Politik in Düsseldorf: NRW-Bildungsausgaben 2027
Düsseldorf () – Nordrhein-Westfalen will im Haushaltsentwurf für 2027 erneut Rekordausgaben für Schule und offenen Ganztag bereitstellen. Das Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Schulministerin Dorothee Feller (CDU) den Entwurf im Schulausschuss des Landtags vorgestellt hat.
Der Einzelplan 05, der Etat des Schulministeriums, beläuft sich danach auf mehr als 25,8 Milliarden Euro.
Das entspricht einem Anteil von 22,35 Prozent an den geplanten Gesamtausgaben des Landes und einem Anstieg um über 23,5 Prozent seit 2022. Hinzu kommt die Schul- und Bildungspauschale von rund 913 Millionen Euro, 2022 waren es 748 Millionen Euro. Damit unterstützt das Land die Schulträger beim Bauen, Sanieren, Modernisieren und Ausstatten von Schulen.
Über 1.300 zusätzliche Stellen sieht der Haushaltsentwurf 2027 vor, davon fast 350 für Inklusion und Gemeinsames Lernen sowie rund 450 für die Offenen Ganztagsschulen (OGS).
Für weitere 47.000 OGS-Plätze stellt die Landesregierung 81,2 Millionen Euro bereit, sodass die Kommunen im Schuljahr 2027/28 landesweit 547.500 OGS-Plätze einrichten können. Jeder von den Kommunen beantragte zusätzliche Platz wird vom Land gefördert.
Da die Fördersätze des Landes jedes Jahr um drei Prozent steigen, belaufen sich die OGS-Mittel auf insgesamt über 1,08 Milliarden Euro. Das ist ein Aufwuchs um 434,6 Millionen Euro seit 2022 und ein Anstieg um 67 Prozent im selben Zeitraum.
Für die Förderung der Basiskompetenzen stellt das Schulministerium erneut fast 15 Millionen Euro bereit.
Damit werden unter anderem das digitale Lesediagnostiktool für die Jahrgangsstufen 1-6 und das Screening zur Sprachstandsfeststellung finanziert. Zudem erhöht das Land die Mittel für Gedenkstättenfahrten um 500.000 Euro auf mehr als 2,5 Millionen Euro.
Ministerin Feller sagte: „Wir halten Kurs und investieren weiterhin in die wichtigste Ressource unseres Landes: Bildung. Allein für unsere Offenen Ganztagsschulen wollen wir mit dem nächsten Haushalt erstmals über eine Milliarde Euro ausgeben. Außerdem haben wir erneut einen zweistelligen Millionenbetrag vorgesehen, um ganz gezielt das Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen zu fördern. Und selbstverständlich tragen wir auch dem steigenden Personalbedarf an unseren Schulen Rechnung und schaffen dadurch die Voraussetzungen für guten Unterricht.“
Sie dankte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und dem Kabinett dafür, dass trotz angespannter Haushaltslage nicht an der Bildung von Kindern und Jugendlichen gespart werde.
Für die ABC-Klassen ab 2028 sei das nötige Budget fest eingeplant. Insgesamt 1.650 Stellen sieht die mittelfristige Finanzplanung für die vorschulische Förderung in den ABC-Klassen sowie für die ABC Plus-Förderung in den Grundschulen vor.
Zum Hintergrund: Die Landesregierung hatte kurz nach Amtsantritt beschlossen, die Besoldung von Grundschullehrern und Lehrern der Sekundarstufe I auf A 13 anzuheben.
Mehr als 900 Millionen Euro hat Nordrhein-Westfalen allein auf diesem Weg in eine bessere Bezahlung der Lehrer investiert. Seit Beginn des laufenden Schuljahres ist die Anhebung abgeschlossen.
Die Mehrausgaben für die verbesserte Bezahlung belaufen sich 2027 auf rund 28,1 Millionen Euro. Mit dem Haushaltsentwurf 2027 hat die Landesregierung zudem ein zweites Besoldungspaket für Schulleiter und Fachleiter geschnürt, das mit weiteren zehn Millionen Euro jährlich zu Buche schlägt.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Kinder in einer Schule (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Dorothee Feller, Hendrik Wüst
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Dorothee Feller (CDU), Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen, Schulausschuss des Landtags, Landtag Nordrhein-Westfalen, CDU, Land Nordrhein-Westfalen, Kommunen, Landesregierung, Schulministerium, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Kabinett, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: am Mittwoch (Einordnung: Vorstellung des Haushaltsentwurfs im Schulausschuss des Landtags; konkretisiert nicht weiter)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Nordrhein-Westfalen, Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Nordrhein-Westfalen will im Haushaltsentwurf 2027 erneut Rekordausgaben für Schule und den offenen Ganztag bereitstellen (u. a. über 25,8 Mrd. Euro im Schul-Etat, zusätzliche OGS-Plätze und mehr Mittel fürs Personal sowie Förderprogramme wie Basiskompetenzen und Lesediagnostik).
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Haushaltsentwurf 2027 für Nordrhein-Westfalen mit erneut Rekordausgaben für Schule und offenen Ganztag
- Vorstellung des Entwurfs durch Schulministerin Dorothee Feller im Schulausschuss des Landtags
- Anstieg der OGS-Plätze und damit verbundener Förderbedarf für zusätzliche OGS-Plätze
- Verpflichtung zur steigenden Finanzierung der OGS-Mittel durch jährliche Erhöhung der Fördersätze um drei Prozent
- Erhöhter Bedarf an Personal an Schulen durch zusätzlichen Stellenbedarf im Bereich Inklusion und Gemeinsames Lernen sowie Offene Ganztagsschulen
- Umsetzung der kurz nach Amtsantritt beschlossenen Anhebung der Besoldung von Grundschullehrern und Lehrern der Sekundarstufe I auf A 13
- Zweites Besoldungspaket für Schulleiter und Fachleiter im Rahmen des Haushaltsentwurfs 2027
- Finanzierung von Maßnahmen zur Förderung der Basiskompetenzen einschließlich digitaler Lesediagnostik und Sprachstandsfeststellung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel werden keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erneut höhere Landesausgaben für Schule und offenen Ganztag im Haushaltsentwurf 2027
- Aufstockung der Finanzmittel unterstützt Schulträger beim Bauen, Sanieren, Modernisieren und Ausstatten von Schulen
- Schaffung von über 1.300 zusätzlichen Stellen, darunter für Inklusion und Gemeinsames Lernen sowie für die Offenen Ganztagsschulen
- Finanzierung von 47.000 weiteren OGS-Plätzen und dadurch landesweit bis zu 547.500 OGS-Plätze im Schuljahr 2027/28
- Anstieg der OGS-Mittel durch jährliche Erhöhung der Fördersätze auf insgesamt über 1,08 Milliarden Euro
- Fortsetzung der Förderung von Basiskompetenzen mit Mitteln für digitale Lesediagnostik und Sprachstandsscreening
- Erhöhung der Mittel für Gedenkstättenfahrten auf mehr als 2,5 Millionen Euro
- Zusätzliche Budgetbereitstellung für ABC-Klassen ab 2028 sowie weitere Stellen für vorschulische Förderung und ABC Plus in Grundschulen
- Weiterer Personalbedarf an Schulen wird durch zusätzliche Stellen und Besoldungspakete mitfinanziert
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Ministerin Dorothee Feller (CDU) wird mit einer Stellungnahme („Wir halten Kurs…“) zitiert.
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