Mehr Kontrollen und mehr gemeldete Arbeitsunfälle in Thüringen

Mehr Kontrollen und mehr gemeldete Arbeitsunfälle in Thüringen

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Arbeitsschutz in Thüringen: Kontrollen 2025

() – Die Thüringer Arbeitsschutzbehörden haben ihre Kontrolltätigkeit im Jahr 2025 weiter intensiviert. Das Thüringer Ministerium für , , Arbeit und Familie teilte am Mittwoch mit, dass die Beschäftigten des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz insgesamt 15.377 Überprüfungen durchgeführt haben.

Das waren rund 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die bundesgesetzlich vorgeschriebene Kontrollquote von fünf Prozent aller Betriebe pro Jahr gilt seit Jahresbeginn; Thüringen nähert sich dieser Marke mit den aus 2025 weiter an. Gleichzeitig stieg die Zahl der festgestellten Beanstandungen von 11.585 auf 12.803.

Bei den Arbeitsunfällen meldeten die Behörden für 2025 insgesamt 7.288 Fälle, nach 6.738 im Jahr 2024.

Das entspricht einem Anstieg um rund 8,2 Prozent. Die Zahl der schweren Arbeitsunfälle sank von 34 auf 28, die der tödlichen Unfälle von sechs auf drei.

In diesem Jahr wurden bis zum 14. Oktober 5.588 Arbeitsunfälle gemeldet, darunter 38 schwere; vier verunglückten tödlich.

Ein Schwerpunkt lag 2025 auf Baustellen. Bei einer landesweiten Schwerpunktaktion gab es zwischen Mai und Oktober 2025 insgesamt 499 Kontrollen auf 374 Baustellen.

Bei 397 Kontrollen wurden Mängel festgestellt, insgesamt 575 Einzelmängel dokumentiert. Besonders häufig betrafen diese fehlende oder unzureichende Absturzsicherungen an Gerüsten, Dächern und Baugruben.

Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk betonte, schon kleine Sicherheitsmängel könnten auf Baustellen schwerwiegende Folgen haben; vorschriftsmäßige Absturzsicherungen seien keine Nebensache.

Neben Unfallgefahren rücken psychische Belastungen in den Fokus. Bei 17 Prozent der untersuchten Betriebe wurden sie nicht in die Gefährdungsbeurteilung einbezogen; bei 37 Prozent wurde die Berücksichtigung als angemessen bewertet.

Bei den Berufskrankheiten wurden 2025 insgesamt 2.044 Verdachtsfälle bekannt, in 613 Fällen wurde eine Erkrankung als berufsbedingt eingeschätzt. Häufig waren Lärmschwerhörigkeit, durch natürliche UV-Strahlung verursachte Hautkrebserkrankungen und Erkrankungen infolge des beruflichen Umgangs mit Asbest.

In der dritten Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie von 2021 bis 2025 gab es in Thüringen 4.364 Betriebsbesichtigungen mit Systembewertung; das Ziel von 2.800 wurde damit deutlich übertroffen. Der Zuständigkeitsbereich umfasste im Berichtsjahr 85.692 Betriebe und 930.777 Beschäftigte.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Bauarbeiter auf einer Baustelle (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Katharina Schenk

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Thüringer Arbeitsschutzbehörden, Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz, Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk, Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA)

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand im Jahr 2025 statt (u. a. mit einem Baustellen-Schwerpunkt zwischen Mai und Oktober 2025).

Zusätzlich wird genannt: bis zum 14. Oktober (bezogen auf die gemeldeten Arbeitsunfälle im Jahr 2026).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Erfurt, Thüringen (landesweit, bei den Thüringer Arbeitsschutzbehörden)

Worum geht es in einem Satz?

Die Thüringer Arbeitsschutzbehörden haben 2025 ihre Kontrollen intensiviert, dabei mehr Überprüfungen, Beanstandungen und Arbeitsunfälle gemeldet sowie bei einer Schwerpunktaktion auf Baustellen häufig Mängel bei Absturzsicherungen festgestellt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Schwerpunktaktion auf Baustellen zwischen Mai und Oktober 2025 mit 499 Kontrollen auf 374 Baustellen
  • Fehlende oder unzureichende Absturzsicherungen an Gerüsten, Dächern und Baugruben
  • Psychische Belastungen nicht in die Gefährdungsbeurteilung einbezogen bei 17 Prozent der untersuchten Betriebe

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Rund 9,5 Prozent mehr Überprüfungen als im Vorjahr
  • Anstieg der Zahl der festgestellten Beanstandungen von 11.585 auf 12.803
  • Zunahme der gemeldeten Arbeitsunfälle von 6.738 auf 7.288
  • Rückgang schwerer Arbeitsunfälle von 34 auf 28
  • Rückgang tödlicher Arbeitsunfälle von sechs auf drei
  • Bis zum 14. Oktober wurden 5.588 Arbeitsunfälle gemeldet, darunter 38 schwere und vier tödliche
  • Schwerpunktaktionen auf Baustellen führten zu Mängelfeststellungen in 397 Kontrollen
  • Insgesamt 575 Einzelmängel auf den untersuchten Baustellen
  • Häufige Mängel betrafen fehlende oder unzureichende Absturzsicherungen an Gerüsten, Dächern und Baugruben
  • Anteil der Betriebe mit nicht oder unzureichend in die Gefährdungsbeurteilung einbezogenen psychischen Belastungen lag bei 17 Prozent
  • 37 Prozent der Betriebe bewerteten die Berücksichtigung psychischer Belastungen als angemessen
  • 2.044 Verdachtsfälle auf Berufskrankheiten, davon 613 berufsbedingt eingeschätzt
  • Zielerreichung und deutliche Überschreitung der Betriebsbesichtigungen mit Systembewertung mit 4.364 Fällen statt 2.800
  • Berichtsjahr umfasste 85.692 Betriebe und 930.777 Beschäftigte

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk betonte, schon kleine Sicherheitsmängel könnten auf Baustellen schwerwiegende Folgen haben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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