Wirtschaft: BDI warnt vor China-Risiken in Forschung
Berlin () – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor wachsenden Sicherheitsrisiken durch Forschungskooperationen mit China. „China verfolgt den Zugang zu Schlüsseltechnologien und Know-how systematisch, langfristig und mit einem breiten Instrumentarium“, sagte Kerstin Petretto, Senior Referentin für Innovation, Sicherheit und Technologie beim BDI, dem „Handelsblatt“. „Dazu können auch wissenschaftliche Kooperationen und vermeintlich zivile Kontakte genutzt werden“, sagte Petretto. Besonders kritisch könne dies bei Technologien sein, „die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch relevant sind“.
Hintergrund sind Warnungen des Verfassungsschutzes, wonach China wissenschaftliche Kooperationen nutzen könne, um an Technologie und Know-how zu gelangen. Als Schwachstellen nennt die Behörde unter anderem rechtliche Grauzonen und mangelndes Risikobewusstsein. „Der BDI nimmt die Warnung des Verfassungsschutzes sehr ernst“, sagte Petretto. Dabei gehe es um mehr als formelle Kontrollen. „Wir reden nicht nur über formelle Prüfmechanismen, sondern über eine grundlegende Haltung zum Partner China, der eben heute vor allem auch ein systemischer Wettbewerber ist.“
Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssten „Kooperationen in sensiblen Feldern also risikobasiert prüfen, Zugänge zu Daten und Wissen konsequent begrenzen und ihr Personal stärker sensibilisieren“, sagte Petretto. Von großer Bedeutung sei dabei auch „die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden“. „Frühzeitige Hinweise, belastbare Lageinformationen und ein verlässlicher Informationsaustausch helfen, Kooperationspartner und mögliche Risiken fundiert zu bewerten“, sagte Petretto. „Forschungsfreiheit ist ein hohes Gut. Sie entbindet aber nicht von der Verantwortung, unser Wissen, unsere Innovationskraft und unsere technologische Souveränität zu schützen.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Kerstin Petretto
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Kerstin Petretto, „Handelsblatt“, Verfassungsschutz
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der BDI warnt vor wachsenden Sicherheitsrisiken durch Forschungskooperationen mit China, da Peking gezielt an Schlüsseltechnologien und Know-how gelangen könne, und fordert risikobasierte Prüfungen, konsequente Begrenzung sensibler Zugänge sowie engere Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnungen des Verfassungsschutzes, dass China wissenschaftliche Kooperationen nutzen könne, um an Technologie und Know-how zu gelangen
- Rechtliche Grauzonen
- Mangelndes Risikobewusstsein
- Systematisches langfristiges Vorgehen Chinas zum Zugang zu Schlüsseltechnologien und Know-how mit breitem Instrumentarium
- Nutzung auch wissenschaftlicher Kooperationen und vermeintlich ziviler Kontakte für den Technologiezugang
- Besonders Kritikalität bei Technologien, die sowohl wirtschaftlich als auch militärisch relevant sind
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der BDI verweist auf Warnungen des Verfassungsschutzes und bewertet diese als ernst
- Der Artikel beschreibt keine konkrete Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien, sondern vor allem die Position des BDI
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Wachsende Sicherheitsrisiken durch Forschungskooperationen mit China
- Systematischer Zugang zu Schlüsseltechnologien und Know-how
- Nutzung wissenschaftlicher Kooperationen und zivil wirkender Kontakte als Mittel zur Technologiegewinnung
- Zusätzliche Gefährdung bei Technologien mit wirtschaftlicher und militärischer Relevanz
- Notwendigkeit risikobasierter Prüfung von Kooperationen in sensiblen Feldern
- Konsequente Begrenzung von Zugängen zu Daten und Wissen
- Stärkere Sensibilisierung des Personals
- Enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden
- Frühzeitige Hinweise belastbare Lageinformationen und verlässlicher Informationsaustausch zur Bewertung von Kooperationspartnern und Risiken
- Schutz von Wissen Innovationskraft und technologischer Souveränität als notwendige Verantwortung trotz Forschungsfreiheit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Kerstin Petretto (BDI) wird mit mehreren wörtlichen Aussagen zitiert, u. a. zur Warnung vor Sicherheitsrisiken durch Forschungskooperationen mit China.
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