Politik: Rentenalter und Lebenserwartung in Deutschland
Berlin () – Die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat die Rentenpläne der Bundesregierung scharf kritisiert. Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters bedeute eine Rentenkürzung für Millionen Menschen im Land, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Hintergrund sind Zahlen, die die Linksfraktion im Bundestag erfragt hat und über die die Zeitung berichtet. Demnach ist die fernere Lebenserwartung für 65-jährige Männer im Bundesdurchschnitt zwischen 2012 und 2025 um ungefähr 3,5 Monate gestiegen. Trotzdem sterben die Männer dieser Altersgruppe in Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt früher. Die Lebenserwartung für Frauen ist im Bundesdurchschnitt um 2,5 Monate gestiegen, während sie in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und dem Saarland gesunken ist.
Reichinnek nannte diese Entwicklung ungerecht. Mit einer Erhöhung des Renteneintrittsalters und der Abschaffung des abschlagsfreien Ruhestands nach 45 Beitragsjahren werde die Regierung die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinanderreißen. Die Unterschiede zwischen den Regionen würden dadurch auch immer größer. Die Renten aus strukturell benachteiligten Regionen würden damit in wohlhabendere Regionen umverteilt, das sei eine Umverteilung von unten nach oben, so die Politikerin.
Die Bundesregierung möchte auf Empfehlung der Rentenkommission das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln und die Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren abschaffen. Reichinnek forderte stattdessen, dass endlich alle Erwerbstätigen in ein gemeinsames System einzahlen. Hohe Einkommen müssten über höhere Beitragsbemessungsgrenzen ihren gerechten Anteil übernehmen. Außerdem müsse der Bund endlich die vollständige Finanzierung der nicht beitragsgedeckten Leistungen übernehmen. So wäre auch ein Rentensystem finanzierbar, das für alle Menschen im Land ein Altern in Würde und frei von Existenzängsten ermöglicht.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Heidi Reichinnek
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die Linken, Bundesregierung, Linksfraktion, Bundestag, Rentenkommission, Neuen Osnabrücker Zeitung, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Saarland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek kritisiert die Rentenpläne der Bundesregierung scharf, weil eine pauschale Anhebung des Renteneintrittsalters und die Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung laut ihr Millionen Menschen Renten kürzen, die soziale Spaltung sowie regionale Unterschiede weiter vergrößern und fordert stattdessen ein gemeinsames System mit fairerer Beitragsverteilung und vollständiger Bundesfinanzierung nicht beitragsgedeckter Leistungen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rentenpläne der Bundesregierung
- Empfehlung der Rentenkommission zur Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung
- Abschaffung der Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren
- Regional unterschiedliche Entwicklung der Lebenserwartung zwischen den Bundesländern für Männer und Frauen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Heidi Reichinnek kritisiert die Rentenpläne der Bundesregierung scharf
- Die Regierungspläne würden nach ihrer Darstellung eine Rentenkürzung für Millionen Menschen bedeuten
- Die Abschaffung des abschlagsfreien Ruhestands und die Kopplung des Renteneintrittsalters würden laut ihr die Schere zwischen Arm und Reich weiter vergrößern
- Sie warnt vor größer werdenden regionalen Unterschieden und einer Umverteilung von unten nach oben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rentenkürzungen für Millionen Menschen durch eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters
- Verschärfung der sozialen Ungleichheit durch eine größere Schere zwischen Arm und Reich
- Größere regionale Unterschiede bei Renten und Erwerbsbiografien
- Umverteilung von Renten aus strukturell benachteiligten Regionen hin zu wohlhabenderen Regionen
- Abschaffung der Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren als Belastung für frühere Übergänge in den Ruhestand
- Entstehende Notwendigkeit, Forderungen nach einem gemeinsamen System und höherer Beitragsgerechtigkeit umzusetzen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Heidi Reichinnek wird mit Zitaten in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert.
- Reichinnek warnt vor Rentenkürzung durch höheres Eintrittsalter - 25. August 2026
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