Hamburg: Verbot künstlichen E‑Auto-Lärms gefordert
Hamburg () – Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft fordern ein bundesweites Verbot von künstlichem Lärm bei E-Autos bei höheren Geschwindigkeiten. Das teilten die Fraktionen am Sonntag mit. Demnach unterstützen sie eine Bundesratsinitiative zur wirksameren Bekämpfung des sogenannten Autoposings. Über die rot-grüne Initiative entscheidet die Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 16. September.
Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg, Ole Thorben Buschhüter, sagte, technischer Fortschritt solle Verkehrslärm reduzieren und ihn nicht künstlich zurückholen. „Gerade in einer dicht besiedelten Stadt ist es ein Gewinn, wenn der Umstieg auf Elektromobilität auch für weniger Lärm auf den Straßen sorgt.“ Die notwendigen Warngeräusche bei niedrigen Geschwindigkeiten dienten der Sicherheit und stünden nicht zur Diskussion. „Darüber hinaus braucht es aber keinen künstlichen Motorsound, der allein den Charakter eines Verbrenners nachahmen soll.“ Diesen unnötigen Lärm wolle man bundesweit unterbinden.
Die Sprecherin für Mobilität der Grünen-Fraktion, Rosa Domm, sagte, zu viel Lärm verursache Stress und mache krank. Wer dauerhaft Straßenlärm ausgesetzt sei, habe ein höheres Risiko etwa für Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Deswegen verfolgen wir in Hamburg das Ziel, die Lärmbelastung im Straßenverkehr zu reduzieren.“ E-Autos könnten hier Abhilfe schaffen, denn sie seien nicht nur effizient und klimafreundlich, sondern auch deutlich leiser als Verbrenner.
Überlegungen der Hersteller, E-Fahrzeuge auch bei höherem Tempo mit künstlichem Motorengeräusch nachzurüsten, seien ein Schritt in die falsche Richtung, so Domm. „Für alle, die von täglichem Straßenlärm geplagt sind, klingen solche Pläne wie ein schlechter Scherz.“ Deswegen setze man sich bei E-Autos für ein deutschlandweites Verbot von künstlichem Lärm ein, der lediglich der Nachahmung von Verbrennerautos diene.
Seit Juli 2021 müssen alle neu zugelassenen Elektroautos bei niedrigen Geschwindigkeiten künstliche Geräusche erzeugen, damit Fußgänger und Radfahrer vorgewarnt sind und die Fahrzeuge auch akustisch wahrnehmen können. Bei höheren Geschwindigkeiten ist dieser Schutz durch die Abrollgeräusche ausreichend gegeben.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
E-Auto-Ladestation (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ole Thorben Buschhüter, Rosa Domm
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Grüne, Hamburgische Bürgerschaft, Bundesrat, Ole Thorben Buschhüter, Rosa Domm
Wann ist das Ereignis passiert?
Sonntag (Datum nicht genannt) – die Regierungsfraktionen kündigten das Verbot am Sonntag an. Außerdem: Entscheidung in der Bürgerschaft am 16. September.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Hamburg
Worum geht es in einem Satz?
Die SPD- und Grünen-Fraktionen in Hamburg fordern ein bundesweites Verbot von künstlichem Lärm bei E-Autos für höhere Geschwindigkeiten, um Autoposing zu verhindern, während bei niedrigen Geschwindigkeiten notwendige Warn- bzw. Sicherheitsgeräusche weiterhin gelten sollen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Regierungsinitiative von SPD und Grünen zur wirksameren Bekämpfung des sogenannten Autoposings durch ein bundesweites Verbot künstlichen Lärms bei höheren Geschwindigkeiten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft fordern bundesweit ein Verbot künstlichen Lärms bei E-Autos bei höheren Geschwindigkeiten und unterstützen dafür eine Bundesratsinitiative zur Bekämpfung des Autoposings.
SPD und Grünen betonen, Elektromobilität solle durch technischen Fortschritt weniger Verkehrslärm bringen und lehnen künstlichen Motorsound als Nachahmung von Verbrennercharakter ab.
Die Grünen begründen die Forderung mit gesundheitlichen Folgen von Lärm und setzen in Hamburg auf die Reduktion der Lärmbelastung im Straßenverkehr.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Bundesweites Verbot von künstlichem Lärm bei E-Autos bei höheren Geschwindigkeiten
- Wirksamere Bekämpfung des sogenannten Autoposings
- Reduzierung der Lärmbelastung im Straßenverkehr
- Verringerung von Stress sowie gesundheitlichen Belastungen durch dauerhaften Straßenlärm
- Senkung des Risikos für Schlafstörungen
- Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Vermeidung der Nachahmung von Verbrennungsmotoren durch künstliche Motorgeräusche
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg, Ole Thorben Buschhüter, und die Sprecherin für Mobilität der Grünen-Fraktion, Rosa Domm, werden mit Stellungnahmen zitiert.
- Pkw fängt auf A8 bei Heusweiler Feuer und brennt vollständig aus - 13. September 2026
- Pkw nach schwerem Unfall auf B90N bei Stadtilm ausgebrannt - 13. September 2026
- JU-Schatzmeisterin kritisiert Merz scharf - 13. September 2026

