Lufthansa-Chef verteidigt Sparkurs an Bord

Lufthansa-Chef verteidigt Sparkurs an Bord

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Wirtschaft: Luftverkehr in Deutschland

Köln () – Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat den Sparkurs seines Konzerns an Bord verteidigt und deutlich gemacht, dass er nicht enden wird. Über den Test, bei dem die Lufthansa im März auf rund 20 europäischen Strecken prüfte, wie wenig Reinigung Passagiere in der Economy hinnehmen, sagte Spohr dem „Spiegel“, man habe „punktuell nachgebessert“ und liege „weiter über dem Branchenstandard.“ Effizienzsteigerung sei „Teil des Geschäftsmodells, alles andere wäre unehrlich. Bei zehn Gewinn pro Passagier hört das Effizienter Werden nie auf“, so der Lufthansa-Chef weiter.

Den innerdeutschen Luftverkehr hält er für wenig zukunftsfähig. „Es gibt keine Airline mehr, die mit innerdeutschen Verbindungen ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln könnte“, sagte Spohr. Friedrichshafen und seien „mittlerweile vom internationalen Flugverkehr abgeschnitten“. Das gehe „doch nicht in einem Exportland wie Deutschland“. Auch insgesamt verliere der Heimatmarkt an Gewicht, der Umsatzanteil liege bei „nur noch 20 Prozent“, so der Lufthansa-Chef.

Beim Zuschlag für die portugiesische TAP half nach Spohrs Darstellung der Bundeskanzler. „Bei TAP hat uns der Bundeskanzler sehr unterstützt“, sagte er. „Ohne seine Anrufe in Lissabon wäre es gegen die Franzosen deutlich schwerer geworden, die hatten ihre ja genauso hinter sich“, so der Lufthansa-Chef weiter.

Dass er als einer der letzten deutschen Topmanager stets in Anzug und Krawatte auftritt, begründete er mit seiner Belegschaft. „Ich bin Vorgesetzter von Zehntausenden Menschen, die Uniform tragen. Unsere Piloten und Flugbegleiter lockern ihre Krawatte auch nachts um drei nicht, wenn sie im Dienst sind“, sagte Spohr dem „Spiegel“. Sie abzulegen, nur weil es für ihn bequemer wäre, komme „daher nicht infrage“.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Carsten Spohr (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Carsten Spohr

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

dts Nachrichtenagentur, Lufthansa, Spiegel, TAP

Wann ist das Ereignis passiert?

Im März.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Köln

Worum geht es in einem Satz?

Lufthansa-Chef Carsten Spohr verteidigt den dauerhaften Sparkurs des Konzerns, sieht kaum Zukunft für innerdeutsche Flüge und betont die Unterstützung des Bundeskanzlers beim Zuschlag für TAP.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Geringe Gewinnspanne von rund zehn Euro pro Passagier
  • Dauerhafte Effizienzsteigerung als Bestandteil des Lufthansa-Geschäftsmodells
  • Test reduzierter Reinigungsleistungen in der Economy auf rund 20 europäischen Strecken im März

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Laut Spohr unterstützte der Bundeskanzler Lufthansa beim Zuschlag für TAP durch Anrufe in Lissabon.
  • Auch die französischen Konkurrenten erhielten nach seiner Darstellung Unterstützung ihrer Regierung.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Punktuelle Nachbesserungen bei der Reinigung an Bord
  • Dauerhafte Fortsetzung des Sparkurses und der Effizienzsteigerungen
  • Friedrichshafen und Paderborn vom internationalen Flugverkehr abgeschnitten
  • Bedeutungsverlust des deutschen Heimatmarkts mit einem Umsatzanteil von nur noch 20 Prozent
  • Erleichterter Zuschlag für TAP durch die Unterstützung des Bundeskanzlers

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, Lufthansa-Chef Carsten Spohr verteidigt gegenüber dem „Spiegel“ den Sparkurs des Konzerns und erklärt, dass weitere Effizienzsteigerungen zum Geschäftsmodell gehörten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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