Wirtschaftliche Auswirkungen im Osten bei AfD-Regierungsbeteiligung
Berlin () – Die Hauptgeschäftsführerin des Industrieverbandes Nordostchemie, Nora Schmidt-Kesseler, hat vor einem wirtschaftlichen Abschwung gewarnt, falls die AfD nach den Wahlen in Ostdeutschland an die Macht kommt. Das berichtet der „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe).
„Im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt wird eine Remigrationsoffensive beschrieben“, sagte Schmidt-Kesseler dem Podcast „Im Osten“ des „Tagesspiegels“.
„Allein solch eine Ankündigung hat negative Auswirkungen, egal ob es soweit kommt oder nicht.“ Allein die Debatte und „und dieses Herausstellen“ des Migrationsthemas mache vielen Menschen Sorgen und rufe Ängste hervor.
„Wir sind eine weltoffene, internationale Branche. Wir sind angewiesen auf Menschen, die aus dem Ausland kommen“, sagte Schmidt-Kesseler.
An der Chemiebranche hängen nach Verbandsangaben 60.000 Arbeitsplätze in Ostdeutschland, besonders im Chemie-Dreieck um Leuna und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.
Von der Politik generell verlangte Schmidt-Kesseler niedrigere Strom- und Gaspreise.
„Wir haben zum ersten Mal seit Jahrzehnten Standortschließungen, Verlagerungen ins Ausland und Arbeitsplatzabbau. Es gehen gerade viele hochbezahlte, gute Arbeitsplätze verloren“, kritisierte sie.
„Das liegt vor allem an den Energiekosten.“
Laut der Studie „Wettbewerbsreport Ostdeutschland“ des Ifo-Instituts wird der wirtschaftliche Aufschwung im Osten aktuell ausgebremst. Aufgrund zu geringer Investitionen und zu weniger Fachkräfte sowie einer überalterten Bevölkerung drohe der Aufholprozess zum Westen zu stoppen.
In Ostdeutschland bangen derzeit insbesondere Chemie- und Automobilindustrie um ihre Zukunft.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | AfD-Logo (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nora Schmidt-Kesseler
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, Industrieverband Nordostchemie, Tagesspiegel, Tagesspiegel Podcast „Im Osten“, Ifo-Institut
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum:Donnerstagausgabe (vom Tagesspiegel).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Sachsen-Anhalt, Ostdeutschland (besonders: Chemie-Dreieck um Leuna und Bitterfeld).
Worum geht es in einem Satz?
Die Hauptgeschäftsführerin von Nordostchemie, Nora Schmidt-Kesseler, warnt, dass ein möglicher AfD-Einzug in Ostdeutschland bei zugleich hohen Energie- und Standortkosten zu wirtschaftlichem Abschwung, Arbeitsplatzverlusten und stärkeren Sorgen wegen der von der AfD geplanten Remigration führen könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung vor wirtschaftlichem Abschwung, falls die AfD nach den Wahlen in Ostdeutschland an die Macht kommt
- Hinweis auf eine Remigrationsoffensive im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt
- Negative Auswirkungen bereits durch die Ankündigung, auch wenn es nicht dazu kommt
- Debatte und Herausstellen des Migrationsthemas macht vielen Menschen Sorgen und ruft Ängste hervor
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der Tagesspiegel berichtet über die Warnung von Nora Schmidt-Kesseler vor einem wirtschaftlichen Abschwung, falls die AfD nach den Wahlen in Ostdeutschland an die Macht kommt
- Die Debatte um das Migrationsthema und das Herausstellen entsprechender Punkte im AfD-Wahlprogramm lösen bei vielen Menschen Sorgen und Ängste aus
- Die Politik wird von Schmidt-Kesseler generell zu niedrigeren Strom- und Gaspreisen aufgefordert
- Der Industrieverband Nordostchemie verknüpft Standortverluste wie Standortschließungen, Verlagerungen ins Ausland und Arbeitsplatzabbau mit hohen Energiekosten und fordert Gegenmaßnahmen
Welche Konsequenzen werden genannt?
Negative Auswirkungen auf Unternehmen und Wirtschaft, auch wenn es nicht dazu kommt
Debatte und Herausstellen des Migrationsthemas erzeugen Sorgen und Ängste in der Bevölkerung
Standortschließungen
Verlagerungen ins Ausland
Arbeitsplatzabbau
Verlust hochbezahlter, guter Arbeitsplätze
Ausgebremster wirtschaftlicher Aufschwung im Osten
Aufholprozess zum Westen kann stoppen
Zu wenig Investitionen als Belastungsfaktor
Zu wenige Fachkräfte als Belastungsfaktor
Überalterte Bevölkerung als Belastungsfaktor
Zukunftsängste in Chemieindustrie und Automobilindustrie in Ostdeutschland
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Die Hauptgeschäftsführerin Nora Schmidt-Kesseler (Industrieverband Nordostchemie) wird mit ihren Zitaten im Artikel wiedergegeben.
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