Politik: Reform der Altersvorsorge
Berlin () – In der aktuellen Debatte um die Reform der Altersvorsorge hat sich der SPD-Politiker Karl Lauterbach für eine grundlegende Systemänderung hin zu einer Auszahlung nach festen Beitragsjahren ausgesprochen.
„Die Rente nach einer gewissen Anzahl von Beitragsjahren auszuzahlen, wie es etwa der Ökonom Jens Südekum vorgeschlagen hat, wäre deutlich gerechter gewesen“, sagte Lauterbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). Das derzeitige Umlagesystem benachteilige Geringverdiener laut dem Politiker massiv, da ärmere Menschen mit einer geringeren Lebenserwartung letztlich die längeren Rentenlaufzeiten wohlhabenderer Beitragszahler subventionieren würden.
Zudem prognostizierte Lauterbach einen drastischen Anstieg der finanziellen Einbußen für künftige Frührentner. „Für jedes Jahr, das man früher in Rente geht, werden im Moment 3,6 Prozent Abschläge fällig. In Zukunft werden es eher fünf Prozent sein“, sagte der Politiker. Wer bei einem regulären Eintrittsalter von 67 Jahren bereits mit 65 in den Ruhestand wolle, müsse künftig also auf zehn Prozent seiner Rente verzichten, rechnete er vor.
Lauterbach warnte zugleich davor, als Ausgleich für die Aktienrente bei ohnehin benachteiligten Menschen durch eine Streichung der „Rente mit 63“ zu sparen. Man dürfe diese Beitragserhöhungen nicht ausgleichen, indem man bei Menschen spare, die ohnehin benachteiligt seien. Genau das wäre der Fall, wenn man zur Finanzierung der Aktienrente die „Rente mit 63“ streiche.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Karl Lauterbach, Jens Südekum
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Karl Lauterbach, Jens Südekum, Ökonom, Neuen Osnabrücker Zeitung (noz), Umlagesystem, „Rente mit 63“, Aktienrente
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
SPD-Politiker Karl Lauterbach plädiert in der Debatte zur Altersvorsorge für eine Auszahlung der Rente nach festen Beitragsjahren statt des umlagefinanzierten Systems, weil das seiner Ansicht nach Geringverdiener benachteiligt und die Abschläge für Frührentner künftig deutlich steigen würden, warnt jedoch zugleich davor, zur Finanzierung der Aktienrente die „Rente mit 63“ zu streichen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Reformdebatte um die Altersvorsorge
- Vorschlag zur Auszahlung nach festen Beitragsjahren als gerechtere Systemänderung
- Kritik am derzeitigen Umlagesystem wegen Benachteiligung von Geringverdienern
- Erwartete höhere Abschläge bei früher Rente in der Zukunft (statt 3,6 Prozent eher fünf Prozent pro Jahr)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Aussagen von Karl Lauterbach beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Benachteiligung von Geringverdienern im derzeitigen Umlagesystem
- Subventionierung längerer Rentenlaufzeiten wohlhabenderer Beitragszahler durch ärmere Menschen
- Drastischer Anstieg der finanziellen Einbußen für künftige Frührentner
- Höhere Abschläge bei Frühverrentung, potenziell statt 3,6 Prozent eher fünf Prozent pro Jahr
- Verzicht auf einen größeren Anteil der Rente bei Ruhestandseintritt zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze
- Warnung vor einer Finanzierung der Aktienrente durch Streichung der Rente mit 63 zu Lasten ohnehin benachteiligter Menschen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. SPD-Politiker Karl Lauterbach wird mit mehreren wörtlichen Zitaten zitiert (u. a. zur „Rente nach festen Beitragsjahren“, zu Abschlägen bei Frührente und zur Kritik an einer Streichung der „Rente mit 63“).
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