Kultur im politischen Diskurs in Deutschland
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat davor gewarnt, der AfD und nationalistischen Gruppierungen wichtige Orte der deutschen Geschichte zu überlassen.
„Da läuft die AfD inzwischen mit Fahnen über einen Ort der Demokratie und behauptet, dass es doch ihr Ort sei“, sagte Weimer dem Podcast „ntv Salon“ über das Hambacher Schloss. „Dabei ist das unser Ort der Demokratie.“ Er gehöre in die Mitte der Gesellschaft und diese müsse ihn auch aktiv für sich nutzen. „Und deswegen müssen wir schon auch diese Kulturkämpfe führen.“
Neben dem Hambacher Schloss in Rheinland-Pfalz zählte Weimer auch das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald auf. „Die AfD ist dabei, das Hermannsdenkmal für sich zu besetzen“, sagte Weimer. Der Cheruskerfürst Arminius, an den das Denkmal erinnert, werde von der AfD „als der große Nationalheld“ stilisiert und damit dem nationalistischen Milieu überlassen. Dabei könne man Arminius auch als „einen Robin Hood der Deutschen interpretieren“, sagte der parteilose Kulturstaatsminister. „Wenn wir ihn aber nicht mehr betrachten, also eben schweigend darüber hinweggehen, dass die AfD sich den jetzt holt, dann ist er halt weg“, sagte Weimer. „Dann gehört er nicht mehr in die Mitte der Gesellschaft.“
Hintergrund von Weimers Appell sind wiederholte Aufmärsche und politische Aktionen rund um das Monument durch die AfD. Zuletzt hatte im August AfD-Wahlwerbung mit einem Bild vom Hermannsdenkmal für Widerspruch gesorgt. Plakate der AfD zeigten den Kopf des Cheruskerfürsten, versehen mit dem Slogan „Ich würde AfD wählen“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfram Weimer am 24.09.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfram Weimer, Arminius
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, ntv, Hambacher Schloss, Hermannsdenkmal, Cheruskerfürst Arminius
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 24. September 2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Orte sind:
- Hambacher Schloss (Rheinland-Pfalz)
- Hermannsdenkmal (Teutoburger Wald)
Worum geht es in einem Satz?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warnt, dass Orte deutscher Geschichte wie das Hambacher Schloss und das Hermannsdenkmal nicht von der AfD und nationalistischen Kräften vereinnahmt werden sollten, sondern Teil der Mitte der Gesellschaft bleiben müssen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gegen die Besetzung historischer Orte durch die AfD
- Rolle des Hambacher Schlosses als Symbol der Demokratie
- Wiederholte politische Aktionen und Aufmärsche der AfD rund um das Hermannsdenkmal
- Kontroversen über AfD-Wahlwerbung mit Bezug auf das Hermannsdenkmal
- Darstellung von Arminius als nationalistische Figur durch die AfD
- Weimers Appell zur aktiven Nutzung dieser Orte durch die Gesellschaft
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Wolfram Weimer warnt, dass die AfD wichtige historische Orte besetzt.
- Weimer spricht über das Hambacher Schloss als Ort der Demokratie.
- Weimer betont die Notwendigkeit, Kulturkämpfe aktiv zu führen.
- Erwähnung des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald.
- AfD stilisiert Arminius als Nationalheld.
- Weimer fordert, auch alternative Interpretationen von Arminius zu betrachten.
- Hintergrund sind wiederholte AfD-Aktionen und Aufmärsche rund um das Monument.
- AfD-Wahlwerbung zeigt Hermannsdenkmal mit provokantem Slogan.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verminderung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit historischen Orten
- Einfluss der AfD auf die Interpretation nationaler Symbole
- Verlust von Raum für demokratische Diskussionen
- Stärkung nationalistisch-extremer Ansichten
- Gefahr der Entfremdung von kulturellem Erbe
- Rückzug demokratischer Kräfte aus wichtigen Diskursen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der warnt, dass die AfD und nationalistische Gruppierungen wichtige Orte der deutschen Geschichte für sich beanspruchen könnten.
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