Wirtschaft in Frankfurt: Markt zum Wochenende
Frankfurt/Main () – Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.182 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.
An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Fresenius Medical Care, die bis kurz vor Handelsschluss mit über zwei Prozent kräftig zulegten, gefolgt von den Papieren von Beiersdorf und Zalando. Am Ende der Kursliste standen dagegen die Aktien von MTU Aero Engines, die bis kurz vor Handelsschluss mit über vier Prozent sehr stark im Minus waren, gefolgt von den Papieren von Siemens Energy und der Deutschen Telekom.
„Der Verkaufsdruck hat zwar nachgelassen, von einer echten Entspannung kann jedoch keine Rede sein. Die Anleger warten auf neue Impulse aus den USA, während sich die wirtschaftlichen Perspektiven für Europa zunehmend eintrüben“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.
Besonders die weiter steigenden Ölpreise entwickelten sich zu einer ernsthaften Belastung. „Die heute veröffentlichten europäischen Einkaufsmanagerindizes haben bereits gezeigt, wie fragil die Konjunktur inzwischen ist. Die eigentliche Gefahr liegt dabei in den verzögerten Auswirkungen des Energiepreisschocks. Höhere Transport- und Produktionskosten werden häufig erst nach Monaten an die Verbraucher weitergegeben. Die Zweit- und Drittrundeneffekte könnten deshalb noch weit ins kommende Jahr hineinreichen. Die Börsen reagieren derzeit auf die Inflation von heute, müssen aber zunehmend auch die Preissteigerungen von morgen einkalkulieren. Genau darin liegt das Risiko einer länger anhaltenden Belastung für Konjunktur und Unternehmensgewinne“, so der Marktanalyst weiter.
Auch an der Wall Street wachse die Zurückhaltung. „Selbst überzeugende Quartalszahlen reichen kaum noch aus, um nachhaltige Kaufimpulse auszulösen. Die jüngsten Kursreaktionen bei Meta und SpaceX zeigen, dass Anleger positive Nachrichten zunehmend für Gewinnmitnahmen nutzen. Wenn selbst gute Geschäftsergebnisse nicht mehr belohnt werden, ist das ein deutliches Zeichen für die schwindende Risikobereitschaft. Am Nachmittag stehen mit den US-Einkaufsmanagerindizes und dem Verbrauchervertrauen der Universität Michigan zwei wichtige Stimmungstests an. Sie werden zeigen, ob die Kombination aus hohen Preisen und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit auch in den USA bereits deutliche Spuren hinterlässt“, so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1199 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8929 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.997 US-Dollar gezahlt (-0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,75 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 116,30 US-Dollar, das waren 2,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Fresenius Medical Care, Beiersdorf, Zalando, MTU Aero Engines, Siemens Energy, Deutsche Telekom, Andreas Lipkow, CMC Markets, Meta, SpaceX, Universität Michigan
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main, Xetra (Frankfurt)
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenausklang ist der Dax zum Xetra-Schluss um 0,8 % auf 25.182 Punkte gefallen, während Ölpreis- und Konjunktursorgen die Anleger zurückhaltend bleiben ließen und als Impulsgeber vor allem US-Daten erwartet werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Berichtete Zurückhaltung der Anleger wegen abwartender Haltung auf neue Impulse aus den USA
- Wirtschaftlich zunehmend eintrübige Perspektiven für Europa
- Weiter steigende Ölpreise als ernsthafte Belastung für die Konjunktur
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Anleger warten auf neue Impulse aus den USA
- Wirtschaftliche Perspektiven für Europa werden zunehmend schlechter eingeschätzt
- Zurückhaltung an der Wall Street, selbst gute Quartalszahlen reichen kaum für nachhaltige Kaufimpulse aus
- Positive Nachrichten würden zunehmend für Gewinnmitnahmen genutzt
- Börsen reagierten vor allem auf die aktuelle Inflation, müssten aber künftige Preissteigerungen einpreisen
- Erwartung, dass US-Einkaufsmanagerindizes und Verbrauchervertrauen kurzfristig als Stimmungstests wirken
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ein Rückgang des Dax und damit ein spürbarer Verlust an Marktniveau zum Wochenausklang
- Anhaltende Unsicherheit bei Anlegern durch das Abwarten neuer Impulse aus den USA
- Zunehmend eingetrübte wirtschaftliche Perspektiven für Europa
- Belastung durch weiter steigende Ölpreise
- Mögliche verzögerte Weitergabe höherer Transport- und Produktionskosten an Verbraucher
- Risiko länger anhaltender Zweit- und Drittrundeneffekte auf Inflation und Konjunktur bis ins kommende Jahr
- Gefahr einer anhaltenden Belastung für Konjunktur und Unternehmensgewinne
- Zurückhaltung an der Wall Street trotz guter Quartalszahlen
- Weniger nachhaltige Kaufimpulse durch verstärkte Gewinnmitnahmen bei positiven Nachrichten
- Zunehmende schwindende Risikobereitschaft der Anleger bei positiven Geschäftsergebnissen
- Druck auf die Börsenstimmung durch bevorstehende Konjunktur- und Verbrauchervertrauenstests in den USA
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — im Artikel wird eine Stellungnahme von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, zitiert.
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