Wirtschaft in Deutschland: Nachlassender Preisdruck
München () – In Deutschland planen aktuell etwas weniger Firmen, ihre Preise zu erhöhen. Die Ifo-Preiserwartungen sanken im August auf 21,2 Punkte, von 21,6 im Juli.
Dies deutet auf einen leicht nachlassenden Preisdruck über die nächsten drei Monate hin. Die Rohölpreise und vor allem die Marktpreise für Erdgas und Strom sind seit Anfang August allerdings wieder deutlich gestiegen. „Je länger der Krieg im Nahen Osten anhält und die Energiepreise hoch bleiben, desto stärker dürften mittelfristig auch die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Waren steigen, da die Unternehmen die gestiegenen Kosten mit Verzögerung weitergeben“, sagte Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.
Im August sind die Preiserwartungen in vielen Wirtschaftsbereichen gesunken. Bei den energieintensiven Industrieunternehmen fiel der Indikator von 21,3 auf 18,7 Punkte, bei den nicht-energieintensiven Unternehmen von 22,7 auf 19,0. Im Handel reduzierten die Firmen ebenfalls ihre Preiserwartungen leicht von 31,4 auf 30,0 Punkte. Bei den Dienstleistern sind hingegen die Preiserwartungen leicht gestiegen, von 19,1 auf 20,9 Punkte.
Insgesamt dürfte die Teuerung in den kommenden Monaten zunächst noch hoch bleiben. Im Jahr 2026 wird die Inflationsrate nach Einschätzung des Ifo-Instituts voraussichtlich bei 2,8 Prozent liegen und im Jahr 2027 auf 3,0 Prozent steigen. Der Energiepreisschock dürfte sich in der Kernrate (Inflation ohne Energie) erst mit Verzögerung spürbar machen. Diese dürfte um 2,2 Prozent in diesem und 2,9 Prozent im kommenden Jahr steigen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tiphaine Wibault
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Ifo-Institut
Wann ist das Ereignis passiert?
August (Preiserwartungen sanken im August, Vergleich zu Juli)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
München
Worum geht es in einem Satz?
Laut Ifo-Preiserwartungen planen in Deutschland im August etwas weniger Firmen Preiserhöhungen, was auf nachlassenden Preisdruck hindeutet, zugleich dürften wegen gestiegener Energiepreise und ihrer verzögerten Weitergabe die Verbraucherpreise für verschiedene Bereiche mittelfristig weiter steigen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anhaltender Krieg im Nahen Osten
- Wieder deutlich gestiegene Energiepreise seit Anfang August (v.a. Marktpreise für Erdgas und Strom)
- Erwartete Weitergabe der gestiegenen Kosten durch Unternehmen mit Verzögerung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
In dem Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Nachlassender Preisdruck über die nächsten drei Monate
- Mittelfristig stärkere Preissteigerungen bei Verbraucherpreisen für Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Waren möglich durch verzögerte Weitergabe höherer Energiekosten
- Rückgang der Preiserwartungen bei energieintensiven Industrieunternehmen
- Rückgang der Preiserwartungen bei nicht-energieintensiven Unternehmen
- Leichte Reduktion der Preiserwartungen im Handel
- Leichter Anstieg der Preiserwartungen bei Dienstleistern
- Teuerung in den kommenden Monaten zunächst noch hoch
- Inflationsrate 2026 voraussichtlich bei 2,8 Prozent und 2027 voraussichtlich bei 3,0 Prozent
- Energiewirkung auf die Kernrate tritt erst mit Verzögerung deutlich ein
- Kerninflation voraussichtlich 2026 bei 2,2 Prozent und 2027 bei 2,9 Prozent
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. „Je länger der Krieg im Nahen Osten anhält und die Energiepreise hoch bleiben, desto stärker dürften mittelfristig auch die Verbraucherpreise … steigen, da die Unternehmen die gestiegenen Kosten mit Verzögerung weitergeben“, sagte Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.
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