Panorama: Festnahmen wegen Goldbetrugs in Frankfurt
Frankfurt am Main () – Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zum Nachteil älterer Menschen sind fünf Beschuldigte im Alter von 20 bis 40 Jahren festgenommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwoch mit.
Die fünf Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Zugleich wurden sieben Objekte in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen durchsucht.
Den vier Männern und einer Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit wird vorgeworfen, in mehreren Fällen ältere Menschen betrogen zu haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine Gruppierung, die im Wesentlichen aus Angehörigen einer Familie besteht und arbeitsteilig vorging. Die Beschuldigten sollen über Werbeprospekte in Tageszeitungen und Briefkästen den Ankauf von Goldschmuck, Edelmetallen, Münzen und Antiquitäten beworben haben.
Als Fassade soll ein im Handelsregister eingetragenes Juwelierunternehmen mit mehreren Niederlassungen gedient haben, dessen Geschäftsbetrieb nach bisherigen Ermittlungen maßgeblich dazu diente, Vertrauen zu gewinnen. Interessenten, die sich auf die Werbung meldeten, sollen an ihren Wohnanschriften aufgesucht worden sein.
Betroffen waren überwiegend hochbetagte, alleinstehende oder in finanzieller Bedrängnis befindliche Menschen.
Bei den Besuchen sollen sich die Beschuldigten Schmuckstücke, Sammlermünzen und Antiquitäten gegen Zahlungszusagen aushändigen haben lassen, die sie nach dem vorläufigen Ermittlungsergebnis von vornherein nicht einhalten wollten. Auf Nachfragen sollen sie die Geschädigten über Wochen vertröstet und in mehreren Fällen unter wechselnden Vorwänden und teilweise als falsche Polizeibeamte weitere Zahlungen erlangt haben.
Der Schaden beläuft sich nach vorläufiger Berechnung auf über 735.000 Euro.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erließ das Amtsgericht Frankfurt am Main fünf Haftbefehle sowie Durchsuchungs- und Vermögensarrestbeschlüsse. Diese wurden am 30. September unter Beteiligung von Sondereinheiten der Polizei vollstreckt.
Auf Grundlage der Arrestbeschlüsse konnten unter anderem 123.000 Euro Bargeld und mehrere Goldbarren sichergestellt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Es wird davon ausgegangen, dass es weitere Geschädigte gibt, weshalb Betroffene gebeten werden, sich bei der Polizei zu melden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Keine vollständigen Namen von Personen im Text vorhanden.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main, Polizei, Bundespolizei
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis (Festnahmen/Haftbefehle sowie Durchsuchungen und Vermögensarreste) fand am 30. September statt. Außerdem wird es als „am Mittwoch“ mitgeteilt (ohne Jahresangabe).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen.
Worum geht es in einem Satz?
In Frankfurt am Main wurden wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zum Nachteil älterer Menschen fünf Beschuldigte (20–40 Jahre) festgenommen, Untersuchungshaft angeordnet und mehrere Objekte durchsucht, nachdem die Gruppe vermutlich über Werbung einen An- und Weiterverkauf von Gold/Edelmetallen vorgespiegelt und Geschädigte mit Zahlungszusagen sowie falschen Vorwänden über Wochen getäuscht hatte, wobei der Schaden vorläufig auf über 735.000 Euro beziffert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zum Nachteil älterer Menschen
- arbeitsteilige Vorgehensweise einer Gruppierung überwiegend aus Familienangehörigen
- Bewerbung des Ankaufs von Goldschmuck, Edelmetallen, Münzen und Antiquitäten über Werbeprospekte in Tageszeitungen und Briefkästen
- Fassade eines im Handelsregister eingetragenen Juwelierunternehmens mit mehreren Niederlassungen zur Vertrauensgewinnung
- Besuche der Interessenten an den Wohnanschriften der Geschädigten
- Vorgetäuschte Zahlungszusagen nach Aushändigung von Schmuckstücken, Sammlermünzen und Antiquitäten
- wiederholtes, wochenlanges Vertrösten und Erlangung weiterer Zahlungen unter wechselnden Vorwänden, teilweise als falsche Polizeibeamte
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen
- Untersuchungshaft für die Beschuldigten
- Durchführung von Durchsuchungen in mehreren Bundesländern
- Erlass von Haftbefehlen sowie Durchsuchungs und Vermögensarrestbeschlüssen durch das Amtsgericht
- Sicherstellung von Bargeld und Goldbarren aufgrund der Arrestbeschlüsse
- Mögliche weitere Schäden durch bisher nicht ermittelte Geschädigte und damit verbundenes Risiko weiterer Betroffenheit
- Aufforderung an mögliche weitere Betroffene zur Meldung bei der Polizei
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein.
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