Wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland 2025
Halle (Saale) () – Im Jahr 2025 hat die ostdeutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent expandiert, etwas schneller als in Deutschland insgesamt (0,2 Prozent). Für das Jahr 2026 rechnet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) für Ostdeutschland mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent (Deutschland: 0,6 Prozent), wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote dürfte nach 7,8 Prozent im Jahr 2025 im laufenden Jahr 7,9 Prozent betragen.
Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose konstatiert in ihrem Frühjahrsgutachten, dass in Deutschland nach einer langjährigen wirtschaftlichen Schwächephase im Verlauf des vergangenen Jahres eine Erholung eingesetzt hat. Der vom Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisschock dürfte die Erholung dämpfen, sie aber wegen des expansiven finanzpolitischen Kurses nicht vollständig zum Erliegen bringen. Gleiches gilt auch für die ostdeutsche Wirtschaft.
Im Jahr 2025 hat sie mit 0,4 Prozent etwas stärker expandiert als in Deutschland insgesamt. Wie schon in den Jahren zuvor hat der deutliche Zuwachs der Berliner Wirtschaft (1,1 Prozent) den Unterschied gemacht, und ebenfalls wie in den vergangenen Jahren hat vor allem die Wertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation in Ostdeutschland stärker zugelegt als in Westdeutschland.
Die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes sank in Ostdeutschland im Jahr 2025 etwas weniger als in Deutschland insgesamt (‒0,8 Prozent gegenüber ‒1,0 Prozent), aktuelle Daten zu Umsätzen und Aufträgen deuten aber darauf hin, dass die Lage der Industrie im Osten gegenwärtig nicht mehr günstiger ist als im Westen. Auch deshalb dürfte die Wirtschaft im laufenden Jahr mit 0,7 Prozent nur wenig stärker expandieren als in Deutschland insgesamt (0,6 Prozent). Für das Jahr 2027 wird für beide Wirtschaftsräume ein Zuwachs von 0,9 Prozent prognostiziert. Die ostdeutsche Arbeitslosenquote dürfte im laufenden Jahr mit 7,9 Prozent etwas höher liegen als zuletzt und im Jahr 2027 wieder auf 7,8 Prozent zurückgehen.
„Der Energiepreisschock wird die Wirtschaft in Ostdeutschland wohl in etwa so stark belasten wie die in Deutschland insgesamt“, sagte Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik und Vizepräsident am IWH. Zwar sind die Preise für Energie für das ostdeutsche Verarbeitende Gewerbe etwas wichtiger als für das im Westen, denn der Anteil der energieintensiven Wirtschaftszweige am gesamten Verarbeitenden Gewerbe ist etwas höher. Andererseits haben aber die vom Energiepreisschock weniger betroffenen Dienstleistungen im Osten mit 75 Prozent einen höheren Anteil an der gesamten Wertschöpfung als in Deutschland insgesamt (71 Prozent).
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind: Oliver Holtemöller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Halle (Saale), Ostdeutschland, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Im Jahr 2025 wuchs die ostdeutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent, schneller als im bundesweiten Durchschnitt, und wird für 2026 ein weiteres Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert, während die Arbeitslosenquote leicht auf 7,9 Prozent steigt, wobei die Erholung durch den Energiepreisschock beeinträchtigt wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ostdeutsche Wirtschaft expandiert um 0,4 Prozent im Jahr 2025
- Deutschland insgesamt wächst um 0,2 Prozent
- Zuwachs um 0,7 Prozent für Ostdeutschland im Jahr 2026 prognostiziert
- Arbeitslosenquote steigt von 7,8 auf 7,9 Prozent im Jahr 2026
- Langjährige wirtschaftliche Schwächephase endet
- Erholung der Wirtschaft im vergangenen Jahr
- Energiepreisschock durch Iran-Krieg wirkt dämpfend
- Wertschöpfung im Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation in Ostdeutschland wächst stärker
- Verarbeitendes Gewerbe in Ostdeutschland sinkt weniger stark als im Westen
- Anstieg energieintensiver Wirtschaftszweige im Osten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ostdeutsche Wirtschaft hat 0,4 Prozent im Jahr 2025 expandiert
- Prognose für 2026: Zuwachs von 0,7 Prozent
- Arbeitslosenquote: 7,9 Prozent im Jahr 2026, Rückgang auf 7,8 Prozent im Jahr 2027
- Energiepreisschock dämpft wirtschaftliche Erholung
- Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe sank weniger als im Westen
- Prognose für 2027: Zuwachs von 0,9 Prozent für beide Wirtschaftsräume
- Dienstleistungen haben höheren Anteil an der Wertschöpfung im Osten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik und Vizepräsident am IWH, äußert sich zum Energiepreisschock und dessen Einfluss auf die ostdeutsche Wirtschaft.
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