Dax lässt deutlich nach – Anleihen legen weiter zu

Dax lässt deutlich nach – Anleihen legen weiter zu

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Wirtschaft: Dax-Rückgang in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Am Mittwoch hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.199 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Zalando, die bis kurz vor Handelsschluss um über drei Prozent sehr stark zulegten, gefolgt von den Papieren von BMW und von Fresenius. Sehr stark bergab ging es dagegen für die Aktien der Commerzbank, die bis kurz vor Handelsschluss mit über drei Prozent im Minus waren, gefolgt von den Papieren von Siemens und von Vonovia.

„Die Anleger in Frankfurt hängen derzeit zwischen Baum und Borke und der Dax dementsprechend in den Seilen. Einerseits hofft der Markt auf eine Deeskalation im Nahen Osten und damit sinkende , andererseits sorgen weiter hohe Anleiherenditen und die Frage nach einer Fortsetzung des KI-Booms für Zurückhaltung“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.

„Die hohen Energiepreise haben zuletzt bereits Spuren bei der Stimmung der Verbraucher hinterlassen und schüren damit Sorgen um die weitere Konjunkturentwicklung in und den USA. Gleichzeitig bleibt die KI-Story ein wichtiger Stützpfeiler für die Aktienmärkte. Entsprechend große Aufmerksamkeit dürften heute die Quartalszahlen von Micron erhalten. Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen auch weiterhin ausreichend im operativen der Halbleiterunternehmen ankommt. Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden“, so der Marktanalyst weiter.

„Der dritte Belastungsfaktor bleiben die hohen Anleiherenditen. Sie verteuern nicht nur die Finanzierung für Unternehmen und Staaten, sondern machen Anleihen gleichzeitig zu einer immer attraktiveren Alternative zu Aktien. Je höher die Renditen steigen, desto größer wird die Rechtfertigungslast für die hohen Bewertungen am Aktienmarkt. Das dürfte vorerst wie ein Deckel auf den Kursen liegen und eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erschweren“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein kostete 1,1359 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8804 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.158 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 117,70 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 103,70 US-Dollar, das waren 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Frankfurter

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Zalando, BMW, Fresenius, Commerzbank, Siemens, Vonovia, CMC Markets, Micron

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum: Mittwoch (Handelstag; Xetra-Handelsschluss).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main, Frankfurter Börse

Worum geht es in einem Satz?

Am Mittwoch gab der Dax in Frankfurt deutlich nach (Schluss: 25.199 Punkte, −0,8%), wobei Anleger zwischen Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten und Belastungen durch hohe Anleiherenditen sowie Unsicherheit über den Fortgang des KI-Booms schwankten, während u. a. Zalando stark zulegte, Commerzbank deutlich fiel und zugleich Euro, Gold und Öl unterschiedlich reagierten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten und damit sinkende Energiepreise
  • Weiter hohe Anleiherenditen
  • Frage nach einer Fortsetzung des KI-Booms
  • Hohe Energiepreise als Belastung für Verbraucher und damit Sorgen um die Konjunkturentwicklung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • deutlicher Rückgang des Dax im Xetra-Handel
  • erhöhte Zurückhaltung der Anleger am Aktienmarkt
  • Sorgen über die weitere Konjunkturentwicklung in Europa und den USA
  • Belastung durch weiter hohe Anleiherenditen
  • Finanzierungskosten für Unternehmen und Staaten werden verteuert
  • Anleihen werden als Alternative zu Aktien attraktiver
  • erschwerte Rechtfertigung hoher Aktienbewertungen
  • Gefahr von Verkaufsdruck bei enttäuschenden Quartalszahlen aus dem KI-Sektor

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es werden Stellungnahmen/Reaktionen des Marktanalysten Andreas Lipkow (CMC Markets) zitiert („…sagte Andreas Lipkow…“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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