Politik & Thüringer Feuerwehren: Einsatzlage 2025
Mühlhausen () – Die Thüringer Feuerwehren sind im vergangenen Jahr zu 35.900 Einsätzen alarmiert worden. Das teilte das Thüringer Innenministerium am Freitag mit.
Das entspricht durchschnittlich fast 100 Alarmierungen pro Tag und nahezu einem Einsatz alle 15 Minuten.
Innenminister Georg Maier (SPD) hat den Brand- und Katastrophenschutzbericht 2025 am Freitag in Mühlhausen vorgestellt. Während die Gesamtzahl der Einsätze gegenüber 2024 leicht zurückging, mussten die Feuerwehren deutlich häufiger Brände bekämpfen.
5.349 Brandeinsätze (2024: 4.881) bedeuten einen Anstieg um 9,6 Prozent. Besonders stark nahm die Zahl der Großbrände zu: 225 (2024: 154) und damit 46 Prozent mehr.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Vegetationsbränden.
868 Brände von Gras, Heide, Busch, Moor oder Ackerflächen (2024: 583) wurden registriert. Bei Wald- und Baumbränden waren es 433 Einsätze (2024: 310).
Eine besondere Bewährungsprobe war der Vegetationsbrand auf der Saalfelder Höhe bei Gösselsdorf. Bei dem flächenmäßig größten Vegetationsbrand, den es bislang in Thüringen gegeben hat, waren Einsatzkräfte aus dem gesamten Freistaat gefordert.
Auch abseits von Bränden bleibt die Belastung hoch. Die Feuerwehren absolvierten 24.471 Hilfeleistungseinsätze (2024: 25.042).
Besonders häufig unterstützten sie den Rettungsdienst: 5.085-mal (2024: 4.773). Einen neuen Höchststand erreichten die Einsätze für Menschen in Notlagen mit 4.080 Fällen (2024: 3.969).
Trotz veränderter kommunaler Strukturen bleibt die personelle Basis der Feuerwehren weitgehend stabil.
In Thüringen gab es 538 Feuerwehren (2024: 554) mit 1.518 Freiwilligen Stadt- beziehungsweise Ortsteilfeuerwehren (2024: 1.560). Der Rückgang ist insbesondere Folge von Gemeindezusammenschlüssen und der damit verbundenen Neuorganisation der Feuerwehren.
Die Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen verringerte sich nur gering: um 0,8 Prozent auf 33.897 (2024: 34.169). Das Rückgrat bleibt das Ehrenamt.
32.699 aktive Feuerwehrangehörige (2024: 33.081) engagierten sich ehrenamtlich, das sind rund 96,5 Prozent aller aktiven Feuerwehrangehörigen. Zugleich stieg die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten auf 1.198 (2024: 1.088).
Besonders deutlich war der Zuwachs bei den hauptamtlichen Kräften innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren: 267 (2024: 172).
Stabil zeigt sich auch der Nachwuchs. In den Jugendfeuerwehren engagierten sich 15.824 Kinder und Jugendliche (2024: 15.828).
1.122 von ihnen wechselten 2025 in die Einsatzabteilungen. Die Zahl der Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren stieg auf 4.056 (2024: 3.871), ihr Anteil liegt bei mehr als zwölf Prozent.
Auch die Ausbildung wurde weiter ausgebaut. An der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule nahmen 4.605 Einsatzkräfte (2024: 4.402) an 259 Lehrgängen teil.
Weitere 2.304 Einsatzkräfte (2024: 1.828) nutzten die Übungsanlagen abends oder am Wochenende. Insgesamt erreichte die Schule 6.909 Feuerwehrangehörige (2024: 6.230).
Das Land unterstützte die Kommunen zudem bei der Modernisierung. Bewilligt wurden unter anderem rund 11,6 Millionen Euro für 78 Feuerwehrfahrzeuge, rund 1,5 Millionen Euro für Feuerwehrhäuser und Feuerwehrtechnische Zentren sowie rund 868.000 Euro für 201 neue oder umgerüstete Sirenen.
Die bewilligten Zuwendungen im Brandschutz beliefen sich auf rund 26,4 Millionen Euro. Im Katastrophenschutz wurden weitere rund 2,9 Millionen Euro bewilligt.
Zudem beschaffte der Freistaat 13 Katastrophenschutzfahrzeuge und -systeme im Wert von rund 5,9 Millionen Euro. Die Ausgaben des Landes für den Bevölkerungsschutz beliefen sich 2025 auf 50,3 Millionen Euro.
Eine positive Entwicklung gab es bei den Fehlalarmierungen. Ihre Zahl sank erstmals seit 2021 wieder auf 6.080 (2024: 6.519), ein Rückgang um 6,7 Prozent.
Besonders deutlich verringerte sich die Zahl böswilliger Alarmierungen auf 150 (2024: 292).
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Feuerwehr (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Georg Maier
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Thüringer Innenministerium, Innenminister Georg Maier (SPD), Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, Thüringen, Rettungsdienst, Saalfelder Höhe bei Gösselsdorf, Freistaat, Kommunen, Gemeindezusammenschlüsse, Freiwillige Feuerwehr(en), Freiwilligen Stadt- beziehungsweise Ortsteilfeuerwehren, Einsatzabteilungen, Jugendfeuerwehren, hauptamtliche Kräfte, ehrenamtliche Feuerwehrangehörige, Feuerwehrtechnische Zentren, Bevölkerungsschutz, Brandschutz, Katastrophenschutz, Sirenen, Katastrophenschutzfahrzeuge und -systeme
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Nicht erwähnt (im Text steht nur „im vergangenen Jahr“ sowie die Vorstellung des Berichts „am Freitag“; ein konkretes Datum des Ereigniszeitraums wird nicht genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Mühlhausen, Thüringen (Land/“Freistaat Thüringen”), Saalfelder Höhe (bei Gösselsdorf)
Worum geht es in einem Satz?
Die Thüringer Feuerwehren wurden 2025 zu insgesamt 35.900 Einsätzen alarmiert, wobei die Zahl der Brandeinsätze deutlich stieg, während zugleich die personelle Basis (Ehrenamt überwiegend stabil), der Nachwuchs, die Ausbildung sowie Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur gefördert wurden und die Fehlalarmierungen zurückgingen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Thüringer Feuerwehren mussten deutlich häufiger Brände bekämpfen.
- Besonders stark nahm die Zahl der Großbrände zu.
- Deutlich gestiegen waren Vegetationsbrände, insbesondere auf der Saalfelder Höhe bei Gösselsdorf.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Gesamtzahl der Einsätze ging gegenüber 2024 leicht zurück
- Feuerwehren mussten deutlich häufiger Brände bekämpfen
- Zahl der Brandeinsätze stieg um 9,6 Prozent auf 5.349
- Großbrände nahmen stark zu auf 225, das entspricht 46 Prozent mehr
- Vegetationsbrände stiegen deutlich auf 868 Einsätze
- Wald- und Baumbrände nahmen zu auf 433 Einsätze
- Hilfeleistungseinsätze lagen weiterhin auf hohem Niveau bei 24.471
- Unterstützung für den Rettungsdienst stieg auf 5.085 Einsätze
- Einsätze für Menschen in Notlagen stiegen auf 4.080 Fälle
- Rückgang der Zahl der Feuerwehren aufgrund von Gemeindezusammenschlüssen und Neuorganisation
- Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen verringerte sich nur gering um 0,8 Prozent auf 33.897
- Zahl hauptamtlich Beschäftigter stieg auf 1.198, besonders innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren auf 267
- Frauenanteil in den Freiwilligen Feuerwehren stieg auf 4.056
- Ausbildung und Lehrgänge wurden weiter ausgebaut, auch Nutzung von Übungsanlagen nahm zu
- Modernisierung durch Landesförderung für Fahrzeuge Feuerwehrhäuser technische Zentren sowie Sirenen
- Fehlalarmierungen sanken erstmals seit 2021 wieder auf 6.080
- Zahl böswilliger Alarmierungen sank deutlich auf 150
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein. Es wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.
- US-Börsen legen zu – KI-Hype treibt Kurse - 6. Oktober 2026
- Bundestagskommission will Taiwan-Krisenpläne für Unternehmen - 6. Oktober 2026
- Kiesewetter nennt Hanning-Fall "Supergau" für Nachrichtendienste - 6. Oktober 2026

