Wirtschaftliche Lage im Tourismus Schwerins
Schwerin () – Mecklenburg-Vorpommern hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 4,8 Millionen Ankünfte und 18,9 Millionen Übernachtungen im Tourismus verzeichnet. Das teilte die MV Tourismus GmbH mit.
Die Ankünfte stiegen um 4,3 Prozent, die Übernachtungen um 1,6 Prozent. Damit liegt das Land über dem Bundesdurchschnitt von plus 0,8 Prozent bei 282 Millionen Übernachtungen.
Wirtschaftsminister Wolfgang Blank sagte, der gute Saisonverlauf zeige die Attraktivität des Urlaubslandes, die erfreulichen Zahlen dürften aber nicht über die Herausforderungen der Branche hinwegtäuschen. Steigende Kosten belasteten die Betriebe, viele Gäste gäben zurückhaltender Geld aus.
Nötig seien neue Zielgruppen, mehr internationale Gäste und wetterunabhängige Angebote.
Die Branchenumfrage der MV Tourismus GmbH mit rund 260 Teilnehmern ergibt ein differenziertes Bild. Mit dem Verlauf der Hauptsaison zeigten sich 50 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden, nach 53 Prozent im Vorjahr.
24 Prozent äußerten sich neutral, 27 Prozent unzufrieden oder sehr unzufrieden. Für das erste Halbjahr waren 39 Prozent zufrieden, 23 Prozent neutral und 38 Prozent unzufrieden oder sehr unzufrieden.
Geschäftsführer Peter Kranz sagte, der Sommer wirke stark, die Herausforderungen blieben aber. Für höhere Zufriedenheit über das Jahr werde die Nebensaison mit attraktiven Angeboten wichtiger.
Umsatz und Ertrag entwickelten sich in der Hauptsaison für einen größeren Teil der Betriebe rückläufig.
42 Prozent der Betriebe bewerteten ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als sehr gut oder gut, 42 Prozent neutral und 17 Prozent schlecht oder sehr schlecht. Jedes dritte Unternehmen ist vom Arbeitskräftemangel betroffen, vor allem im Service, in der Küche und im Housekeeping.
Die Preise für touristische Angebote stiegen im Durchschnitt um 7,2 Prozent. Rund 40 Prozent der Gastgeber halten Angebote für internationale Gäste bereit, darunter digitale Zahlungsmöglichkeiten, mehrsprachige Informationen, Internetseiten und Speisekarten.
Für die kommenden Monate erwarten die Betriebe eine etwas geringere Auslastung als im Vorjahr.
Für Oktober werden 48 Prozent und für November 23 Prozent erwartet, nach 51 und 25 Prozent im Vorjahr. Kranz verwies auf den Urlaubsplanungsindex, der mit 81 Punkten unter dem Referenzwert von 100 Punkten aus dem Herbst 2025 liege.
Hohe Preise, etwa für Benzin und Diesel, wirkten sich auf das Buchungsverhalten aus. Mit der Kampagne „Herbstlich Willkommen“ wirbt die MV Tourismus GmbH für Urlaub nach dem Sommer.
DEHOGA-Präsident Lars Schwarz sagte, mehr Gäste bedeuteten nicht automatisch mehr Umsatz und Gewinn.
Das Gastgewerbe steuere auf das siebte Verlustjahr in Folge zu. Die Betriebe könnten steigende Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten nicht dauerhaft auffangen.
Die Branche brauche Entlastung, verlässliche Rahmenbedingungen, den Erhalt der Minijobs, flexiblere Wochenarbeitszeiten und weniger Bürokratie. Die MV Tourismus GmbH will ihre internationalen Markt-Pools fortsetzen.
In den ersten sieben Monaten gab es 214.000 internationale Ankünfte, aber 561.000 Übernachtungen internationaler Gäste, ein Rückgang um 3,1 Prozent.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfgang Blank, Peter Kranz, Lars Schwarz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
MV Tourismus GmbH, Wirtschaftsminister Wolfgang Blank, Peter Kranz, DEHOGA-Präsident Lars Schwarz, DEHOGA, MV Tourismus GmbH
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin)
Worum geht es in einem Satz?
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 4,8 Millionen Ankünfte und 18,9 Millionen Übernachtungen im Tourismus (+4,3% bzw. +1,6%), doch trotz der guten Saison zeigen Umfragen steigende Kosten, zurückhaltendere Ausgaben und Probleme wie Arbeitskräftemangel sowie Sorgen für die Nebensaison und die kommenden Monate.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Kosten belasteten die Betriebe, darunter steigende Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten
- Viele Gäste gaben zurückhaltender Geld aus
- Hohe Preise, insbesondere für Benzin und Diesel, wirkten sich auf das Buchungsverhalten aus
- Arbeitskräftemangel betraf vor allem Service, Küche und Housekeeping
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine beschriebenen Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien in dem Artikel.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 4,8 Millionen Ankünfte und 18,9 Millionen Übernachtungen im Tourismus in den ersten sieben Monaten mit Wachstum bei Ankünften und Übernachtungen
- Positionierung über dem Bundesdurchschnitt bei den Übernachtungen
- Trotz guter Zahlen bleiben steigende Kosten und zurückhaltendere Ausgaben der Gäste eine Belastung für die Betriebe
- Bedarf an neuen Zielgruppen sowie mehr internationalen Gästen und wetterunabhängigen Angeboten
- Zufriedenheit in der Hauptsaison teilweise rückläufig und insgesamt ein gemischtes Lagebild in der Branchenumfrage
- Umsatz und Ertrag entwickeln sich für einen größeren Teil der Betriebe rückläufig
- Ein Teil der Betriebe bewertet die wirtschaftliche Lage als sehr gut oder gut, während ein relevanter Anteil neutral oder schlecht abschneidet
- Arbeitskräftemangel betrifft etwa jedes dritte Unternehmen vor allem im Service, in der Küche und im Housekeeping
- Steigende Preise für touristische Angebote, während internationale Angebote nur von einem Teil der Gastgeber bereitgestellt werden
- Für die kommenden Monate wird eine etwas geringere Auslastung als im Vorjahr erwartet
- Hohe Preise belasten das Buchungsverhalten
- Perspektivisch wird die Nebensaison wichtiger, um über das Jahr hinweg höhere Zufriedenheit zu erreichen
- Mehr Gäste führen nicht automatisch zu mehr Umsatz und Gewinn
- Die Branche steuert auf ein weiteres Verlustjahr zu, weil steigende Kosten nicht dauerhaft kompensiert werden können
- Forderungen nach Entlastung durch verlässliche Rahmenbedingungen, Erhalt der Minijobs, flexiblere Wochenarbeitszeiten und weniger Bürokratie
- Fortsetzung der internationalen Markt-Pools
- Rückgang internationaler Übernachtungen bei gleichzeitigem Anstieg der internationalen Ankünfte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank und der Geschäftsführer Peter Kranz sowie DEHOGA-Präsident Lars Schwarz werden im Artikel mit Stellungnahmen bzw. Reaktionen zitiert.
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