Christian Berkel: Stimmung an Filmset jetzt grundlegend anders
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Christian Berkel: Stimmung an Filmset jetzt grundlegend anders
Berlin () – Nach Angaben des Schauspielers Christian Berkel hat sich die Stimmung an Filmsets in letzter Zeit grundlegend verändert. In der Vergangenheit seien „einige Dinge extrem schiefgelaufen“, jetzt rudere das Boot allerdings „mit Volldampf in die entgegengesetzte Richtung“, sagte Berkel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Das sei auch nicht zielführend.
„Wir müssen aufpassen, dass wir uns dabei nicht verlieren. Wir müssen wieder zurück auf den Weg finden.“ Wenn keine negative oder harte Kritik mehr erlaubt sei, keine emotionale Auseinandersetzung stattfinden dürfe, „dann verlieren wir ganz viel“. Wenn das oberste Gebot sei, dass niemand verletzt werden dürfe, werde es „sehr schwierig“.
Film und Literatur erzählten ständig von Konflikten und Verletzungen. Wer denen nachspüre, könne nicht davon ausgehen, selbst unverletzt zu bleiben. Aber es sei Aufgabe der beteiligten Menschen, „einen sicheren Raum zu gewährleisten, damit die Menschen, die sich öffnen, geschützt sind“.
Er selbst habe an Drehorten selten übergriffiges Verhalten erlebt. Eine Ausnahme sei der 2022 gestorbene Regisseur Dieter Wedel. „Ich habe nie erlebt, dass sich jemand bösartig, quasi sadistisch, verhalten hat. Oder doch, bei Dieter Wedel. Ich habe gesehen, wie er Leute, sagen wir mal, durchaus fertiggemacht hat“, sagte der Schauspieler. Er selbst sei nicht betroffen gewesen, aber Wedels Zorn habe nicht nur Frauen getroffen, „sondern auch Männer“.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Christian Berkel (Archiv)
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen in dem Text sind:
Neue Osnabrücker Zeitung, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Filmsets.
Worum geht es in einem Satz?
Christian Berkel berichtet, dass sich die Stimmung an Filmsets verändert hat und warnt davor, dass eine zu starke Vermeidung negativer Kritik und emotionaler Auseinandersetzungen die kreative Arbeit gefährden könnte, während er betont, dass ein sicherer Raum für verletzliche Diskussionen notwendig ist.
Der Hintergrund für Christian Berkels Aussage ist eine Veränderung der Stimmung an Filmsets, die nach vorherigen Problemen, wie übergriffigem Verhalten und einer toxischen Arbeitsatmosphäre, nun in eine Richtung tendiert, die übermäßige Zurückhaltung und das Vermeiden jeglicher Kritik fördern könnte. Berkel warnt davor, dass dies die kreative Arbeit und den Umgang mit Konflikten im Filmbereich beeinträchtigen könnte.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Schauspieler Christian Berkel bemängelt, dass sich die Stimmung an Filmsets verändert hat und eine übertriebene Rücksichtnahme auf Emotionen die kreative Auseinandersetzung gefährdet. Er warnt davor, dass ein Verbot harter Kritik und emotionaler Konflikte die Entwicklung von Film und Literatur beeinträchtigen könnte.
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Verlust von kritischer Auseinandersetzung, Verlust an emotionalen Impulsen, Schwierigkeiten beim kreativen Schaffen, Gefahr der Unverletzlichkeit im kreativen Raum, Potenzial für übergriffiges Verhalten, Bedürfnisse nach einem sicheren Raum für alle Beteiligten.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Schauspielers Christian Berkel zitiert. Er äußert, dass sich die Stimmung an Filmsets grundlegend verändert habe, wobei er betont, dass eine übermäßige Rücksichtnahme auf Verletzlichkeit dazu führen könne, dass wesentliche emotionale Auseinandersetzungen und kritische Diskussionen fehlen. Berkel warnt davor, dass dies negative Auswirkungen auf die Kunst und die darin erzählten Konflikte haben könnte.
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