Bahn: Verspätungen durch Infrastrukturmängel steigen um 40 Prozent

Bahn: Verspätungen durch Infrastrukturmängel steigen um 40 Prozent

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Deutsche Bahn: Infrastruktur & Verspätungen in Berlin

Berlin () – Trotz der zahlreichen Sanierungen kämpft die Deutsche weiterhin mit ausfallenden Weichen, Oberleitungen und Stellwerken. Die Zahl der Verspätungsfälle, die mit gestörten Infrastrukturanlagen zusammenhängen, sei 2026 um 40 Prozent gestiegen, sagte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Der sehr kalte Winter am Anfang des Jahres und der sehr heiße Sommer hätten die Anlagen besonders strapaziert. Extreme beschädigten die Infrastruktur und verhinderten schnelle Reparaturen, sagte Nagl. Wenn man ganz Deutschland betrachte, gingen die Weichen, Oberleitungen und Stellwerke im Moment immer noch schneller kaputt, als sie repariert werden könnten.

Seit 2024 sperrt die Infrastrukturtochter der Bahn Streckenabschnitte für mehrere Monate, um sie komplett zu sanieren. Zuletzt gab es Kritik an diesen Korridorsanierungen, auch von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU), weil die Züge im Anschluss an die Bauarbeiten trotzdem noch unpünktlich fuhren. Nagl will dennoch an diesen Sanierungen festhalten.

Zu den Verspätungen auf der sanierten Strecke zwischen und Berlin erklärte Nagl, es habe Probleme mit der Leit- und Sicherungstechnik gegeben, die bei der Wiedereröffnung noch nicht vollständig in Betrieb gewesen sei. Der Fernverkehr musste deshalb stellenweise langsamer fahren. Hochgeschwindigkeitszüge nutzen ein spezielles Zugsicherungssystem. Um es zu aktivieren, müsse die Strecke sozusagen ein zweites Mal abgenommen werden. Natürlich könnte man diese Abnahmen mit in die Sperrzeit nehmen, dann müssten aber auch der Regional- und der Güterverkehr länger warten, obwohl sie dieses Leitsystem gar nicht brauchten, sagte Nagl. Seit Sonntag seien alle Abnahmefahrten abgeschlossen. Um Verspätungen bei der Wiedereröffnung einer Strecke in zu reduzieren, werde man nicht sofort alle Züge auf einmal fahren lassen.

Grundsätzlich sei die Pünktlichkeit der Züge auf sanierten Strecken nach den Baumaßnahmen höher als vorher, so der Bahnmanager. Bis die Effekte im ganzen Netz spürbar werden, so wie es die Deutsche Bahn zum Start der Korridorsanierungen versprochen hatte, müssen sich die Bahnfahrer aber weiter gedulden. Die Strahlwirkung werde man spüren, wenn man mit den ganz heiklen Sanierungen fertig sei. Das sei zum Beispiel Berlin-Hannover im und Hamburg-Hannover im Jahr 2029. Dann seien die großen Strecken erledigt. Und dann würden auch überall in Deutschland die Züge wieder pünktlicher kommen, versprach Nagl.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Bauarbeiten an einer Bahnstrecke (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Philipp Nagl, Steffen Bilger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsche Bahn, DB InfraGO, Die Zeit, Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, CDU

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (Anstieg der Verspätungsfälle um 40 Prozent „2026“ wegen infrastruktureller Störungen) fand im Jahr 2026 statt.

Weitere Zeitangaben im Text:

  • „am Anfang des Jahres“: sehr kalter Winter zu Beginn 2026
  • „im sehr heißen Sommer“: Sommer 2026
  • „seit 2024 sperrt die DB InfraGO Streckenabschnitte…“: Zeitraum ab 2024
  • „Zuletzt“: keine konkrete Datumsspanne genannt → Nicht erwähnt
  • „Seit Sonntag“: kein konkretes Datum → Nicht erwähnt
  • „im kommenden Jahr“ (Berlin–Hannover): 2027
  • „im Jahr 2029“ (Hamburg–Hannover): 2029

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Hamburg, Hannover, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Trotz umfangreicher Korridorsanierungen kämpft die Deutsche Bahn laut DB-InfraGO-Chef Philipp Nagl weiter mit ausfallenden Weichen, Oberleitungen und Stellwerken, wodurch die mit Infrastrukturstörungen zusammenhängenden Verspätungen 2026 um 40 % gestiegen seien.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Sehr kalter Winter Anfang des Jahres
  • Sehr heißer Sommer
  • Extreme Temperaturen als Belastungsschaden an Weichen, Oberleitungen und Stellwerken
  • Probleme mit der Leit- und Sicherungstechnik bei der Wiedereröffnung der sanierten Strecke zwischen Hamburg und Berlin
  • Noch nicht vollständig in Betrieb befindliche Leit- und Sicherungstechnik bei der Wiedereröffnung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) habe Kritik an den Korridorsanierungen geäußert, weil die Züge im Anschluss trotzdem noch unpünktlich fuhren

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zunahme von Verspätungen aufgrund gestörter Infrastrukturanlagen
  • Verzögerte bzw. unzureichende Reparaturfähigkeit durch extreme Temperaturen
  • Weichen Oberleitungen und Stellwerke verschleißen schneller als sie instandgesetzt werden können
  • Reduzierte Geschwindigkeit im Fernverkehr auf der sanierten Strecke Hamburg Berlin wegen Problemen mit der Leit- und Sicherungstechnik
  • Notwendigkeit erneuter Abnahmefahrten nach Wiedereröffnung zur Aktivierung bzw. vollständigen Inbetriebnahme der Zugsicherung
  • Weitere Geduld der Bahnfahrer erforderlich bis die positiven Effekte im gesamten Netz wirksam sind
  • Langfristige Verbesserungen der Pünktlichkeit erst nach Abschluss besonders anspruchsvoller Sanierungen erreichbar

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Philipp Nagl (DB InfraGO) sagt im Artikel, dass die Verspätungsfälle wegen gestörter Infrastrukturanlagen 2026 um 40 Prozent gestiegen seien und erklärt zudem die Ursachen der Probleme auf der Strecke Hamburg–Berlin sowie sein Vorgehen bei Wiedereröffnungen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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