Arbeitsmarktpolitik in Berlin
Berlin () – Nach Einschätzung des Arbeitsmarktforschers Enzo Weber sollte der Staat Abfindungen künftig nutzen, um Menschen in neue Jobs zu bringen, statt ihren Jobverlust zu entschädigen. „Nicht entschädigen für Jobverlust, sondern Jobgewinn unterstützen“, sagte Weber den Sendern RTL und ntv. „Das wäre wirklich mal eine Weltneuheit.“
Deutschland stecke in einer Erneuerungskrise, weil Investitionen und Innovationen fehlten und kaum neue Jobs entstünden, so Weber. Entscheidend sei, dass Beschäftigte in aufstrebende Branchen wechselten und sich weiterqualifizierten. Die Förderung von Jobwechseln könne sich auch für den Staat rechnen: „Wenn wir dahin kommen, dass wirklich wieder mehr Jobs mit Zukunftsperspektive entstehen, dann kommen daraus auch Steuer- und Beitragseinnahmen.“
Mit Blick auf die Rentenreform schlug Weber vor, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren durch einen Sonderzuschlag zu ersetzen. „Wenn du 45 Jahre erreicht hast, dann steht dir ein Sonderzuschlag in gleicher Höhe zu“, sagte er. Anders als bisher solle dafür nicht die Bedingung sein, dass Beschäftigte tatsächlich früher in Rente gingen. „Das ist dann auch eine Belohnung für noch länger machen und eine Anerkennung dafür, dass man drin bleibt.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Enzo Weber
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesagentur für Arbeit, RTL, ntv
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut Arbeitsmarktforscher Enzo Weber sollte der Staat künftig eher Abfindungen zur Unterstützung von Jobwechseln und Qualifizierung in zukunftsträchtige Bereiche einsetzen als Jobverlust zu entschädigen, und bei der Rentenreform eine abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren durch einen Sonderzuschlag belohnen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Erneuerungskrise in Deutschland durch fehlende Investitionen und Innovationen sowie kaum entstehende neue Jobs
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Menschen sollen durch staatliche Abfindungen stärker in neue Jobs vermittelt statt für Jobverlust entschädigt zu werden
- Beschäftigte sollen häufiger in aufstrebende Branchen wechseln und sich weiterqualifizieren
- Es sollen wieder mehr Jobs mit Zukunftsperspektive entstehen
- Daraus sollen zusätzliche Steuer- und Beitragseinnahmen für den Staat resultieren
- Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren soll durch einen Sonderzuschlag ersetzt werden
- Der Sonderzuschlag soll für das Erreichen von 45 Beitragsjahren gelten
- Der Sonderzuschlag soll unabhängig davon sein, ob Beschäftigte tatsächlich früher in Rente gehen
- Die Reform soll als Belohnung dafür wirken, länger im Erwerbsleben zu bleiben
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Enzo Weber wird mit Zitaten zu den Forderungen des Artikels direkt zitiert.
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