Linke fordert Herdenschutz statt pauschaler Wolfsbejagung in Thüringen

Linke fordert Herdenschutz statt pauschaler Wolfsbejagung in Thüringen

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Thüringen: Herdenschutz statt Wolfsjagd

() – Die Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag hat einen konsequenten Herdenschutz gefordert und sich gegen eine pauschale Bejagung von Wölfen ausgesprochen. Das teilte die Fraktion mit.

Anlass sind die Antworten der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Der Wolf im Landesjagdrecht“ des umweltpolitischen Sprechers Jens Thomas. Wirksamer Herdenschutz sei der entscheidende Faktor zur Vermeidung von Wolfsrissen, erklärte Thomas.

Der Abgeordnete verwies auf die aus dem Jahr 2025.

Gerade bei Schafen und Ziegen fänden Übergriffe überwiegend dort statt, wo kein optimaler Herdenschutz bestehe. So seien im vergangenen Jahr alle 111 getöteten Schafe und alle sieben getöteten Ziegen nicht optimal geschützt gewesen.

Die Landesregierung gehe selbst nicht davon aus, dass eine anlasslose Bejagung das Rissgeschehen signifikant lasse, da dieses in den meisten Fällen von den vor Ort umgesetzten Herdenschutzmaßnahmen abhänge.

Kritisch sieht der Abgeordnete daher ein Verfahren nach dem geänderten Bundesjagdgesetz, dessen Anwendung die Landesregierung derzeit prüft. Nach einem Riss trotz geeigneten Herdenschutzes könnte innerhalb eines bestimmten Radius und Zeitraums irgendein Wolf geschossen werden, ohne dass sichergestellt werden könne, ob es sich um das handelt, das den Schaden verursacht hat.

„Das ist keine gezielte Entnahme“, betonte Thomas. Im Zweifel werde ein unauffälliger Wolf getötet, während das Tier, das tatsächlich gelernt habe, Herdenschutz zu überwinden, im Gebiet bleibe.

Das könne für den Schutz von Weidetieren kontraproduktiv sein. Die Landesregierung müsse deshalb auf konsequenten Herdenschutz, eine verlässliche Unterstützung der Weidetierhalter und, wo erforderlich, die gezielte Entnahme tatsächlich auffälliger setzen.

Eine pauschale Bejagung löse das Problem nicht.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Jägersitz (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jens Thomas

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die Linke, Thüringer Landtag, Landesregierung, Jens Thomas

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum/Zeitraum: 2025 (genauer: im „vergangenen Jahr“; die genannten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2025).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Erfurt, Thüringer Landtag

Worum geht es in einem Satz?

Die Linksfraktion im Thüringer Landtag fordert einen konsequenten Herdenschutz statt einer pauschalen Wolfbejagung und kritisiert ein geplantes Verfahren nach dem geänderten Bundesjagdgesetz, weil dadurch nach einem Riss auch ohne sichere Zuordnung ggf. unauffällige Wölfe getötet würden und damit der Weidetierschutz leiden könne.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Antworten der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Der Wolf im Landesjagdrecht des umweltpolitischen Sprechers Jens Thomas
  • Forderung nach wirksamem Herdenschutz als entscheidender Faktor zur Vermeidung von Wolfsrissen
  • Kritik an einem Verfahren nach dem geänderten Bundesjagdgesetz, dessen Anwendung die Landesregierung derzeit prüft

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Die Fraktion Die Linke fordert konsequenten Herdenschutz und spricht sich gegen eine pauschale Bejagung von Wölfen aus
  • Der umweltpolitische Sprecher Jens Thomas betont wirksamen Herdenschutz als entscheidenden Faktor zur Vermeidung von Wolfsrissen
  • Kritik an einem Verfahren nach dem geänderten Bundesjagdgesetz, weil nach einem Riss sonst unter Umständen irgendein Wolf geschossen werden könnte
  • Forderung nach gezielter Entnahme auffälliger Tiere statt anlassloser oder pauschaler Bejagung
  • Keine pauschale, sondern differenzierte Position zur Reaktion von Politik und Behörden nach Wolfsrissen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Vermeidung von Wolfsrissen durch wirksamen Herdenschutz
  • Übergriffe nehmen vor allem dort ab, wo optimaler Herdenschutz vorhanden ist
  • Konkrete Reduktion des Rissgeschehens ist abhängig von den vor Ort umgesetzten Schutzmaßnahmen
  • Kein signifikanter Rückgang der Übergriffe durch anlasslose Bejagung
  • Risiko, dass bei einem Verfahren nach geändertem Bundesjagdgesetz unauffällige Wölfe statt der tatsächlich schadenverursachenden Tiere getötet werden
  • Fortbestehen des Problems, weil das Tier, das Herdenschutz überwunden hat, im Gebiet bleibt
  • Schutz von Weidetieren kann durch nicht gezielte Entnahme kontraproduktiv beeinträchtigt werden
  • Notwendigkeit konsequenten Herdenschutzes und verlässlicher Unterstützung der Weidetierhalter
  • Wenn erforderlich, bessere Wirksamkeit durch gezielte Entnahme tatsächlich auffälliger Tiere
  • Pauschale Bejagung löst das Problem nicht

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja — der umweltpolitische Sprecher Jens Thomas wird mit mehreren Aussagen zitiert („Das ist keine gezielte Entnahme“, u. a.).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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