Politik: Gericht entscheidet über Parteienwahl Moskau
Moskau () – Russlands Oberstes Gericht hat die liberale Oppositionspartei Jabloko von der Teilnahme an der Parlamentswahl im September ausgeschlossen.
Richter Wjatscheslaw Kirillow gab damit der Klage der nationalistischen Partei Rodina statt. Rodina hatte Jabloko zahlreiche Verstöße gegen russische Gesetze vorgeworfen, darunter die unzulässige Finanzierung aus dem Ausland.
Jabloko kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen, da sie keine Rechtsverstöße begangen habe. Partei-Chef Nikolai Rybakow sagte, dass Jabloko für Frieden und Freiheit eintrete und Millionen Russen bereit seien, ihre Stimme der Partei zu geben. Er kritisierte, dass die Klage von Rodina darauf abziele, den Menschen eine freie Wahl zu nehmen.
Rodina warf Jabloko vor, im Wahlkampfmaterial Urheberrechte verletzt und unzulässig viel Geld für Wahlwerbung im Internet ausgegeben zu haben. Zudem soll Jabloko 16.900 Rubel aus den USA und Deutschland erhalten haben. Jabloko wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, dass keine Beweise vorgelegt worden seien. Beobachter vermuten, dass der Kreml den Ausschluss von Jabloko unterstützte, um das Risiko eines möglichen Erfolgs der Partei bei der Wahl zu minimieren.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wjatscheslaw Kirillow, Nikolai Rybakow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Russlands Oberstes Gericht, die liberale Oppositionspartei Jabloko, die nationalistische Partei Rodina, Jabloko, Rodina, Partei-Chef Nikolai Rybakow, der Kreml
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: September (Parlamentswahl im September)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Moskau
Worum geht es in einem Satz?
Das Oberste Gericht Russlands hat die liberale Oppositionspartei Jabloko per Urteil von der Teilnahme an der Parlamentswahl im September ausgeschlossen, nachdem Rodina u. a. unzulässige Auslandsfinanzierung sowie weitere Verstöße geltend gemacht hatte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
unzulässige Finanzierung aus dem Ausland
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Jabloko kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen und erklärte, keine Rechtsverstöße begangen zu haben
- Jabloko kritisierte, die Klage von Rodina solle den Menschen eine freie Wahl nehmen, und kündigte an, Millionen Stimmen gewinnen zu wollen
- Rodina begründete den Ausschluss mit Vorwürfen wie unzulässiger ausländischer Finanzierung sowie Urheberrechtsverletzungen und hoher Ausgaben für Internet-Wahlwerbung
- Beobachter vermuten, dass der Kreml den Ausschluss von Jabloko unterstützt habe, um das Risiko eines möglichen Wahlerfolgs zu minimieren
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ausschluss der liberalen Oppositionspartei Jabloko von der Teilnahme an der Parlamentswahl im September
- Verringerung der politischen Konkurrenz im Vorfeld der Parlamentswahl
- Einschränkung der Wahlmöglichkeiten für jene Wähler, die Jabloko unterstützen
- Möglichkeit, dass Jabloko gegen das Urteil rechtlich vorgeht und damit den Ausschluss weiter verzögert oder überprüft wird
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Partei-Chef Nikolai Rybakow (Jabloko) kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen und sagte, Jabloko trete für Frieden und Freiheit ein und der Ausschluss nehme den Menschen die freie Wahl.
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