Wirtschaft in Frankfurt: DAX legt zu
Frankfurt am Main () – Zum Wochenstart hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.575 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Zu den Gewinnern in der Kursliste gehörten am Montag die Aktien von Infineon, Siemens und der Commerzbank. Am Ende des Tableaus fanden sich dagegen die Papiere von Fresenius, Volkswagen und Vonovia wieder.
„Die Unterstützung für den Aktienmarkt kam heute ganz klar von den wieder rückläufigen Ölpreisen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Nachdem die Notenbanken in der vergangenen Woche ihren Fokus auf die Inflationsbekämpfung unterstrichen haben, wird jede Entspannung bei den Energiepreisen von den Anlegern dankbar aufgenommen.“
Die Geldpolitik schaue mit Argusaugen auf die Inflation – und ausgerechnet der zuletzt größte Preistreiber liefere ihnen jetzt etwas Entlastung. Fallende Ölpreise seien Balsam für den Aktienmarkt, weil sie Inflationsängste dämpften und den Druck auf die Notenbanken reduzierten.
Gleichzeitig richteten die Anleger ihren Blick auf das bevorstehende Treffen zwischen den USA und China. „Die Vorgespräche am Wochenende verliefen konstruktiv und nehmen zunächst etwas geopolitischen Druck von den Märkten. Für eine breitere Kaufbereitschaft reichte das zum Wochenstart allerdings nicht. Die Anleger wollen jetzt sehen, ob aus der freundlicheren Gesprächsatmosphäre auch belastbare Ergebnisse werden.“
„Unter den Einzelwerten im Dax stand heute Vonovia nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im Fokus. Die veränderten politischen Rahmenbedingungen sorgen für neue Unsicherheit über die künftige Wohnungspolitik und belasten die Aktie. Für Immobilienkonzerne ist politische Planbarkeit fast genauso wichtig wie die Entwicklung der Zinsen. Sobald diese fehlt, steigt der Risikoabschlag an der Börse“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1469 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8719 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.349 US-Dollar gezahlt (-0,7 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,91 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 100,30 US-Dollar, das waren 362 Cent oder 3,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Frankfurter Börse (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurter Börse, dts Nachrichtenagentur, Infineon, Siemens, Commerzbank, Fresenius, Volkswagen, Vonovia, CMC Markets, USA, China, Notenbanken, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Euro, US-Dollar, Gold, Nordsee-Sorte Brent
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Montag (Zum Wochenstart), mit Handelsschluss im Xetra-Handel am Montagnachmittag/gegen 17 Uhr (genaue Jahreszahl nicht genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main (Frankfurter Börse)
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenstart legte der DAX deutlich zu und schloss bei 25.575 Punkten (+1,1%), gestützt vor allem von fallenden Ölpreisen und der konstruktiv wirkenden US-Chinas-Gesprächsphase, während unter den Dax-Werten u. a. Vonovia wegen neuer politischer Unsicherheiten belastet wurde und sich auch Währung (Euro ~1,1469 USD) sowie Gold und Öl entsprechend bewegten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- wieder rückläufige Ölpreise
- konstruktiv verlaufende Vorgespräche zwischen USA und China am Wochenende
- veränderte politische Rahmenbedingungen nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
- neue Unsicherheit über die künftige Wohnungspolitik
- fehlende politische Planbarkeit für Immobilienkonzerne
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine erkennbare Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
- Fokus liegt auf Marktkommentaren und Einflussfaktoren wie Ölpreis, Notenbanken sowie Vorgesprächen USA-China
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Dax steigt deutlich
- Dämpfung von Inflationsängsten durch sinkende Ölpreise
- Geringerer Druck auf die Notenbanken aufgrund entspannter Energiepreise
- Erhöhte Kaufbereitschaft der Anleger abhängig von möglichen belastbaren Ergebnissen der USA-China-Vorgespräche
- Neue Unsicherheit über die künftige Wohnungspolitik nach politischen Rahmenänderungen belastet Immobilienkonzerne
- Höherer Risikoabschlag an der Börse, sobald politische Planbarkeit fehlt
- Euro und Goldpreise bewegen sich schwächer
- Ölpreis fällt spürbar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) wird mit mehreren Zitaten zu Kursbewegungen und Ölpreisen sowie der Unsicherheit bei Vonovia/Immobilienkonzernen zitiert.
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