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Union weist Frankreichs Initiative zur Anerkennung Palästinas zurück
Berlin () – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, hat die Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Anerkennung des Staates Palästina zurückgewiesen.
„Die Anerkennung Palästinas als eigenständiger Staat sollte am Ende des Friedensprozesses im Nahen Osten stehen und auch die Klärung des Rechtsstatus` Jerusalems und Verfassungsfragen umfassen“, sagte Hardt der FAZ. „Dem Ziel zweier gleichberechtigter demokratischer Staaten – des demokratischen, jüdischen Staates Israel und eines palästinensisch-demokratischen Staates Palästina, die sich wechselseitig respektieren – kommen wir durch die Anerkennung keinen Schritt näher“, sagte Hardt. „Sie bleibt rein symbolisch und wird in Israel als Affront betrachtet.“
Am Donnerstagabend hatte Macron angekündigt, wie bereits knapp 150 andere Länder den Staat Palästina anzuerkennen. Dies soll im Rahmen der nächsten UN-Generalversammlung in New York im September geschehen. Macron wollte mit den Regierungschefs aus Deutschland und Großbritannien, Friedrich Merz und Keir Starmer, noch an diesem Freitag über die Lage in Gaza beraten. Macrons Ankündigung zur Anerkennung wurde aus Israel und den USA bereits scharf zurückgewiesen.
Jürgen Hardt sagte der FAZ: „Eine gute Zusammenarbeit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ist auch ohne staatliche Anerkennung schon lange deutsche Praxis.“ Deutschland gehöre zu den größten finanziellen Unterstützern der PA.
BSW-Parteichefin Sahra Wagenknecht hat die Entscheidung Frankreichs zur Anerkennung Palästinas dagegen als „eine bemerkenswerte Entscheidung des französischen Präsidenten“ bezeichnet und von Deutschland einen ähnlichen Schritt gefordert. Sie sagte dem Nachrichtenportal T-Online, auch Deutschland solle Palästina als Staat anerkennen. Stattdessen isoliere sich die Bundesregierung mit ihrer Israel-Politik immer weiter.
Wagenknecht sagte, die Bundesregierung mache sich „mitverantwortlich für Kriegsverbrechen und Hungertote in Gaza, wenn sie Netanjahu weiter Waffen liefert“. Die SPD dürfe sich nicht mehr nur länger empören, sondern müsse einen Kurswechsel in der Nahost-Politik durchsetzen oder die Bundesregierung verlassen. Abschließend warnte Wagenknecht: „In Gaza droht ein Völkermord.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 23.07.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Emmanuel Macron, Jürgen Hardt, Friedrich Merz, Keir Starmer, Sahra Wagenknecht
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Emmanuel Macron, Jürgen Hardt, Unionsfraktion, FAZ, Israel, Palästina, Palästinensische Autonomiebehörde (PA), BSW, Sahra Wagenknecht, Nachrichtenportal T-Online, Bundesregierung, SPD, Netanjahu, Großbritannien, Keir Starmer, UN-Generalversammlung, Deutschland.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 23. Juli 2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, New York.
Worum geht es in einem Satz?
Jürgen Hardt von der Unionsfraktion lehnt Emmanuel Macrons Initiative zur Anerkennung Palästinas ab, da er sie als symbolisch und als Affront für Israel betrachtet, während Sahra Wagenknecht von der BSW diese Entscheidung als positiv bewertet und Deutschland zu einem ähnlichen Schritt auffordert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist Emmanuel Macrons Ankündigung, den Staat Palästina im Rahmen der nächsten UN-Generalversammlung zu anerkennen. Diese Initiative stößt auf Ablehnung von Jürgen Hardt, der betont, dass die Anerkennung bis zum Abschluss des Friedensprozesses im Nahen Osten warten sollte. Die politischen Spannungen werden durch Israel und die USA, die die Entscheidung als Affront betrachten, weiter verstärkt.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird die Reaktion der Politik auf Macrons Initiative zur Anerkennung des Staates Palästina beschrieben. Jürgen Hardt von der Unionsfraktion lehnt die Anerkennung ab und sieht sie als symbolisch und nicht förderlich für den Frieden, während Sahra Wagenknecht von der BSW die Entscheidung als positiv erachtet und Deutschland zu einer ähnlichen Anerkennung auffordert.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
- Die Anerkennung Palästinas als eigenständiger Staat bleibt rein symbolisch,
- Die Anerkennung wird in Israel als Affront betrachtet,
- Deutschland isoliert sich mit seiner Israel-Politik,
- Die Bundesregierung macht sich mitverantwortlich für Kriegsverbrechen und Hungertote in Gaza,
- Es droht ein Völkermord in Gaza,
- Ein Kurswechsel in der Nahost-Politik muss durchgesetzt werden oder die Bundesregierung sollte verlassen werden.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Jürgen Hardt, der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, spricht sich gegen die Anerkennung Palästinas als Staat aus und betont, dass dies dem Ziel eines Friedensprozesses im Nahen Osten nicht näherkomme. Er beschreibt die Anerkennung als rein symbolisch und als Affront für Israel. Im Gegensatz dazu bezeichnet Sahra Wagenknecht, die BSW-Parteichefin, Macrons Entscheidung als bemerkenswert und fordert Deutschland auf, Palästina ebenfalls anzuerkennen, während sie die Bundesregierung für ihre Waffenlieferungen an Israel kritisiert.
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