Strom- und Gaspreise für Haushalte im 1. Halbjahr niedriger

Strom- und Gaspreise für Haushalte im 1. Halbjahr niedriger

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Wirtschaft: Energiepreise in Wiesbaden

() – Die privaten Haushalte in Deutschland haben im 1. Halbjahr 2026 im Durchschnitt 11,58 Cent je Kilowattstunde für Erdgas gezahlt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, sanken die Gaspreise damit gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 um 5,3 Prozent. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 waren die Preise 4,5 Prozent niedriger.

Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021, dem Vergleichszeitraum vor dem russischen Angriff auf die 2022 und der sich verstärkenden Energiekrise, stiegen die Gaspreise für private Haushalte um 80,7 Prozent. Strom kostete die im 1. Halbjahr 2026 durchschnittlich 37,97 Cent je Kilowattstunde. Das waren 6,4 Prozent weniger als im 2. Halbjahr 2025 (-4,9 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2025), jedoch 16,4 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2021.

Die Strompreise für private Haushalte sanken im 1. Halbjahr 2026 für alle Verbrauchsgruppen gegenüber dem 2. Halbjahr 2025. Allerdings sanken die Preise für Haushalte mit einem geringen Verbrauch von weniger als 1.000 Kilowattstunden im Jahr nur um 2,5 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 auf 57,99 Cent je Kilowattstunde, während Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 15.000 Kilowattstunden mit 30,55 Cent je Kilowattstunde 6,9 Prozent weniger zahlten als im 2. Halbjahr 2025. Ein wichtiger Grund für die gesunkenen Strompreise waren die niedrigeren Netzentgelte, die in Folge der Bundesbezuschussung der Netzbetreiber günstiger wurden.

Auch die Erdgaspreise für private Haushalte sanken gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 für alle Verbrauchsgruppen. Profitieren konnten die privaten Haushalte von der Abschaffung der Gasspeicherumlage. Private Haushalte mit einem Jahresverbrauch von weniger als 20 Gigajoule zahlten 15,17 Cent je Kilowattstunde und damit 6,1 Prozent weniger als im 2. Halbjahr 2025. Private Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 200 Gigajoule im Jahr zahlten 10,92 Cent je Kilowattstunde und damit 3,5 Prozent weniger als im 2. Halbjahr 2025.

Nicht-Haushalte, zum Beispiel oder , zahlten im 1. Halbjahr 2026 für Erdgas ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern durchschnittlich 6,29 Cent je Kilowattstunde. Das waren 1,8 Prozent mehr als im 2. Halbjahr 2025, womit sich bei den Nicht-Haushalten bereits erste Auswirkungen der Krise in der Meerenge von Hormus zeigten. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Preise um 6,8 Prozent. Im längerfristigen Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 lagen die Preise insgesamt 106,2 Prozent höher.

Die Erdgaspreise für Nicht-Haushalte entwickelten sich je nach Jahresverbrauch unterschiedlich. Bei einem vergleichsweise niedrigen Jahresverbrauch zwischen 1.000 und 10.000 Gigajoule musste im 1. Halbjahr 2026 mit 8,11 Cent je Kilowattstunde 5,7 Prozent weniger gezahlt werden als im 2. Halbjahr 2025 und 5,6 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2025, aber 100,2 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2021. Lag der Jahresverbrauch über 4 Millionen Gigajoule, kostete Erdgas 4,61 Cent je Kilowattstunde und damit 2,0 Prozent mehr als im 2. Halbjahr 2025, aber 13,0 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2025. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 musste 83,7 Prozent mehr für Erdgas gezahlt werden.

Für Strom zahlten Nicht-Haushalte im 1. Halbjahr 2026 vorläufig durchschnittlich 17,64 Cent je Kilowattstunde ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Damit war Strom für sie mit -8,3 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 und mit -8,7 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 insgesamt günstiger, aber 18,4 Prozent teurer als im 1. Halbjahr 2021. Für Nicht-Haushalte mit einem vergleichsweise kleinen Jahresverbrauch zwischen 20 und 500 Megawattstunden kostete eine Kilowattstunde vorläufig 23,66 Cent im 1. Halbjahr 2026. Das bedeutete für diese Verbrauchsklasse 9,6 Prozent geringere Durchschnittspreise als im 2. Halbjahr 2025, aber 15,8 Prozent höhere Preise als im 1. Halbjahr 2021. Bei einem Jahresverbrauch von mehr als 150.000 Megawattstunden kostete der Strom vorläufig 12,67 Cent je Kilowattstunde. Das waren 3,1 Prozent weniger als im 2. Halbjahr 2025 und 43,7 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2021. Bei der Erhebung für das 1. Halbjahr 2026 konnte der geplante Industriestrompreis noch nicht berücksichtigt werden. Daher sind die Preise für Stromkunden im Nicht-Haushaltssektor als vorläufig zu betrachten, so Destatis.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Heizung (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Keine Personen (vollständige Namen) im Text des Artikels genannt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Statistisches Bundesamt (Destatis), dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum: 1. Halbjahr 2026 (Einstufungen/Vergleiche u. a. mit 2. Halbjahr 2025 und 1. Halbjahr 2025)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Wiesbaden, Deutschland, Meerenge von Hormus

Worum geht es in einem Satz?

Laut Destatis zahlten private Haushalte in Deutschland im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 11,58 Cent pro Kilowattstunde für Erdgas und 37,97 Cent für Strom; damit sanken die Gas- und Strompreise gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 (Gas: -5,3%, Strom: -6,4%), während im Vergleich zu 2021 teils deutlich höhere Preise verblieben und bei Nicht-Haushalten je nach Verbrauchsgruppe teils unterschiedliche Entwicklungen auftraten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • niedrigere Netzentgelte aufgrund der Bundesbezuschussung der Netzbetreiber
  • Abschaffung der Gasspeicherumlage
  • niedrigere Strompreise durch gesunkene Netzentgelte
  • Nachwirkungen der Energiekrise in der Meerenge von Hormus (bei Nicht-Haushalten)
  • Nichtberücksichtigung des geplanten Industriestrompreises bei der Erhebung fürs 1. Halbjahr 2026

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

keine Reaktion von Politik Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Rückgang der Gaspreise für private Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 um 5,3 Prozent
  • Rückgang der Gaspreise für private Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 um 4,5 Prozent
  • Rückgang der Strompreise für private Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 für alle Verbrauchsgruppen
  • Verringerung der Stromkosten für Haushalte mit geringem Verbrauch um 2,5 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2025
  • Verringerung der Stromkosten für Haushalte mit hohem Verbrauch um 6,9 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2025
  • niedrigere Netzentgelte als wichtiger Grund für die gesunkenen Strompreise
  • Rückgang der Gaspreise für private Haushalte gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 für alle Verbrauchsgruppen
  • Senkung der Kosten für private Haushalte durch die Abschaffung der Gasspeicherumlage
  • Nicht-Haushalte zahlten im 1. Halbjahr 2026 für Erdgas 1,8 Prozent mehr als im 2. Halbjahr 2025
  • gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Erdgaspreise für Nicht-Haushalte um 6,8 Prozent
  • Strom für Nicht-Haushalte im 1. Halbjahr 2026 insgesamt günstiger als im 2. Halbjahr 2025 und im 1. Halbjahr 2025
  • Strompreise für Nicht-Haushalte im 1. Halbjahr 2026 waren im längerfristigen Vergleich teurer als im 1. Halbjahr 2021
  • Preise für Stromkunden im Nicht-Haushaltssektor sind vorläufig, da der geplante Industriestrompreis noch nicht berücksichtigt werden konnte

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein. Es wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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