Wirtschaft: Bafin greift bei Raiffeisenbank ein
Frankfurt () – Die Finanzaufsicht Bafin greift bei der Raiffeisenbank Plankstetten durch. Die Behörde hat den Aufsichtsrat des kleinen Genossenschaftsinstituts aus der Oberpfalz abberufen und dafür Sandra Michelfelder als Sonderbeauftragte eingesetzt. Das geht aus dem Impressum des Geldhauses hervor.
Ein Sprecher der Bafin bestätigte dem „Handelsblatt“ die Bestellung einer Sonderbeauftragten für den Aufsichtsrat, wollte sich darüber hinaus jedoch nicht äußern. Auch die Raiffeisenbank Plankstetten kommentierte den Vorgang auf Nachfrage der Zeitung nicht.
Der Austausch des Aufsichtsrates stellt im Ringen um die Zukunft der Raiffeisenbank die nächste Eskalationsstufe dar. Anfang Juli hatte die Bafin bereits den Vorstand des Instituts abberufen und für ihn als Sonderbeauftragten Odo Steinmann eingesetzt. Sandra Michelfelder war im Sommer 2026 als Vorständin bei der Helaba-Tochter Frankfurter Bankgesellschaft ausgeschieden. Zuvor arbeitete sie viele Jahre für die niederländische Großbank ABN Amro und deren deutsche Tochter Bethmann Bank, unter anderem im Risikomanagement.
Das Entsenden von Sonderbeauftragten zählt laut Bafin grundsätzlich zu den schärfsten Instrumenten der Finanzaufsicht. Im Kreditwesengesetz ist in den Paragrafen 45c und 36 geregelt, dass Sonderbeauftragte die Aufgaben und Befugnisse von Organen eines Instituts übernehmen können, wenn diese beispielsweise nicht mehr als zuverlässig eingestuft werden oder nicht die erforderliche Sachkunde besitzen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bafin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sandra Michelfelder, Odo Steinmann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bafin, Raiffeisenbank Plankstetten, Handelsblatt, Kreditwesengesetz, Helaba, Frankfurter Bankgesellschaft, Odo Steinmann, Sandra Michelfelder, ABN Amro, Bethmann Bank, Frankfurter Bankgesellschaft
Wann ist das Ereignis passiert?
Ereigniszeitraum/Datum:Anfang Juli 2026 (Bafin hatte zuvor den Vorstand abberufen; der Austausch des Aufsichtsrates/Sonderbeauftragte erfolgt als „nächste Eskalationsstufe“ danach, ohne konkretes Datum im Text).
Falls ein konkretes Datum gemeint war:Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt, Plankstetten
Worum geht es in einem Satz?
Die BaFin hat bei der Raiffeisenbank Plankstetten den Aufsichtsrat abberufen und die frühere Helaba-Managerin Sandra Michelfelder als Sonderbeauftragte eingesetzt, nachdem zuvor bereits der Vorstand ausgetauscht worden war.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Abberufung des Vorstandes Anfang Juli und Einsetzung von Odo Steinmann als Sonderbeauftragten durch die Bafin
- Ringen um die Zukunft der Raiffeisenbank Plankstetten als Eskalationsrahmen durch die Aufsicht
- Fehlende Zuverlässigkeit oder erforderliche Sachkunde von Organen nach Einschätzung der Bafin als grundsätzlicher Anlass für Sonderbeauftragte laut Kreditwesengesetz (45c und 36)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bafin bestätigte dem Handelsblatt die Bestellung einer Sonderbeauftragten
- Bafin wollte sich darüber hinaus nicht äußern
- Raiffeisenbank Plankstetten kommentierte den Vorgang auf Nachfrage der Zeitung nicht
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Abberufung des Aufsichtsrats der Raiffeisenbank Plankstetten durch die Bafin
- Einsetzung von Sandra Michelfelder als Sonderbeauftragte
- Übernahme von Aufgaben und Befugnissen von Institutsorganen durch die Sonderbeauftragte nach den Vorgaben des Kreditwesengesetzes
- Weitere Eskalationsstufe im Rahmen des behördlichen Vorgehens gegen das Institut
- Bereits zuvor Abberufung des Vorstands der Bank und Einsetzung eines Sonderbeauftragten für den Vorstand
- Einsatz eines besonders scharfen Aufsichtsinstruments im Rahmen der Finanzaufsicht durch die Bafin
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Ein Sprecher der Bafin bestätigte dem „Handelsblatt“ die Bestellung einer Sonderbeauftragten für den Aufsichtsrat.
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