Ministerin offen für Übergangsfrist bei "Rente mit 63"

Ministerin offen für Übergangsfrist bei "Rente mit 63"

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Politik: Rente mit 63 in Berlin

() – In der Debatte um die Abschaffung der „ mit 63“ zeigt sich Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) offen für eine Übergangsfrist von etwa fünf Jahren. Es brauche „ausreichende Übergangsfristen und Vertrauensschutz, damit die ihre Lebensplanung anpassen können“, sagte die SPD-Vorsitzende der Funke-Mediengruppe. Die Vorsitzende der Rentenkommission, Constanze Janda, habe einen Zeitraum von fünf Jahren genannt. Das gebe Orientierung, fügte Bas hinzu. Beschäftigte und Unternehmen seien in der Transformation, dabei stehe man an ihrer Seite.

Bundeskanzler Friedrich (CDU) besteht auf der Abschaffung der „Rente mit 63“, obwohl mehrere CDU-Ministerpräsidenten dagegen sind. Die Union müsse sich „selbst sortieren“, sagte Bas. Man habe die „Rente mit 63“ als SPD damals eingeführt. Wenn die Union sage, sie wolle sie behalten, werde die SPD nicht sagen: Das machen wir nicht. Die Arbeitsministerin fügte jedoch hinzu: „Wenn sie bleibt, dann kostet sie aber was – das muss allen klar sein.“

Bas warnte davor, die Empfehlungen der Rentenkommission auseinanderzupflücken. „Meine größere Sorge ist, dass wir am Ende gar keine Reform machen, wenn jetzt einzelne Vorschläge herausgegriffen und zerredet werden“, sagte sie. Wenn nichts gemacht werde, dann stiegen die Beiträge und das Rentenniveau werde sinken. Das sei für Alt und Jung schlecht. Sie kämpfe dafür, dass man am Ende eine zukunftsfeste Rentenform habe.

Die Kommission habe 33 Maßnahmen vorgeschlagen, um die Rente für alle Generationen zukunftsfest zu machen. Das sei eine große Aufgabe, die man nicht mal eben aus den Ärmeln schüttle. Geplant sei, den Großteil im vorzulegen, darunter die Verbesserung der Erwerbsminderungsrenten und die neue Berufsunfähigkeitsrente. Die Stärkung der gesetzlichen Rente durch zusätzliche Beiträge, die gewinnbringend angelegt werden sollen, folge voraussichtlich Anfang 2027.

Menschen, die lange gearbeitet haben und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, könnten weiter zwei Jahre früher ohne Abschläge aufhören. Das sei ein wichtiger Vorschlag der Kommission, der bis jetzt in der Debatte zu kurz komme. Man werde auch die Erwerbsminderungsrente weiter verbessern und die Prävention und Rehabilitation stärken. Damit sei klar, wer nicht mehr könne, höre weiter ohne Abschläge zwei Jahre früher auf. Darüber hinaus brauche es ausreichende Übergangsfristen und Vertrauensschutz, damit die Menschen ihre Lebensplanung anpassen könnten.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Bärbel Bas, Friedrich Merz, Constanze Janda

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, Funke-Mediengruppe, CDU, Bundeskanzler, Arbeitsministerium, Rentenkommission

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) plädiert in der Debatte um die Abschaffung der „Rente mit 63“ für eine etwa fünfjährige Übergangsfrist zum Vertrauensschutz, warnt davor, die Reformvorschläge der Rentenkommission auseinanderzupflücken, und betont zugleich, dass bei Beibehaltung der „Rente mit 63“ klar sei, dass sie „was kostet“.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Debatte um die Abschaffung der „Rente mit 63“ und die dabei geforderte Übergangsfrist sowie der Vertrauensschutz für die Lebensplanung der Menschen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) fordert ausreichende Übergangsfristen und Vertrauensschutz
  • Bas betont, die Menschen müssten ihre Lebensplanung anpassen können
  • Bas nennt eine Übergangsfrist von etwa fünf Jahren als Orientierung
  • Merz (CDU) besteht auf Abschaffung der Rente mit 63, während mehrere CDU-Ministerpräsidenten dagegen sind
  • Bas sagt, die Union müsse sich „selbst sortieren“ und weist darauf hin, dass die Rente mit 63 von der SPD eingeführt wurde
  • Bas warnt davor, die Empfehlungen der Rentenkommission auseinanderzupflücken und fordert eine zusammenhängende Reform
  • Bas äußert die Sorge, dass ohne Reform Beiträge steigen und das Rentenniveau sinkt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aufrechterhaltung von Übergangsfristen und Vertrauensschutz für die Anpassung der Lebensplanung
  • Keine Herauslösung einzelner Reformvorschläge, damit am Ende tatsächlich eine umfassende Reform umgesetzt wird
  • Bei ausbleibender Reform steigen die Beiträge
  • Bei ausbleibender Reform sinkt das Rentenniveau
  • Verbesserung der Erwerbsminderungsrenten und Einführung einer neuen Berufsunfähigkeitsrente
  • Stärkung der gesetzlichen Rente durch zusätzliche Beiträge ab voraussichtlich Anfang 2027
  • Möglichkeit für Menschen, die lange gearbeitet haben und gesundheitlich nicht mehr arbeiten können, zwei Jahre früher ohne Abschläge aufzuhören
  • Weiterentwicklung und Verbesserung der Erwerbsminderungsrente
  • Stärkung von Prävention und Rehabilitation

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, es wird eine Stellungnahme von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) zitiert (u. a. zu Übergangsfristen und Vertrauensschutz) sowie außerdem Bas’ Bewertung der Union und der Rentenkommission.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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