Saarbrücken: Steuerbetrug per Phishing-Mail
Saarbrücken () – Das Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft warnt vor betrügerischen E-Mails im Namen der Steuerverwaltung. Die täuschend echt gestalteten Nachrichten stellen eine angebliche Steuererstattung in Aussicht und fordern dazu auf, über einen Link persönliche Daten einzugeben und das Online-Banking mit ELSTER zu verbinden, teilte das Ministerium in Saarbrücken mit.
Die Nachrichten stammen nicht von der Steuerverwaltung.
Derzeit sind nach Angaben des Ministeriums auch gefälschte E-Mails mit dem Betreff „Amtliche Mitteilung zur Einkommensteuer“ im Umlauf. Darin werde ebenfalls eine Steuererstattung angekündigt und die Empfänger aufgefordert, ihre Kontodaten über einen blauen Button zu bestätigen.
Die Absenderadressen endeten in den bekannten Fällen auf „t-online.de“. Es handele sich um dieselbe Betrugsmasche.
In einem bekannten Fall heißt es in den gefälschten Mails, die Prüfung der Einkommensteuererklärung für 2025 sei abgeschlossen und es stehe eine Erstattung von mehreren Hundert bis Tausend Euro bereit. Über einen Link sollen die Empfänger das angebliche ELSTER-Portal aufrufen, persönliche Daten eingeben, ihre Bank auswählen und sich im Online-Banking anmelden.
Das Ministerium warnt ausdrücklich davor, dieser Aufforderung zu folgen. ELSTER verlange für die Auszahlung einer Steuererstattung keine Verknüpfung mit dem Online-Banking.
Die Steuerverwaltung fordere zudem niemals per E-Mail zur Eingabe sensibler Informationen wie Steuernummer, Kontoverbindung, Kreditkartennummer oder PIN auf.
Die Phishing-Mails sind nach Darstellung des Ministeriums teilweise professionell gestaltet und verwenden das ELSTER-Logo sowie Gestaltungselemente, die offiziellen Nachrichten ähneln. Konkrete Erstattungsbeträge, vermeintliche Aktenzeichen und Formulierungen wie „Genehmigt – Handlung erforderlich“ sollen den Eindruck einer echten Mitteilung erwecken; mit kurzen Fristen werde zusätzlich Zeitdruck aufgebaut.
Wer Zweifel an der Herkunft einer E-Mail hat, sollte nicht auf Links oder Buttons klicken, keine persönlichen Daten, Zugangsdaten oder Bankinformationen über Links in E-Mails eingeben und sich nicht durch angekündigte Erstattungen oder Fristen unter Druck setzen lassen. Ein offiziell aussehendes Logo oder ein vertraut wirkender Absender seien kein Beleg für die Echtheit.
Nutzer von Mein ELSTER sollten das Portal direkt über die offizielle ELSTER-Seite aufrufen und dort ihr persönliches Postfach prüfen; bei Zweifeln können sie sich an ihr zuständiges Finanzamt wenden.
E-Mails von ELSTER könnten lediglich darüber informieren, dass eine neue Nachricht im persönlichen Postfach bereitsteht; steuerrelevante Nachrichten würden nur dort bereitgestellt, und die Steuerverwaltung informiere nicht direkt im E-Mail-Text über eine mögliche Erstattung oder Nachzahlung. Wer bereits persönliche Daten oder Zugangsdaten auf einer verlinkten Seite eingegeben hat, sollte unverzüglich handeln und gegebenenfalls seine Bank sowie die Polizei informieren.
Verdächtige Nachrichten sollten nicht beantwortet und anschließend gelöscht werden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im bereitgestellten Artikeltext kommen keine Personen mit vollständigem Namen vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft, Steuerverwaltung, ELSTER, Polizei
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Saarbrücken
Worum geht es in einem Satz?
Das Finanz- und Wissenschaftsministerium Saarbrücken warnt vor Phishing-E-Mails im Namen der Steuerverwaltung, die angebliche Steuererstattungen ankündigen und Nutzer durch Links zur Eingabe persönlicher Daten bzw. zum vermeintlichen ELSTER-/Onlinebanking-Zugriff verleiten sollen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Betrügerische E-Mails im Namen der Steuerverwaltung, die eine angebliche Steuererstattung ankündigen und über einen Link zur Eingabe persönlicher Daten auffordern
- Gefälschte E-Mails mit dem Betreff „Amtliche Mitteilung zur Einkommensteuer“, die Empfänger zur Bestätigung von Kontodaten über einen blauen Button auffordern
- Nutzung einer bekannten Betrugsmasche mit Absenderadressen, die in den Fällen auf „t-online.de“ endeten
- Zeitdruck und täuschend echt gestaltete Inhalte mit ELSTER-Logo sowie Formulierungen, die „Genehmigt – Handlung erforderlich“ suggerieren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Das Ministerium warnt öffentlich vor den Betrugsmaschen im Namen der Steuerverwaltung
- Es weist darauf hin, dass die Nachrichten nicht von der Steuerverwaltung stammen
- Es macht ausdrücklich klar, dass ELSTER keine Verknüpfung mit Online-Banking für die Auszahlung von Steuererstattungen verlangt
- Es warnt davor, auf Links oder Buttons zu klicken und sensible Daten wie Steuernummer oder Kontoinformationen einzugeben
- Es fordert dazu auf, Mein ELSTER direkt über die offizielle ELSTER-Seite zu prüfen und sich bei Zweifeln an das zuständige Finanzamt zu wenden
- Es rät, verdächtige E-Mails nicht zu beantworten und anschließend zu löschen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Auszahlung wird nur vorgetäuscht, tatsächlich werden stattdessen persönliche Daten und Zugangsdaten erschlichen
- Verknüpfung des Online-Bankings mit ELSTER wird erschwindelt, obwohl ELSTER dafür keine solche Verknüpfung zur Auszahlung einer Steuererstattung verlangt
- Eingabe sensibler Informationen wie Steuernummer, Kontoverbindung, Kreditkartennummer oder PIN kann zu finanziellen Schäden führen
- Identitäts- und Konto- bzw. Zahlungsbetrug wird ermöglicht durch professionell gestaltete und täuschend echte Nachrichten
- Zeitdruck und irreführende Hinweise können dazu führen, dass Empfänger unüberlegt handeln und auf Links klicken
- Bei Eingabe von Daten auf einer verlinkten Betrugsseite besteht das Risiko, dass Konten oder Zugänge missbraucht werden
- Folge kann es sein, dass unberechtigte Zahlungen oder Abhebungen veranlasst werden können
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Das Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft gibt eine Warnung/Erklärung zu den betrügerischen E-Mails im Namen der Steuerverwaltung ab.
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