Pflegepolitik in Berlin: Diskussion um Reformen
Berlin () – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat zurückhaltend auf Medienberichte über eine mögliche Abschaffung von Pflegegrad 1 reagiert.
„Wir werden den Menschen nicht über Nacht etwas wegnehmen“, sagte Warken am Sonntag den Sendern RTL und ntv. Ausschließen wollte die Ministerin eine Abschaffung allerdings auch nicht. Das Pflegesystem sei eine große Errungenschaft. „Aber wir müssen jetzt notwendige Änderungen vornehmen, um auch in Zukunft den Menschen noch in gewohntem Umfang helfen zu können und das System generationengerecht zu machen.“
Warken verwies auf die im Sommer eingesetzte Pflegekommission. Sie nehme Einnahmen und Ausgaben der Pflegeversicherung in den Blick und erarbeite Vorschläge. „Eine Reform der Pflegeversicherung ist dringend überfällig.“ Auch die Menschen merkten, dass sich das System verändern müsse. Wer Hilfe brauche, werde auch weiterhin Unterstützung bekommen. „Wenn wir das System aber neu ausrichten wollen, besser aufstellen wollen, zukunftsfest aufstellen wollen, wird es auch insgesamt Veränderungen geben.“
Die Pflegegrade seien als Bewertungsinstrumente sehr gut, man müsse den Menschen allerdings eine zielgerichtetere Hilfe zukommen lassen. Die Kommission werde dazu Mitte Oktober erste Vorschläge machen. „Und natürlich gehört dann auch dazu zu schauen, wie sind wir momentan aufgestellt mit der Ausrichtung bei den Pflegegraden.“
Die Linke reagierte derweil mit scharfer Kritik auf den „Bild“-Bericht, wonach die Bundesregierung eine Abschaffung der untersten Pflegestufe prüfen soll. „Die Streichung des Pflegegrads 1 ist ein erneuter Angriff auf die, die den ganzen Tag buckeln und am Ende des Monats nichts mehr übrig bleibt“, sagte die Linken-Parteichefin Ines Schwerdtner dem Tagesspiegel. Rund 860.000 Menschen bekämen gerade noch das Nötigste. „Genau denen zieht die Regierung nun den Boden unter den Füßen weg.“
Schwerdtner bezeichnete die Pläne als einen „Schlag ins Gesicht“ für die, die seit Jahren in die Pflege- und Krankenversicherung einzahlten. Die Linken-Vorsitzende wirbt für eine andere Lösung. „Man müsste endlich Beamte, Abgeordnete und Superreiche verpflichten, in eine gemeinsame Pflegeversicherung einzuzahlen“, sagte Schwerdtner: „Doch genau davor drückt sich die Regierung, obwohl sie weiß, dass unten nicht mehr viel zu holen ist.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nina Warken am 25.09.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nina Warken, Ines Schwerdtner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, RTL, ntv, Pflegekommission, Die Linke, Tagesspiegel
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 25.09.2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken äußert sich vorsichtig zu Berichten über die mögliche Abschaffung von Pflegegrad 1 und betont, dass notwendige Reformen im Pflegesystem anstehen, um es zukunftsfähig zu gestalten, während die Linke die Pläne scharf kritisiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Medienberichte über mögliche Abschaffung von Pflegegrad 1
- Diskussion über Reformen im Pflegesystem
- Notwendigkeit zur Anpassung der Pflegeversicherung
- Einsetzung der Pflegekommission im Sommer
- Zielgerichtetere Hilfen für Bedürftige
- Kritik von der Opposition bezüglich der Pläne
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Nina Warken reagierte zurückhaltend auf Medienberichte zur möglichen Abschaffung von Pflegegrad 1
- Sie betonte, dass Menschen nicht über Nacht etwas weggenommen wird
- Abschaffung wird jedoch nicht ausgeschlossen
- Warken spricht von notwendigen Änderungen im Pflegesystem
- Pflegekommission nimmt Einnahmen und Ausgaben unter die Lupe, erarbeitet Vorschläge
- Reform der Pflegeversicherung sei dringend überfällig
- Linke kritisierten den Bericht und bezeichneten die Pläne als Angriff auf Pflegebedürftige
- Ines Schwerdtner sagte, Regierung ziehe den Menschen den Boden unter den Füßen weg
- Kritik an der Unfähigkeit der Regierung, eine gerechtere Lösung zu finden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mögliche Streichung des Pflegegrads 1
- Änderungen im Pflegesystem
- Notwendige Reform der Pflegeversicherung
- Veränderungen im Unterstützungsangebot
- Kritik von politischen Parteien
- Mangelnde Unterstützung für betroffene Personen
- Forderung nach solidarischer Finanzierung der Pflegeversicherung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zitiert, in der sie betont, dass die Menschen "nicht über Nacht etwas weggenommen" werden soll und dass eine Reform der Pflegeversicherung "dringend überfällig" sei.
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