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DGB und Arbeitgeber kritisieren Frühverrentung
Berlin () – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Arbeitgeber haben sich angesichts der aktuellen Frühverrentungswelle deutlich dagegen ausgesprochen, dass die Regierung parallel zu den Möglichkeiten der Frühverrentung im Rahmen der „Aktivrente“ erwerbstätige Altersrentner steuerlich subventionieren will.
Wirtschaftlich ist es „komplett irre“, Menschen in Frührente zu schicken und gleichzeitig die Erwerbstätigkeit von Rentnern staatlich zu subventionieren, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). „Wenn Arbeitgeber nach Anreizen für längeres Arbeiten rufen und den Mangel an Fachkräften beklagen, müssen sie sich fragen lassen, wie es denn sein kann, dass viele von ihnen sich aktuell mit Frühverrentungsprogrammen aus der Verantwortung stehlen“, sagte die Gewerkschafterin mit Blick auf den aktuellen Personalabbau in vielen Unternehmen.
Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, sagte, Personalabbau sei zwar „manchmal unvermeidbar“. Doch „wenn die Konjunktur wieder anspringt, wird es nicht einfach, schnell erfahrene und eingearbeitete Fachkräfte zu finden“. Daher müsse zumindest die abschlagsfreie Frühverrentung abgeschafft werden – „ein teurer Irrweg, der die Rentenkasse viel Geld kostet und den Arbeitsmarkt zusätzlich unter Druck setzt“, monierte Kampeter.
Die geplante Aktivrente – wonach Rentner ab der Regelaltersgrenze bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei dazuverdienen dürfen – könne „nur dann sinnvoll wirken, wenn die Frühverrentungsanreize endlich fallen“. Sonst bleibe die Rentenpolitik widersprüchlich – „als würde man gleichzeitig auf das Gas und die Bremse treten“, meint Kampeter.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Anja Piel, Steffen Kampeter
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Arbeitgeber, Handelsblatt, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
DGB und Arbeitgeber lehnen die steuerliche Subventionierung erwerbstätiger Rentner ab, während gleichzeitig Frühverrentungsprogramme genutzt werden, und fordern eine Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung, um Widersprüche in der Rentenpolitik zu vermeiden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für die Diskussion ist die aktuelle Welle der Frühverrentungen in Deutschland, die durch Personalabbau in vielen Unternehmen verstärkt wird. Die Gewerkschaften und Arbeitgeber kritisieren, dass es widersprüchlich sei, Frühverrentungen zu fördern und gleichzeitig Anreize für die Beschäftigung von Rentnern zu schaffen. Es wird gefordert, die abschlagsfreie Frühverrentung abzuschaffen, um die Rentenpolitik konsistenter zu gestalten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Arbeitgeber haben sich entschieden gegen die geplante steuerliche Subventionierung von erwerbstätigen Rentnern ausgesprochen, während parallel Frühverrentungsmöglichkeiten bestehen. Beide Seiten kritisieren die Widersprüchlichkeit der Rentenpolitik und fordern die Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung, um den Druck auf den Arbeitsmarkt zu reduzieren und Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: Fachkräftemangel, Schwierigkeiten bei der Rekrutierung erfahrener Fachkräfte, wirtschaftliche Verfehlungen durch staatliche Subventionierung, Druck auf die Rentenkasse, widersprüchliche Rentenpolitik.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel sind Stellungnahmen von Personen zitiert. Anja Piel, Vorstandsmitglied des DGB, bezeichnet es als "komplett irre", im Zuge der Frühverrentungswelle gleichzeitig die Erwerbstätigkeit von Rentnern steuerlich zu subventionieren. Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der BDA, fordert die Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung und bezeichnet diese als "teuren Irrweg", der die Rentenkasse belastet und den Arbeitsmarkt unter Druck setzt.
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