Die neue Tracking-Offensive von #WhatsApp

Die neue Tracking-Offensive von #WhatsApp

WhatsApp startet ein neues Feature, das schon für reichlich kontroverse Diskussionen sorgt, bevor es richtig in Gang gekommen ist. Für die einen ist es Stalking, für die anderen ein sehr nützliches Feature für den Alltag. Gemeint ist die Möglichkeit, dass die Nutzer in Zukunft den Standort ihrer Freunde in Echtzeit abrufen können. Aber nicht nur WhatsApp plant diese „Überprüfung“ in Echtzeit, auch Google möchte diese Möglichkeit bald anbieten.

Google macht es vor

Auch Google macht es möglich, einfach und schnell festzustellen, wo sich die Freunde gerade aufhalten, aber diese Möglichkeit wurde mehr durch Zufall entdeckt. Das Echtzeit-Tracking wurde schon Ende des vergangenen Jahres offensichtlich durch eine unbeabsichtigt geleakte Vorab-Version bei Google Maps entdeckt. Der Nutzer kann seine Freunde künftig bei Google Maps hinzufügen und ihnen dann erlauben, den eigenen Standort nach Belieben abzurufen. Ein Regler sorgt dafür, dass der Nutzer das sogenannte Location Sharing für bestimmte Kontakte aktivieren und auch deaktivieren kann.

Welche Gefahren lauern?

Ist der Tracker einmal aktiviert, dann ist der User immer so lange trackbar, bis er den Zugriff manuell wieder verbietet, und genau hier lauert die Gefahr. Wer vergisst, die Funktion wieder zu deaktivieren, der ist praktisch sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag immer in Echtzeit verfolgbar. Die Gefahr gibt es aber offenbar nur bei Google, denn WhatsApp wird die Freigabe des Standorts auf entweder fünf, zwei oder auch nur eine Minute begrenzen. Auf diese Weise minimiert sich das Risiko einer dauerhaften, unabsichtlichen Aktivierung. Zudem gibt es noch eine weitere Absicherung, denn das Tracking wird standardmäßig abgeschaltet.

Welche Vorteile hat die neue Funktion?

Wo es Nachteile gibt, da gibt es natürlich auch Vorteile und das gilt auch für die neue Tracking Funktion von WhatsApp. Wer in der Gruppe unterwegs ist und die Gruppenmitglieder in einer großen Menschenansammlung verliert, der kann mit dem Tracking von WhatsApp sehr schnell die Gruppe wiederfinden, wenn er seinen Freunden erlaubt, seinen Standort zu tracken.

Bild: © Depositphotos.com / TPOphoto

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Häufige Fragen

Was ist die neue Tracking-Funktion von WhatsApp?

WhatsApp ermöglicht es Nutzern, den Standort ihrer Freunde in Echtzeit abzurufen, was für einige als nützlich und für andere als potenzielles Stalking angesehen wird.

Wie funktioniert das Echtzeit-Tracking bei WhatsApp?

Nutzer können die Standortfreigabe für bestimmte Kontakte aktivieren, wobei die Dauer der Freigabe auf maximal fünf Minuten begrenzt ist.

Welche Risiken sind mit der neuen Funktion verbunden?

Die Hauptgefahr besteht darin, dass Nutzer vergessen könnten, die Standortfreigabe zu deaktivieren, was zu ungewollter Verfolgbarkeit führen kann.

Wie unterscheidet sich das Tracking bei WhatsApp von Google Maps?

Während Google Maps eine dauerhafte Standortverfolgung ermöglicht, begrenzt WhatsApp die Freigabe auf kurze Zeiträume, um das Risiko unabsichtlicher Verfolgung zu minimieren.

Ist das Tracking bei WhatsApp standardmäßig aktiviert?

Nein, die Standortfreigabe ist standardmäßig deaktiviert, sodass Nutzer aktiv entscheiden müssen, ob sie ihren Standort teilen möchten.

Welche Vorteile bietet das Tracking-Feature von WhatsApp?

Ein Vorteil ist, dass Nutzer in großen Menschenansammlungen ihre Freunde schnell wiederfinden können, indem sie deren Standort abrufen.

Wie lange kann ich meinen Standort bei WhatsApp teilen?

Die Standortfreigabe kann für maximal fünf Minuten, zwei Minuten oder nur eine Minute aktiviert werden.

Können andere Nutzer meinen Standort dauerhaft sehen?

Nein, die Standortfreigabe bei WhatsApp ist zeitlich begrenzt und muss manuell aktiviert werden.

Was passiert, wenn ich die Standortfreigabe nicht mehr benötige?

Nutzer können die Standortfreigabe jederzeit manuell deaktivieren, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Wie wird die neue Funktion von der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Die Meinungen sind gespalten: Einige sehen es als nützliches Tool, während andere Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Stalking äußern.

Ulrike Dietz