Politik in Sachsen-Anhalt: Brandmauer-Debatte
Berlin () – BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat sich mit Blick auf Sachsen-Anhalt für eine teilweise Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen. „Wir müssen aus dieser Brandmauer-Idiotie raus, sonst fühlt sich fast jeder zweite Wähler betrogen“, sagte sie dem „Spiegel“.
Konkret wirbt das BSW, so es die Fünfprozenthürde schafft, dafür, einen unabhängigen, über Parteigrenzen hinaus respektierten Ministerpräsidenten zu suchen. Beim BSW hat man bereits Ideen für den Posten: „In der Wirtschaft, der Justiz, den Kirchen: Überall findet man honorige Persönlichkeiten mit Rückgrat, die für einen politischen Neubeginn stehen könnten.“ Namen nennen will sie jedoch nicht.
Der Ministerpräsident soll dann nach Vorstellung Wagenknechts ein Kabinett aus Fachleuten „mit und ohne Parteibuch“ bilden, so Wagenknecht, und mit wechselnden Mehrheiten regieren – „unter Einbeziehung aller demokratisch gewählten Parteien“. Damit sei auch die AfD gemeint. Die AfD habe vernünftige Forderungen im Programm, für die sie ja auch gewählt werde, so die BSW-Gründerin.
Den Vorwurf, damit Steigbügelhalterin der AfD zu sein, wies Wagenknecht zurück. Viele Menschen in Deutschland seien empört und würden genau deshalb die AfD wählen. „Und dann bekommen sie immer breitere Brandmauer-Koalitionen, die ihnen signalisieren, dass ihr Votum die etablierte Politik null interessiert“, warnte Wagenknecht. „Das kann man natürlich so lange machen, bis die AfD tatsächlich die absolute Mehrheit hat. Ich fände klüger, vorher über einen anderen Weg nachzudenken.“
Wagenknecht trat 2023 aus der Linken aus und gründete mit Weggefährten das BSW. Mittlerweile hat sie sich aus der Parteispitze zurückgezogen, versucht aber dem BSW im Wahlkampf zu Aufmerksamkeit zu verhelfen. Das Bündnis scheiterte im vergangenen Jahr am Einzug in den Bundestag, in Sachsen-Anhalt liegt es in den Umfragen an der Fünfprozenthürde.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sahra Wagenknecht, Alice Weidel, Alexander Gauland
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
BSW, Sahra Wagenknecht, AfD, Sachsen-Anhalt, Linke, Bundestag, Ministerpräsident, Spiegel, Kirchen, Kabinett
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 24. August 2026 statt (bzw. wurde an diesem Datum im Text als Bericht wiedergegeben).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Sachsen-Anhalt
Worum geht es in einem Satz?
Sahra Wagenknecht (BSW) fordert mit Blick auf Sachsen-Anhalt eine teilweise Zusammenarbeit auch mit der AfD und kritisiert die „Brandmauer“-Politik, während das BSW – falls es die 5%-Hürde schafft – einen über Parteigrenzen hinaus akzeptierten Ministerpräsidenten sowie ein Fachleutekabinett anstrebt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Sahra Wagenknecht bezeichnete als Auslöser den Streit bzw. die Kritik an der „Brandmauer-Idiotie“ und der daraus entstehenden Wahrnehmung, dass Wähler sich betrogen fühlen, sowie den politischen Hintergrund in Sachsen-Anhalt.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Viele Menschen in Deutschland seien empört und würden genau deshalb die AfD wählen
- Die AfD erhalte durch „Brandmauer-Koalitionen“ das Signal, dass ihr Votum die etablierte Politik nicht interessiere
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ausbau von Kooperationen zwischen bisher getrennten politischen Lagern
- Möglichkeit von politischen Mehrheiten mit wechselnder Zusammensetzung
- Potenzielle Einbindung aller demokratisch gewählten Parteien in ein Kabinett
- Erwartung eines politischen Neubeginns durch fachlich orientierte Personalentscheidungen
- Steigerung der Verhandlungs- und Einflusschancen der AfD über Koalitionen
- Zunahme möglicher Spannungen innerhalb etablierter Parteibündnisse durch stärkere Durchlässigkeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Sahra Wagenknecht wird mit mehreren Zitaten direkt zitiert.
- Merz will Middelberg als neuen CDU-Schatzmeister - 24. August 2026
- Costa zeigt Verständnis für Nettozahler beim EU-Haushalt - 24. August 2026
- Badeverbot am Heidbergsee in Braunschweig verhängt - 24. August 2026

