Politik: Spritpreise in Berlin
Berlin () – Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer fordert in der Spritpreis-Debatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu einem Kurswechsel auf.
„Ich begrüße die Ankündigungen des Bundeskanzlers“, sagte Schweitzer dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe) mit Blick auf Maßnahmen gegen die hohen Spritpreise. Er warf Reiche Untätigkeit vor. Die zuständige Ministerin schaue bislang zu, wie Mineralölkonzerne Rekordgewinne auf Kosten der Bürger machten. Das dürfe so nicht weitergehen.
Schweitzer sagte, die Vorschläge der SPD lägen seit Langem auf dem Tisch, jetzt müsse die Entlastung bei den Bürgern ankommen. Die SPD kämpfe seit Monaten für drei Sofortmaßnahmen, mit denen die Preise sofort sinken würden, sagte der SPD-Fraktionschef im rheinland-pfälzischen Landtag: Erstens ein Spritpreisdeckel wie in Belgien oder Luxemburg, der den Steuerzahler keinen Cent koste und sofort wirke. Zweitens eine Übergewinnsteuer auf die Krisengewinne der Ölkonzerne, damit übertriebene Profite an die Bürger zurückflössen. Und drittens eine funktionierende Marktwirtschaft mit mehr Preistransparenz und einem Ende der undurchsichtigen Marktmacht weniger Ölkonzerne.
In der Debatte über das Aus der „Rente mit 63“ kritisierte Schweitzer den Vorschlag der Rentenkommission. Menschen, die ein Leben lang gearbeitet hätten, seien keine Empfänger staatlicher Fürsorge. Dass die Experten aus der Rentenkommission dies jedoch so bewerteten, habe er schon immer falsch gefunden, sagte er.
Die Koalitionsfraktionen müssten sich auf einen Grundsatz einigen: Wer gearbeitet habe, müsse im Alter mehr Geld bekommen als wer nicht gearbeitet habe. Genau diese Leistungsgerechtigkeit brauche man, sagte der SPD-Politiker. Die Bundesregierung müsse zeigen, dass sich Arbeit lohne, heute und im Alter.
Schweitzer sieht in der Debatte über die Zukunft von Friedrich Merz (CDU) als Kanzler einen Schaden für das Land. Die Debatte von CDU/CSU führe zu einem massiven Autoritäts- und Ansehensverlust der Funktion des Kanzlers und schade dem Land, sagte er. Daran habe niemand ein Interesse, die SPD jedenfalls nicht. Die SPD stehe ganz klar zu dieser Koalition. Er könne nur an die Kollegen der Union appellieren, ihre Diskussionen schnell zu einer überzeugenden Lösung zu führen oder zu beenden. Die „unwürdige, teils fahrlässige Kanzlerwechsel-Debatte“ belaste die Koalition und vor allem die Menschen im Land, sagte der SPD-Vize.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alexander Schweitzer, Katherina Reiche, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Alexander Schweitzer, Katherina Reiche, CDU, Mineralölkonzerne, SPD-Fraktionschef, Rheinland-Pfalz (Landtag), SPD-Fraktion, Belgische Republik, Luxemburg, Ölkonzerne, Rentenkommission, Friedrich Merz, CDU/CSU, Koalitionsfraktionen, Bundesregierung, Union, Kanzler
Wann ist das Ereignis passiert?
Donnerstagausgabe (Tagesspiegel) – keine konkrete Datumsangabe im Text.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der SPD-Vize Alexander Schweitzer fordert Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in der Spritpreis-Debatte zum Kurswechsel auf und kritisiert Untätigkeit gegenüber Rekordgewinnen der Ölkonzerne, während er zugleich SPD-Sofortmaßnahmen wie einen Spritpreisdeckel, eine Übergewinnsteuer und mehr Preistransparenz fordert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Spritpreise und die Spritpreis-Debatte
- Vorwurf gegen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wegen angeblicher Untätigkeit
- Rekordgewinne der Mineralölkonzerne auf Kosten der Bürger
- SPD-Forderungen nach drei Sofortmaßnahmen zur sofortigen Entlastung der Bürger
- Kritik an der Debatte um das Aus der „Rente mit 63“ und am Vorschlag der Rentenkommission
- Schaden durch die Debatte über die Zukunft von Friedrich Merz als Kanzler
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Schweitzer fordert als Reaktion auf die Spritpreis-Debatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu einem Kurswechsel auf
- Er wirft Reiche Untätigkeit vor und behauptet, sie schaue zu, wie Mineralölkonzerne Rekordgewinne auf Kosten der Bürger machten
- SPD betont, dass ihre Vorschläge zur Entlastung seit Langem vorlägen und jetzt ankommen müssten
- Schweitzer kritisiert in der Debatte ums Aus der „Rente mit 63“ die Bewertung der Rentenkommission
- Er fordert eine Verständigung der Koalitionsfraktionen auf das Prinzip, dass Arbeit im Alter mehr Geld bringen müsse als Nicht-Arbeit
- Er kritisiert die Debatte über Friedrich Merz als Kanzler und sagt, sie verursache einen Autoritäts- und Ansehensverlust des Kanzleramts und belaste die Koalition sowie die Menschen im Land
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Sofortige Entlastung der Bürger bei den hohen Spritpreisen
- Sinkende Kraftstoffpreise durch einen Spritpreisdeckel, der direkt wirkt
- Rückfluss überhöhter Profite der Ölkonzerne an die Bürger durch eine Übergewinnsteuer
- Mehr Preistransparenz und Begrenzung der Marktmacht weniger Ölkonzerne zur Stabilisierung des Marktes
- Stärkung der Idee von Leistungsgerechtigkeit im Rentensystem, sodass Arbeit im Alter besser honoriert wird
- Begrenzung eines Autoritäts- und Ansehensverlusts der Kanzlerfunktion
- Verringerung einer Belastung der Koalition und der Menschen im Land durch die Kanzlerwechsel-Debatte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – es werden Reaktionen von Alexander Schweitzer (stellvertretender SPD-Vorsitzender) zitiert, u. a. seine Aussage zu Forderungen nach einem Kurswechsel im Spritpreis-Streit.
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