Wirtschaft und Börse in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.704 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Bank, Siemens Energy und Infineon, am Ende Symrise, Zalando und DHL.
„Trotz der auch heute weiter steigenden Notierungen im Dax bleibt eine gewisse Vorsicht der Anleger spürbar“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den anschließenden Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet stehen gleich zwei wichtige Bewährungsproben für die Aktienmärkte bevor.
„Die laufende Berichtssaison liefert bislang ein gemischtes Bild. Im Dax konnten heute die Deutsche Bank und Mercedes-Benz mit ihren Ergebnissen überzeugen, während die Zahlen von Symrise und BASF eher enttäuschten“, so Lipkow. Auch in den USA setze sich die überwiegend freundliche Berichtssaison mit den Ergebnissen von Vertiv und Biogen fort. „Die Anleger unterscheiden zunehmend zwischen Unternehmen, die ihre hohen Erwartungen erfüllen können, und solchen, bei denen die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits deutliche Spuren hinterlassen.“
Bemerkenswert sei, dass selbst die erneut steigenden Energiepreise derzeit kaum noch Verkaufsdruck auslösten, fügte der Analyst hinzu. „Bei den Anlegern scheint ein gewisser Gewöhnungseffekt eingesetzt zu haben. Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten, nicht zuletzt durch die Vermittlungsbemühungen einiger Golfstaaten, sorgt zusätzlich für Zuversicht.“ Die Inflationsrisiken seien damit allerdings keineswegs verschwunden. „Sie werden an den Börsen momentan lediglich von den positiven Unternehmensnachrichten überlagert.“
„Die eigentliche Richtungsentscheidung dürfte deshalb erst heute Abend fallen“, sagte Lipkow. „Die Fed muss erklären, wie sie angesichts der hohen Energiepreise und der damit verbundenen Inflationsgefahren ihren weiteren geldpolitischen Kurs gestalten will. Gleichzeitig müssen Microsoft und Alphabet zeigen, dass ihre milliardenschweren KI-Investitionen weiterhin durch überzeugendes Wachstum und solide Cashflows gedeckt sind.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1148 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8970 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 116,40 US-Dollar; das waren 2,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurter Börse, dts Nachrichtenagentur, Deutsche Bank, Siemens Energy, Infineon, Symrise, Zalando, DHL, CMC Markets, US-Notenbank (Fed), Microsoft, Alphabet, Mercedes-Benz, BASF, Vertiv, Biogen
Wann ist das Ereignis passiert?
Am Mittwoch.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax stieg am Mittwoch um 0,4 Prozent auf 25.704 Punkte, während Anleger angesichts gemischter Unternehmenszahlen, steigender Energiepreise und der bevorstehenden Fed-Zinsentscheidung sowie der Ergebnisse von Microsoft und Alphabet vorsichtig blieben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Überzeugende Quartalsergebnisse der Deutschen Bank und von Mercedes-Benz
- Überwiegend freundliche Berichtssaison in den USA mit positiven Ergebnissen von Vertiv und Biogen
- Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten durch Vermittlungsbemühungen einiger Golfstaaten
- Gewöhnung der Anleger an steigende Energiepreise und stärkere Gewichtung positiver Unternehmensnachrichten
- Abwartende Haltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel werden keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Steigende Energiepreise lösen derzeit kaum noch Verkaufsdruck aus.
- Bei den Anlegern scheint ein Gewöhnungseffekt eingesetzt zu haben.
- Die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten stärkt die Zuversicht.
- Positive Unternehmensnachrichten überlagern die weiterhin bestehenden Inflationsrisiken.
- Anleger unterscheiden zunehmend danach, ob Unternehmen hohe Erwartungen erfüllen oder unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leiden.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentiert die vorsichtige Anlegerstimmung und die Bedeutung der bevorstehenden Fed-Zinsentscheidung sowie der Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet.
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