Wirtschaft: Dax-Rückgang in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.319 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
„Während sich die deutschen Standardwerte in den vergangenen Handelstagen noch vergleichsweise robust gegenüber dem Ausverkauf im US-Technologiesektor gezeigt hatten, ist diese relative Stärke heute ins Wanken geraten“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.
„Sorgen bereiten Hinweise auf mögliche Einschränkungen des US-Flugverkehrs über dem Nahen Osten, die Spekulationen über eine weitere militärische Eskalation im Iran nähren. Gleichzeitig wird in Washington über eine Lockerung der Beschränkungen für russische Öltanker nachgedacht. Damit geraten zwei ohnehin hochbrisante Konflikte auch wirtschaftlich zunehmend in Wechselwirkung. Die Energiepreise werden immer stärker zum Bindeglied geopolitischer Risiken und zu einem entscheidenden Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte.“
„Hinzu kommen die angespannten Entwicklungen in Frankreich und Indonesien. Erinnerungen an die Asienkrise von 1997 und die europäische Schuldenkrise von 2011 werden wach. Noch ist die Situation mit diesen historischen Verwerfungen nicht vergleichbar, doch die wachsende Zahl gleichzeitiger Krisenherde erhöht die Gefahr von Ansteckungseffekten. Für die Anleger wird es zunehmend schwieriger, die Risiken einzelner Regionen und Anlageklassen voneinander zu trennen.“
In einem solchen Umfeld schwinde die Bereitschaft, hohe Bewertungen insbesondere im Technologiesektor zu akzeptieren. Die Gefahr einer breiteren Neubewertung an den Aktienmärkten und größerer Umschichtungen zwischen den Anlageklassen wachse. „Noch bilden die überwiegend soliden Unternehmensgewinne ein wichtiges Gegengewicht zu den geopolitischen und inflationären Risiken.“
„Die Börsen stehen damit vor einer Bewährungsprobe. Solange die Unternehmensgewinne überzeugen und die Inflation nicht erneut außer Kontrolle gerät, bleibt das Marktgefüge einigermaßen stabil. Sollte jedoch eine dieser beiden Stützen wegbrechen, könnte aus der aktuellen Nervosität schnell eine deutlich umfassendere Korrektur werden. Die größte Gefahr für die Aktienmärkte ist derzeit nicht ein einzelner Krisenherd, sondern das gleichzeitige Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1217 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8915 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.145 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,81 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 108,00 US-Dollar, das waren 182 Cent oder 1,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis (Bericht: „Zum Wochenstart … Zum Xetra-Handelsschluss …“ sowie Währungs-/Gold-/Ölpreise „am Montagnachmittag“) fand am Montag statt—konkret nicht genauer datiert im Text.
Datum/Zeitraum: Montag, zum Xetra-Handelsschluss bzw. montagnachmittags
Nicht erwähnt: das konkrete Kalenderdatum
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse), Xetra (Börsenhandel)
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenstart ist der Dax um 1,2 % gefallen, weil sich die zuvor relative Robustheit gegenüber US-Tech-Verkäufen auflöst und geopolitische sowie wirtschaftliche Risiken (Nahost/Iran, Energiepreise, weitere Krisenherde) an den Märkten zunehmen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Mögliche Einschränkungen des US-Flugverkehrs über dem Nahen Osten
Spekulationen über eine weitere militärische Eskalation im Iran
Lockerung der Beschränkungen für russische Öltanker in Washington
Angespannte Entwicklungen in Frankreich
Angespannte Entwicklungen in Indonesien
Wachsende Zahl gleichzeitiger Krisenherde und Ansteckungsgefahr
Schwinden der Bereitschaft, hohe Bewertungen insbesondere im Technologiesektor zu akzeptieren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine konkrete Beschreibung, wie Politik Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Abnahme der Kurse an den Aktienmärkten und erhöhte Nervosität der Anleger
- Gefahr einer breiteren Neubewertung der Aktienbewertungen insbesondere im Technologiesektor
- Größere Umschichtungen zwischen Anlageklassen
- Erhöhte Unsicherheit für Finanzmärkte durch als wirtschaftlich relevant wahrgenommene geopolitische Risiken
- Erhöhte Gefahr von Ansteckungseffekten zwischen Regionen und Anlageklassen
- Risiko einer umfassenderen Korrektur an den Aktienmärkten bei Wegfall zentraler Stützfaktoren
- Goldpreis sinkt
- Ölpreis sinkt deutlich
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme/ Reaktion von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) zitiert.
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