Haftbefehl in Hamburg wegen Mordverdachts nach Tod einer 14-Jährigen in Indiana vollstreckt

Haftbefehl in Hamburg wegen Mordverdachts nach Tod einer 14-Jährigen in Indiana vollstreckt

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Panorama: Mordverdacht in Hamburg

() – Nach dem Tod einer 14-jährigen US-Amerikanerin in Indiana hat die Polizei Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft einen 18-jährigen Deutschen verhaftet. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, steht der Mann steht unter dringendem Tatverdacht des Mordes sowie der gefährlichen Körperverletzung, jeweils in mittelbarer Täterschaft.

Einsatzkräfte des Landeskriminalamts durchsuchten zudem seine Wohnanschrift in Hamburg. Zu den mutmaßlichen Tatzeiten war der Beschuldigte 17 Jahre alt.

Er soll zwischen September und Oktober insbesondere über den sozialen Dienst „Discord“ auf die psychisch labile 14-Jährige eingewirkt haben.

Nach Angaben der Ermittler forderte er sie auf, sich massive Schnittverletzungen zuzufügen, mit dem Blut aus den Wunden sein Internetpseudonym „Kaz“ und den Namen der Gruppierung „NMK“ an Wände zu schreiben und Videoaufnahmen davon an ihn zu senden. Den Schnittverletzungen und Beschriftungen soll sie nachgekommen sein.

Ob sie auch die am 02.10. zum Tod führende Strangulation aufzeichnete, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Nach ihrem Tod soll der Beschuldigte erfolglos versucht haben, sich Aufnahmen der mutmaßlich von ihm gesteuerten Selbsttötung zu verschaffen.

Dabei soll er dem Umfeld des Mädchens gedroht haben, andernfalls und kompromittierende Aufnahmen der Geschädigten zu veröffentlichen. Deshalb besteht gegen ihn zudem dringender Tatverdacht wegen versuchter Nötigung sowie wegen Besitzes jugendpornografischer Inhalte.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte sich der Beschuldigte mit dem Videomaterial entweder als Mitglied der Gruppierung „NMK“ (Nefarious Maniac Kult) profilieren oder auf diesem Weg Zugang zu der Gruppierung .

NMK orientiere sich an Gruppen des „COM-Netzwerks“, darunter an der aus dem White-Tiger-Verfahren bekannten Gruppierung „764“. Auch in dieser Internetcommunity sollen besonders verletzliche Geschädigte in sozialen emotional abhängig gemacht werden, um die Verbundenheit anschließend für strafrelevante Zwecke auszunutzen.

Ausgangspunkt des Verfahrens waren Erkenntnisse des FBI sowie Mitteilungen des National Center for Missing and Exploited Children vom 15. und 16.10. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft. Ein weiterer, bisher in der Jugendhauptabteilung der Staatsanwaltschaft anhängiger Vorgang wegen des Verdachts der versuchten Nötigung wird mit dem neuen Verfahren verbunden.

Die Ermittlungen dauern an. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gilt die Unschuldsvermutung.

Die Behörden raten Eltern und Bezugspersonen, die Online-Aktivitäten von im Blick zu behalten, offen über Online-Beziehungen zu sprechen und auf Warnzeichen zu achten.

Dazu zählten Rückzug, schlechtere Noten, anonyme Geschenke, auffällige Hautverletzungen oder mit Blut geschriebene Wörter und Zeichen. Bei unmittelbarer Gefahr solle die 110 gewählt werden.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Ich kann dir aus dem bereitgestellten Text keinen vollständigen Namen von Personen nennen – im Artikel werden zwar Rollen/Positionen genannt (z. B. Polizei, Staatsanwaltschaft, FBI), aber keine konkreten Namen von Personen mit Vor- und Nachnamen.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Polizei Hamburg, Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt, FBI, National Center for Missing and Exploited Children, Discord, NMK (Nefarious Maniac Kult), COM-Netzwerk, White-Tiger-Verfahren, Gruppierung „764“, Jugendhauptabteilung, 110

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (Tod der 14-Jährigen sowie die mutmaßlich tatbeteiligten Handlungen) fand zwischen September und Oktober statt. Die zum Tod führende Strangulation wird dabei am 02.10. erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Hamburg, Indiana

Worum geht es in einem Satz?

Nach dem Tod einer 14-jährigen US-Amerikanerin in Indiana hat die Polizei Hamburg einen 18-jährigen Deutschen wegen Mordes, gefährlicher Körperverletzung und weiterer Delikte (u. a. versuchte Nötigung sowie Besitz jugendpornografischer Inhalte) festgenommen, weil er die Minderjährige offenbar über Discord zu schweren Selbstverletzungen und entsprechenden Videoaufnahmen bzw. Beschriftungen gesteuert und ihr Umfeld bedroht haben soll.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Einflussnahme auf die psychisch labile 14-Jährige über den sozialen Dienst „Discord“ zwischen September und Oktober
  • Aufforderung zur Zufügung massiver Schnittverletzungen sowie zum Beschriften der Wunden mit dem Internetpseudonym „Kaz“ und dem Namen der Gruppierung „NMK“
  • Versuch, durch Videoaufnahmen der Verletzungen Zugang zur Gruppierung „NMK“ zu erlangen bzw. sich als Mitglied zu profilieren
  • Androhungen gegenüber dem Umfeld der Geschädigten mit Veröffentlichung von Daten und kompromittierenden Aufnahmen
  • Auftrag zur Aufzeichnung und/oder Beschaffung von Aufnahmen der mutmaßlich von ihm gesteuerten Selbsttötung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Polizei Hamburg und Staatsanwaltschaft erstatteten Mitteilung zur Verhaftung und zu laufenden Ermittlungen
  • Behörden gaben allgemeine Ratschläge an Eltern und Bezugspersonen, Online-Aktivitäten zu beobachten und bei Gefahr die 110 zu wählen
  • Medien oder eine konkrete Reaktion von Öffentlichkeit wird im Artikel nicht beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Dringender Tatverdacht auf Mord in mittelbarer Täterschaft
  • Dringender Tatverdacht auf gefährliche Körperverletzung in mittelbarer Täterschaft
  • Durchsuchung der Wohnanschrift im Rahmen der Ermittlungen
  • Dringender Tatverdacht wegen versuchter Nötigung
  • Dringender Tatverdacht wegen Besitzes jugendpornografischer Inhalte
  • Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten wird weitergeführt
  • Verfahren wird mit einem weiteren anhängigen Vorgang verbunden
  • Strafverfolgung trotz Unschuldsvermutung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein. Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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