Wirtschaft in Frankfurt am Main
Frankfurt am Main () – Erstmals liegen Zahlen zur Produktionsverlagerung im Mittelstand vor: 15 Prozent der Industrieunternehmen verlagern Produktionsstätten oder planen das, bei Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz sind es sogar 31 Prozent. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag von FTI Andersch, aus der das „Handelsblatt“ berichtet.
„Die Unternehmer warten nicht mehr auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen“, sagte FTI-Chef Christian Säuberlich der Zeitung. Befragt wurden 150 Geschäftsführer aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und energieintensiver Branchen wie zum Beispiel der Chemieindustrie. Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollten in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten investieren, jedes zweite in industrielle Künstliche Intelligenz (KI). Offen bleibe, ob dies in Deutschland geschieht. Von den befragten Unternehmen bauen der Umfrage zufolge 21 Prozent in Deutschland Kapazitäten ab, elf Prozent ganze Produktionsstätten.
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hätten 63 Prozent der Befragten ihre Investitionen wegen hoher geopolitischer Unsicherheit und schwieriger Rahmenbedingungen noch zurückgestellt. Damals erwarteten noch rund 50 Prozent eine bessere Geschäftslage. Aktuell seien es nur 26 Prozent. Eine Mehrheit von 65 Prozent rechne aktuell mit einer annähernd gleichbleibenden Lage – und investiere trotzdem, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Umfrage.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christian Säuberlich
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Forsa, FTI Andersch, Handelsblatt, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von FTI Andersch verlagern oder planen 15 Prozent der Industrieunternehmen (31 Prozent bei >100 Mio. € Umsatz) im Mittelstand Produktionsstandorte, während 65 Prozent mit gleichbleibenden Rahmenbedingungen rechnen, aber dennoch investieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- hohe geopolitische Unsicherheit
- schwierige Rahmenbedingungen
- fehlende Erwartung einer Veränderung der Rahmenbedingungen
- Unsicherheit bei der Geschäftslage
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Unternehmer warten nicht mehr auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen
- Mehrheit rechnet aktuell mit annähernd gleichbleibender Lage und investiert trotzdem
- Unternehmen, die zuletzt Investitionen wegen geopolitischer Unsicherheit zurückstellten, erwarten nun deutlich seltener eine bessere Geschäftslage
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Produktionsverlagerung und -planung nimmt zu
- Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten steigen
- Investitionen in industrielle KI steigen
- Ein Teil der Unternehmen baut Kapazitäten in Deutschland ab
- Ein weiterer Teil plant den Rückbau ganzer Produktionsstätten in Deutschland
- Investitionen werden trotz hoher Unsicherheit fortgesetzt, statt vollständig zurückgestellt zu werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. FTI-Chef Christian Säuberlich wird mit dem Satz „Die Unternehmer warten nicht mehr auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen“ zitiert.
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