Gesellschaft: Enttabuisierung psychischer Krankheiten gefordert
Berlin () – Der frühere SPD-Außenpolitiker Michael Roth hat eine Enttabuisierung psychischer Krankheiten und bessere psychotherapeutische Versorgungsstrukturen gefordert.
„Es ist dringend nötig, die Therapiestrukturen deutlich auszubauen“, sagte Roth dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Sie dürfen psychische Probleme nicht bei sich selber, bei der Familie oder Freunden abladen. Aber es gibt zu wenig Fachleute in der Fläche, das muss sich dringend ändern.“
Zudem müsse sich ein anderes Bewusstsein durchsetzen. „Mit einer psychischen Erkrankung wird man in Deutschland als unbrauchbar abgestempelt. Man kann nicht Beamter werden, wenn man angibt, in therapeutischer Behandlung gewesen zu sein. Als Minister müsste man vermutlich zurücktreten. Das verleitet zum Lügen. Das ist ein Skandal. Eine psychische Krankheit heißt ja nicht, dass man nicht leistungsfähig ist“, sagte Roth.
Roth hatte als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses in der vergangenen Wahlperiode psychische Probleme öffentlich gemacht und Anfang des Jahres nicht erneut für den Bundestag kandidiert. Am Donnerstag erscheint sein autobiografisches Buch „Zonen der Angst“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Michael Roth (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Michael Roth
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundestag
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Michael Roth fordert eine Enttabuisierung psychischer Krankheiten sowie den Ausbau der psychotherapeutischen Versorgungsstrukturen in Deutschland, um das Stigma zu bekämpfen und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach Enttabuisierung psychischer Krankheiten
- Notwendigkeit besserer psychotherapeutischer Versorgungsstrukturen
- Unzureichende Anzahl von Fachleuten in der Fläche
- Gesellschaftliche Stigmatisierung psychisch Kranker
- Abwertung von Personen mit psychischen Erkrankungen in der Berufswelt
- Öffentliche Thematisierung eigener psychischer Probleme durch Roth
- Unmittelbarer Anlass: Veröffentlichung seines autobiografischen Buches "Zonen der Angst"
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach Enttabuisierung psychischer Krankheiten
- Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgungsstrukturen
- Notwendigkeit des Ausbaus der Therapiestrukturen
- Mangel an Fachleuten in der Fläche
- Veränderung des Bewusstseins gegenüber psychischen Erkrankungen
- Stigmatisierung von psychisch erkrankten Menschen
- Schwierigkeiten, Beamter zu werden bei Angabe über therapeutische Behandlung
- Druck zum Lügen über psychische Erkrankungen
- Rücktritt als Minister bei Bekanntwerden einer psychischen Erkrankung
- Veröffentlichung eines autobiografischen Buches
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Michael Roth zitiert. Er fordert eine Enttabuisierung psychischer Krankheiten und bessere psychotherapeutische Versorgungsstrukturen, und betont, dass psychische Erkrankungen nicht mit Unbrauchbarkeit gleichgesetzt werden sollten.
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