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Schnieder will auch nach 2035 Neuwagen mit CO2-Ausstoß zulassen
Berlin () – Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will den Druck gegenüber der EU-Kommission für eine Abschwächung der CO2-Flottengrenzwerte erhöhen und auch nach 2035 noch Neuwagen mit CO2-Ausstoß zulassen. „Wir wollen eben, dass es auch möglich ist, über 2035 hinaus mit Verbrennungstechnologie zu arbeiten“, sagte Schnieder dem „Interview der Woche“ der ARD.
Entsprechende Gespräche zwischen Autoindustrie und EU-Kommissionsspitze würden bereits laufen. „Da wird man genau über diese Themen reden. Und wir werden das im politischen Raum auch tun.“
Die von Deutschland in den EU-Beschluss hineinverhandelte Ausnahmeregelung, dass nicht nur Elektroautos, sondern auch klimaneutrale Verbrenner, die mit E-Fuels betankt werden, über 2035 hinaus neu zugelassen werden dürfen, reicht Schnieder nicht aus. „Es gibt offensichtlich Bedarf auch andere Formen weiterhin möglich zu halten. Und sei es nur als Brückentechnologie.“ Als Beispiel nannte er Autos mit Plug-In-Hybrid-Antrieb, die sowohl elektrisch als auch mit klassischem Verbrennungsmotor gefahren werden können. Eine aktuelle Studie des Verbands „Transport and Environment“ zeigt, dass Plug-in-Hybride auf der Straße fünfmal mehr CO2 ausstoßen aus auf dem Prüfstand.
Auf die Nachfrage, ob auch Autos mit CO2-Ausstoß nach 2035 zugelassen werden sollten, sagte Schnieder: „Wir werden sehen, welche technologischen Möglichkeiten wir haben, die sich ergeben werden. Aber im Zweifel auch damit, ja.“
Der CDU-Politiker sagte außerdem, die deutsche Automobilindustrie werde die Transformation nur schaffen, wenn sie stark sei. „Wir werden auch Klimaziele nur dann einhalten können, wenn wir wirtschaftlich stark sind. Ansonsten werden wir das nicht hinbekommen.“ Dafür brauche es Flexibilität und Offenheit. „Ich glaube, dass wir mit der Vorgabe – bis 2035 null Prozent Verbrenner-Anteil – nicht die ausreichende Flexibilität haben, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen.“
Nach den sogenannten „Flottengrenzwerten“ dürfen alle in der EU zugelassenen Neuwagen eines Herstellers aktuell durchschnittlich 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Der zulässige CO2-Ausstoß wird schrittweise auf null Gramm pro Kilometer abgesenkt und der Verkauf neuer Verbrenner somit ab 2035 verhindert.
Diese Flottengrenzwerte sind Teil des „Fit-for-55“-Pakets, mit dem die EU auf einen Pfad umsteuerte, mit dem der Klimawandel auf etwas über zwei Grad Celsius begrenzt werden könnte. Der Internationale Gerichtshof hatte zuletzt klargestellt, dass Staaten bei einer Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze zu Schadensersatz verklagt werden können.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Patrick Schnieder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, EU-Kommission, ARD, Verband "Transport and Environment", Internationale Gerichtshof, EU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) fordert eine Aufweichung der CO2-Flottengrenzwerte der EU und möchte auch nach 2035 Neuwagen mit CO2-Ausstoß zulassen, um die Automobilindustrie während der Transformation stark zu halten und Flexibilität für die Erreichung der Klimaziele zu gewährleisten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist der Druck von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, die EU-Flottengrenzwerte für CO2-Emissionen zu lockern, um weiterhin den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungstechnologie nach 2035 zu ermöglichen. Dies geschieht im Kontext einer Diskussion über die notwendige Flexibilität der deutschen Automobilindustrie, um die Klimaziele zu erreichen und wirtschaftlich stark zu bleiben.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) Maßnahmen ergreifen möchte, um den Druck auf die EU-Kommission zu erhöhen, um die CO2-Flottengrenzwerte ab 2035 zu lockern und die Zulassung von Neuwagen mit CO2-Ausstoß weiterhin zu ermöglichen. Diese Position wird durch Forderungen der deutschen Automobilindustrie unterstützt, die betont, dass wirtschaftliche Stärke und Flexibilität erforderlich sind, um die Klimaziele erfolgreich zu erreichen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
Erhöhung des Drucks gegenüber der EU-Kommission, Zulassung von Neuwagen mit CO2-Ausstoß nach 2035, Fortführung der Verbrennungstechnologie nach 2035, Bedarf an anderen Automobiltechnologien als Brückentechnologie, höhere CO2-Emissionen von Plug-In-Hybriden im Vergleich zu Prüfstandwerten, mögliche Zulassung von Autos mit CO2-Ausstoß nach 2035, wirtschaftliche Stärke für die Transformation der Automobilindustrie, Flexibilität und Offenheit zur Einhaltung der Klimaziele, schrittweise Absenkung des zulässigen CO2-Ausstoßes auf null Gramm pro Kilometer, Verhinderung des Verkaufs neuer Verbrenner ab 2035, rechtliche Konsequenzen bei Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze durch Staaten.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zitiert. Er betont, dass er den Druck auf die EU-Kommission erhöhen möchte, um auch nach 2035 Neuwagen mit CO2-Ausstoß zuzulassen, und fordert mehr Flexibilität bei den Klimazielen, um die Transformation der Automobilindustrie zu unterstützen: "Wir werden auch Klimaziele nur dann einhalten können, wenn wir wirtschaftlich stark sind."
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