Tausende öffentliche Auspeitschungen in Afghanistan dokumentiert

Tausende öffentliche Auspeitschungen in Afghanistan dokumentiert

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Afghanistan: Menschenrechtslage unter Taliban

Kabul () – Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme der Taliban haben afghanische Menschenrechtler Tausende Fälle öffentlicher Auspeitschungen in Afghanistan dokumentiert.

Zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 21. April 2026 seien mindestens 2.745 Menschen bei 634 dokumentierten Ereignissen ausgepeitscht worden, heißt es in einer Auswertung der im Exil arbeitenden Afghanistan Human Rights and Democracy Organization (AHRDO), über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks “ berichten. Das englische Original spricht von „flogging“, einer Körperstrafe durch Hiebe, ohne das verwendete näher zu bestimmen. Im Deutschen wird hierfür meist der Begriff „Auspeitschung“ verwendet.

Betroffen waren demnach 422 , 1.761 sowie 562 Menschen, deren Geschlecht nicht erfasst ist. Für 2025 dokumentierte AHRDO 1.073 Betroffene, bis zum 21. April 2026 waren es in diesem Jahr 535. Die Organisation weist allerdings darauf hin, dass insbesondere die aus den ersten Jahren lückenhaft sein dürften und Vergleiche deshalb nur eingeschränkt möglich seien.

Bei 66,6 Prozent der dokumentierten Ereignisse ging es um angebliche Sexual- oder Moralvergehen. Gewaltdelikte wie Mord, Vergewaltigung, Entführung oder Körperverletzung spielten bei 4,4 Prozent eine Rolle. Auspeitschungen wurden in allen 34 Provinzen dokumentiert. Von den 422 erfassten Frauen wurden 399 (knapp 95 Prozent) wegen eines angeblichen Sexual- oder Moralvergehens ausgepeitscht.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Afghanistan (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

In dem bereitgestellten Text kommen keine Personen (mit Vor- und Nachnamen) vor, daher kann ich keine vollständigen Namen ausgeben.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Afghanistan Human Rights and Democracy Organization (AHRDO), Redaktionsnetzwerk Deutschland

Wann ist das Ereignis passiert?

Zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 21. April 2026.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Kabul, Afghanistan

Worum geht es in einem Satz?

Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme der Taliban dokumentieren afghanische Menschenrechtler laut einer Auswertung der AHRDO zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 21. April 2026 bei mindestens 634 Ereignissen das Auspeitschen von mindestens 2.745 Menschen, überwiegend wegen angeblicher Sexual- oder Moralvergehen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme der Taliban in Afghanistan wurden Tausende Fälle öffentlicher Auspeitschungen dokumentiert.
  • Zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 21. April 2026 sollen mindestens 2.745 Menschen bei 634 dokumentierten Ereignissen ausgepeitscht worden sein.
  • Der größte Anteil der Auspeitschungen betraf angebliche Sexual- oder Moralvergehen (66,6 Prozent der dokumentierten Ereignisse).
  • Die Daten wurden von afghanischen Menschenrechtlern in Auswertung der im Exil arbeitenden Afghanistan Human Rights and Democracy Organization (AHRDO) zusammengestellt.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Tausende dokumentierte Fälle einer schweren körperlichen Strafe durch Hiebe
  • Betroffenheit von Frauen, Männern sowie nicht erfassten Personen
  • Hoher Anteil der Auspeitschungen wegen angeblicher Sexual- oder Moralvergehen
  • Geringer, aber vorhandener Anteil wegen Gewaltdelikten wie Mord, Vergewaltigung, Entführung oder Körperverletzung
  • Ereignisse in allen 34 Provinzen, damit landesweite Verbreitung
  • Verlässlichkeit der Daten eingeschränkt, insbesondere für die ersten Jahre durch mögliche Lückenhaftigkeit der Erfassung
  • Erschwerte Vergleichbarkeit von Zahlen zwischen verschiedenen Zeiträumen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein. Es wird zwar eine Auswertung der Afghanistan Human Rights and Democracy Organization (AHRDO) erwähnt, aber keine konkrete Stellungnahme/Reaktion einer einzelnen Person oder Organisation im Sinne direkter Zitate wiedergegeben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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