BSW sieht keine Datengrundlage für 40-Stunden-Forderung bei VW in Zwickau

BSW sieht keine Datengrundlage für 40-Stunden-Forderung bei VW in Zwickau

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Wirtschaft: Volkswagen in Zwickau unter Druck

Dresden () – Die Staatsregierung kann die Forderung von Ministerpräsident Michael Kretschmer nach einer Rückkehr zur 40-Stunden-Woche bei Volkswagen in nicht mit konkreten Produktivitätsdaten untermauern. Das teilt der Zwickauer Landtagsabgeordnete Bernd Rudolph mit, der dazu eine Kleine Anfrage an die Staatsregierung gestellt hat.

Wie aus der Antwort hervorgeht, verweist die Staatsregierung auf die Frage nach den konkreten und Berechnungen lediglich allgemein darauf, dass fünf Stunden zusätzliche Wochenarbeitszeit bei gleichem Lohn die Arbeitskosten je Stunde senken könnten.

Ob dadurch die Wertschöpfung je Arbeitsstunde tatsächlich steigt, kann sie dagegen nicht prognostizieren. Auch zur Entwicklung der Arbeitsstunden je produziertem Fahrzeug in Zwickau liegen ihr keine Erkenntnisse vor.

Erstmals nennt die Staatsregierung eine Größenordnung für die Produktionskosten: In Zwickau liegen sie derzeit bei unter 5.000 je Fahrzeug, während einzelne und europäische Konzernstandorte rund 3.000 Euro erreichen.

Zugleich warnt die Staatsregierung selbst vor einem direkten Vergleich, weil Auslastung und Gemeinkostenverrechnung unterschiedlich seien. Diese Faktoren könnten die Produktionskosten in Zwickau erheblich reduzieren.

Das Werk ist dabei deutlich unterausgelastet: Einer Kapazität von rund 360.000 Fahrzeugen stehen 212.000 produzierte Fahrzeuge im Jahr 2025 und voraussichtlich rund 200.000 im Jahr 2026 gegenüber.

Rudolph erklärt: „Damit ist klar: Kretschmers Forderung nach fünf Stunden Mehrarbeit beruht nicht auf dem Nachweis, dass die Beschäftigten in Zwickau zu wenig leisten oder dass dadurch mehr Wertschöpfung je Arbeitsstunde entsteht. Im Kern geht es darum, den einer Arbeitsstunde zu drücken.“

Ein Werk mit Kapazität für 360.000 Autos werde nicht dadurch besser ausgelastet, dass die Beschäftigten länger arbeiten. Volkswagen müsse Zwickau Modelle und Stückzahlen geben, statt die Folgen fehlender Auslastung auf die Belegschaft abzuwälzen.

Wer behaupte, Zwickau sei im europäischen Vergleich zu teuer, müsse außerdem offenlegen, wie dieser Vergleich zustande kommt. Rudolph kündigte an, nachzuhaken, welche Werke die Staatsregierung mit 3.000 Euro Produktionskosten meint und wie sich Auslastung, Gemeinkosten und tatsächliche Arbeitsproduktivität dort von Zwickau unterscheiden.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Volkswagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Michael Kretschmer, Bernd Rudolph

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Staatsregierung, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Volkswagen, Zwickauer Landtagsabgeordnete Bernd Rudolph, Landtag, Zwickau, deutsche Konzernstandorte, europäische Konzernstandorte

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Dresden, Zwickau, Deutschland, Europa, Zwickau (Volkswagen-Werk), deutsche und europäische Konzernstandorte

Worum geht es in einem Satz?

Die sächsische Staatsregierung kann Kretschmers Forderung nach einer Rückkehr zur 40-Stunden-Woche bei Volkswagen in Zwickau nicht mit konkreten Produktivitäts- oder Wertschöpfungsdaten belegen und verweist lediglich allgemein auf mögliche Kostensenkungen durch längere Arbeitszeit, während der Landtagsabgeordnete Rudolph kritisiert, es gehe dabei im Kern vor allem um das „Drücken“ des Preises einer Arbeitsstunde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung nach Rückkehr zur 40-Stunden-Woche bei Volkswagen in Zwickau
  • fehlende konkreten Produktivitätsdaten der Staatsregierung zur Begründung der Mehrarbeit
  • Hinweis der Staatsregierung, dass fünf Stunden zusätzliche Wochenarbeitszeit bei gleichem Lohn die Arbeitskosten je Stunde senken könnten
  • Unterauslastung des Werks in Zwickau im Vergleich zur Kapazität

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • keine konkrete Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Arbeitskosten je Stunde könnten durch fünf zusätzliche Wochenarbeitsstunden bei gleichem Lohn sinken
  • Ob dadurch die Wertschöpfung je Arbeitsstunde tatsächlich steigt, kann die Staatsregierung nicht prognostizieren
  • Die Entwicklung der Arbeitsstunden je produziertem Fahrzeug ist nicht bekannt
  • Ein direkter Vergleich der Produktionskosten wird als verzerrt eingestuft, weil Auslastung und Gemeinkostenverrechnung unterschiedlich seien
  • Produktionskosten in Zwickau könnten je nach Auslastung und Gemeinkosten erheblich niedriger ausfallen
  • Das Werk in Zwickau ist deutlich unterausgelastet, wodurch sich die Kostenlage und Effizienz beeinflussen kann
  • Kritisiert wird, dass die Forderung im Kern darauf abziele, den Preis einer Arbeitsstunde zu drücken
  • Es wird betont, dass höhere Auslastung durch Zuweisung von Modellen und Stückzahlen erreicht werden müsse, nicht durch längere Arbeitszeiten der Beschäftigten
  • Es wird gefordert, offenzulegen, wie europäische Vergleichswerte zu Produktionskosten zustande kommen und wie sich Produktivität und Rahmenbedingungen unterscheiden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Der Zwickauer Landtagsabgeordnete Bernd Rudolph wird mit einer Stellungnahme direkt zitiert („Damit ist klar…“ sowie „…muss außerdem offenlegen…“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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