Drohnenabwehrstrategie in Thüringen gefordert
Erfurt () – Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, fordert nach den Drohnenvorfällen in den vergangenen Tagen eine klare Strategie zur Abwehr der mutmaßlich russischen Flugobjekte. „Im Moment haben wir keine Strategie“, sagte Kramer dem „Handelsblatt“.
Der Geheimdienstchef bemängelte, dass es bisher weder eine klare Zuständigkeit für die Drohnenabwehr im Nicht-Verteidigungsfall noch „verlässlich wirksame“ technische Abwehrfähigkeiten gebe. Von einer „angemessenen Drohnenabwehrfähigkeit“ sei Deutschland noch entfernt, sagte Kramer.
Er sprach sich dafür aus, den neu geschaffenen Nationalen Sicherheitsrat als zentralen Ort im Anti-Drohnen-Kampf zu etablieren. Aktuelle „24/7-360-Grad-Lagebilder“ seien „nie falsch und sind eine wichtige Grundlage für angemessene strategische Entscheidungen“, sagte er. „Der Nationale Sicherheitsrat mit den unterschiedlichen Profis aus dem Bereich innere und äußere Sicherheit ist bestimmt der richtige Ort dafür.“
Auch der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), hält „ein klares, gemeinsames Lagebild“ zur Drohnenabwehr für unerlässlich. „Der Nationale Sicherheitsrat muss diese Rolle bündeln und als zentrale Entscheidungsstelle agieren“, sagte Henrichmann dem „Handelsblatt“. Der CDU-Politiker gab jedoch zugleich zu bedenken, dass neue Gremien keine Probleme lösten, wenn Zuständigkeiten zersplittert bleiben. „Wir brauchen deswegen klare Strukturen und schnelle Entscheidungen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anti-Drohnen-Gewehr (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Stephan Kramer, Marc Henrichmann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Thüringer Verfassungsschutz, Stephan Kramer, Handelsblatt, Nationaler Sicherheitsrat, Geheimdienste-Kontrollgremium, Marc Henrichmann, CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, fordert eine klare Strategie zur Abwehr von Drohnen, nachdem in den letzten Tagen mehrere Vorfälle mit mutmaßlich russischen Flugobjekten aufgetreten sind, und sieht den Nationalen Sicherheitsrat als zentrale Entscheidungsinstanz für die Drohnenabwehr.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunahme von Drohnenvorfällen
- Mutmaßliche russische Flugobjekte
- Fehlende strategische Planung für Drohnenabwehr
- Unklare Zuständigkeiten im Nicht-Verteidigungsfall
- Mangelnde technische Abwehrfähigkeiten
- Forderung nach einem zentralen Sicherheitsorgan
- Notwendigkeit eines gemeinsamen Lagebildes zur Drohnenabwehr
- Kritik an zersplitterten Zuständigkeiten und Entscheidungsprozessen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Thüringer Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer fordert klare Strategie zur Drohnenabwehr
- Kritisiert fehlende Zuständigkeiten und technische Abwehrfähigkeiten
- Deutschland sei von angemessener Drohnenabwehrfähigkeit entfernt
- Plädiert für den Nationalen Sicherheitsrat als zentrale Stelle im Anti-Drohnen-Kampf
- Betont Wichtigkeit aktueller Lagebilder für strategische Entscheidungen
- Marc Henrichmann (CDU) hält klares Lagebild für Drohnenabwehr für notwendig
- Er fordert zentrale Entscheidungsstelle im Nationalen Sicherheitsrat
- Warnt vor zersplitterten Zuständigkeiten und plädiert für klare Strukturen und schnelle Entscheidungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach klarer Strategie zur Abwehr von Drohnen
- Fehlende Zuständigkeiten für Drohnenabwehr im Nicht-Verteidigungsfall
- Mangel an wirksamen technischen Abwehrfähigkeiten
- Entfernung von adäquaten Drohnenabwehrfähigkeiten in Deutschland
- Dringlichkeit eines gemeinsamen Lagebildes zur Drohnenabwehr
- Notwendigkeit von klaren Strukturen und schnellen Entscheidungen
- Etablierung des Nationalen Sicherheitsrats als zentrale Entscheidungsstelle
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Stephan Kramer, dem Präsidenten des Thüringer Verfassungsschutzes, zitiert. Er fordert eine klare Strategie zur Abwehr von Drohnen und betont, dass Deutschland von einer angemessenen Drohnenabwehrfähigkeit noch entfernt sei.
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