Gesellschaft: KI-Risiken im Fokus
Berlin () – Eine außer Kontrolle geratene künstliche Intelligenz, die zur existenziellen Gefahr für die Menschheit wird, halten mehrere Experten für kein realistisches, aktuelles Szenario.
Sie gehe nicht davon aus, dass autonome Systeme irgendetwas ausrichten könnten, sagte die Unternehmerin Elisabeth L`Orange dem „ntv Talk Spezial – Die KI-Revolution“. Sie verweist vor allem auf die technischen Grenzen heutiger Systeme. Gefahren sieht sie dort, wo Menschen KI gezielt für schädliche Zwecke einsetzen. Cyberangriffe könnten mithilfe künstlicher Intelligenz deutlich effektiver werden.
Algorithm-Watch-Geschäftsführer Matthias Spielkamp hält ebenfalls wenig von der Vorstellung einer KI, die einen eigenen Willen entwickelt und sich der menschlichen Kontrolle entzieht. Diese Annahme, dass KI sozusagen einen eigenen Willen entwickelt und aus dem Labor ausbricht, sei einfach völliger Quatsch, so Spielkamp. KI könne durchaus massive Schäden verursachen. Die Verantwortung dafür müsse aber bei den Menschen und Unternehmen liegen, die die Systeme entwickeln und einsetzen.
Auch der frühere Bitkom-Präsident, Investor und Multi-Aufsichtsrat Achim Berg weist Warnungen vor einer Auslöschung der Menschheit durch KI scharf zurück. Das halte er für totalen Blödsinn, totalen Unsinn und extrem kontraproduktiv. Als wesentlich größere Gefahr bezeichnet Berg die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz, Menschen individuell zu beeinflussen. Besonders problematisch könne es werden, wenn Menschen künftig Ergebnisse von KI-Systemen glaubten, obwohl sie deren Zustandekommen nicht mehr nachvollziehen könnten.
Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, sieht die unmittelbarere Gefahr ebenfalls beim Menschen. Er sehe persönlich das Risiko heute noch größer, dass der Mensch die KI nutzt, um bewusst Schaden anzurichten. Unternehmen und Gesellschaft müssten sich deshalb mit diesen Risiken auseinandersetzen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Chancen der Technologie im Blick behalten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Elisabeth L`Orange, Matthias Spielkamp, Achim Berg, Wolf-Dieter Adlhoch
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Elisabeth L`Orange, Matthias Spielkamp, Algorithm-Watch, Achim Berg, Bitkom, Wolf-Dieter Adlhoch, Dussmann Group
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Mehrere Experten halten die Vorstellung einer außer Kontrolle geratenen, menschenfeindlichen KI mit eigenem Willen für unrealistisch, warnen aber vor echten Risiken vor allem durch gezielte menschliche Fehl- und Missnutzung (z. B. effektivere Cyberangriffe) sowie vor der Gefahr, dass KI Ergebnisse so stark beeinflusst, dass Menschen sie künftig nicht mehr nachvollziehen und ihnen dennoch Glauben schenken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unternehmerin Elisabeth L`Orange technische Grenzen heutiger KI-Systeme
- Menschen setzen KI gezielt für schädliche Zwecke ein
- Cyberangriffe könnten mit KI deutlich effektiver werden
- KI entwickelt keinen eigenen Willen und bricht nicht aus dem Labor aus
- Verantwortung liegt bei Menschen und Unternehmen, die Systeme entwickeln und einsetzen
- wesentlich größere Gefahr: Möglichkeiten KI Menschen individuell zu beeinflussen
- Ergebnisentstehung von KI wird nicht mehr nachvollziehbar, dadurch Glauben an KI-Resultate
- Risiko: Menschen nutzen KI, um bewusst Schaden anzurichten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
- Experten und Branchenvertreter äußern Skepsis gegenüber KI-Untergangsszenarien und betonen stattdessen menschliche Verantwortung und Missbrauchsrisiken
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Cybersicherheit kann deutlich stärker gefährdet werden, weil KI Cyberangriffe wirksamer machen könnte
- Reale Risiken entstehen vor allem durch gezielte missbräuchliche Nutzung durch Menschen
- Verantwortung für mögliche Schäden liegt bei den Menschen und Unternehmen, die KI entwickeln und einsetzen
- Größere Problematik ist die individuelle Beeinflussung von Menschen durch KI
- Wenn die Ergebnisse von KI nicht mehr nachvollziehbar sind, kann das Vertrauen in KI-Wertungen zu Fehlentscheidungen führen
- Unternehmen und Gesellschaft müssen sich stärker mit den Risiken und der sicheren Nutzung von KI auseinandersetzen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—mehrere Personen werden zitiert: u. a. Elisabeth L’Orange („sagte die Unternehmerin Elisabeth L`Orange…“), Matthias Spielkamp, Achim Berg und Wolf-Dieter Adlhoch.
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