung

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Genf, Syrien, Deutschland, Jordanien, Libanon

Worum geht es in einem Satz?

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks in Syrien, Gonzalo Vargas Llosa, warnt vor den negativen Folgen einer erzwungenen Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Deutschland, da die Situation im Land weiterhin prekär und die Aufnahmekapazität bereits erschöpft sei.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Eine Million syrische Geflüchtete kehrten in diesem Jahr aus benachbarten Ländern zurück
  • Weitere Rückkehr von einer Million Geflüchteter im kommenden Jahr erwartet
  • Aufnahmefähigkeit Syriens erschöpft
  • Pläne der Bundesregierung zur Rückführung von Geflüchteten
  • Ankündigung, auch Personen ohne Aufenthaltsrecht abzuschieben
  • Ausgesetzte Asylentscheidungen sollen wieder aufgenommen werden
  • Prekäre Lage im Land bleibt bestehen
  • Kappung humanitärer Hilfen durch verschiedene Staaten, einschließlich Deutschland
  • Schließung von 40 Prozent der regionalen Anlaufstellen durch den UNHCR

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Gonzalo Vargas Llosa warnt vor erzwungener Rückkehr syrischer Geflüchteter aus Deutschland
  • Eine Million Syrer kehrten dieses Jahr zurück; weitere Million im nächsten Jahr erwartet
  • Syrien hat bereits erschöpfte Aufnahmekapazitäten
  • Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant Rückführungen, beginnend mit Straftätern
  • Dobrindt hat Weisung erteilt, ausgesetzte Asylentscheidungen wieder aufzunehmen
  • Vargas Llosa kritisiert prekäre Lage in Syrien und erzwungene Rückkehr als selten nachhaltig
  • Kappung humanitärer Hilfen durch Staaten, inklusive Deutschland, wird kritisiert
  • 40 Prozent der UNHCR-Anlaufstellen mussten geschlossen werden
  • Es besteht seltene Chance, Krise zu lösen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erschöpfung der Aufnahmekapazität in Syrien
  • Verschlechterung der Lage durch erzwungene Rückkehr
  • Prekäre Situation im Land bleibt bestehen
  • Heimkehrer suchen Zuflucht in überforderten Ländern
  • Schließung von 40 Prozent der regionalen Anlaufstellen
  • Mangel an humanitären Hilfen
  • Dringender Handlungsbedarf zur Lösung der Krise

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Person Gonzalo Vargas Llosa, des Chefs des UN-Flüchtlingshilfswerks in Syrien, zitiert. Er warnt vor einer erzwungenen Rückkehr syrischer Geflüchteter aus Deutschland und betont, dass Syrien bereits am Limit seiner Kapazitäten sei.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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