Wirtschaft in Frankfurt: Börse freundlich
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen sehr freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.887 Punkten berechnet, 1,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Papiere von Infineon, Siemens Energy und Hochtief, am Ende die Aktien der Deutsche Telekom, von Scout 24 und Symrise.
„Die Investoren rund um den Globus greifen weiter beherzt bei Halbleiteraktien zu“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Der südkoreanische Kospi springt zeitweise um über 14 Prozent an und auch der Nikkei in Tokio profitiert von der hohen Nachfrage nach Chipaktien.“ Die Entwicklung nehme in Teilen bereits „verrückte Züge“ an, so Lipkow.
„Die Bank of Japan hat auf ihrer heutigen Sitzung die Leitzinsen unverändert belassen und lediglich darauf hingewiesen, dass sie die weiteren Inflationsentwicklungen im Auge behalten wird. Ähnliches haben die Anleger bereits von der US-Notenbank und der Bank of England gehört“, erklärte der Analyst. „In China liefen dagegen eher schwache Wirtschaftsindikationen über die Ticker und deuten auf eine Abkühlung der Konjunktur hin.“
Die Quartalszahlen von Amazon und Apple gestern in den USA hätten wie schon einen Tag zuvor nicht unterschiedlicher aufgenommen werden können, so Lipkow. „Amazon zog kräftig an, während die Aktie von Apple unter hohen Verkaufsdruck geriet. Bei Amazon floriert das Cloud-Geschäft und die Gesamtumsätze entwickeln sich ebenfalls prächtig“, erläuterte er. „Während sich zwar die iPhone-Verkäufe bei Apple gut entwickelten, blieb das Service-Geschäft allerdings hinter den Erwartungen zurück.“
Der Dax könnte sich heute an sein Allzeithoch heranarbeiten und sogar versuchen, vor dem Wochenende noch eine neue Bestmarke zu setzen, so Lipkow. „Das Kursniveau von 25.900 Punkten ist zum Greifen nah und die anstehenden US-Daten aus den USA in Form des Einkaufsmanagerindex und des Konsumklimas sollten keine Bremsklötze darstellen.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1515 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8684 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 87,87 US-Dollar, das waren 116 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow,
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurter Börse, CMC Markets, Bank of Japan, US-Notenbank, Bank of England, Amazon, Apple, Infineon, Siemens Energy, Hochtief, Deutsche Telekom, Scout 24, Symrise, Globus, Globus, Dax, Kospi, Nikkei, Tokio, China, US, Euro, Brent, Nordsee
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum:Freitagmorgen (am Freitag).
(Das exakte Kalendardatum ist im Text nicht erwähnt.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse)
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handel gestartet (u. a. gestützt durch die anhaltende Chip-Nachfrage) und könnte laut Analysten heute nahe an sein Allzeithoch bzw. sogar darüber hinaus steigen, während parallel Währungs- und Ölpreisentwicklungen eher gedämpft ausfallen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Nachfrage nach Chipaktien
- Unveränderte Leitzinsen der Bank of Japan bei gleichzeitigem Hinweis auf die Beobachtung der weiteren Inflationsentwicklung
- Quartalszahlen von Amazon mit starkem Anstieg der Aktie
- Schwächere Entwicklung der Apple-Aktie unter Verkaufsdruck
- Anstehende US-Daten in Form des Einkaufsmanagerindex und des Konsumklimas, die keine Bremsklötze darstellen sollten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Es wird keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
- Es wird eine Medien- oder Öffentlichkeitswirkung nicht erwähnt
- Stattdessen werden vor allem Marktteilnehmer und Analystenstimmen zur Börsen- und Wirtschaftslage wiedergegeben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Nachfrage nach Halbleiteraktien wirkt stützend auf den Markt
- Positive Entwicklung der Indizes in Asien (insbesondere wegen Chip-Nachfrage) trägt zur Kursstimmung bei
- Unveränderte Leitzinsen der Notenbanken wirken stabilisierend auf das Sentiment
- Schwächere Wirtschaftsindikatoren aus China deuten auf eine Abkühlung der Konjunktur hin
- Unterschiedliche Quartalsreaktionen bei Amazon und Apple beeinflussen die Stimmung im Tech- und Konsumsegment
- Der DAX könnte sich dem Allzeithoch annähern und kurzfristig neue Bestwerte anstreben
- Schwächerer Euro im Verhältnis zum US-Dollar beeinflusst das Marktumfeld zusätzlich
- Rückgang des Ölpreises wirkt tendenziell entlastend auf die Kosten- und Inflationserwartungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Andreas Lipkow (CMC Markets) wird im Artikel mit mehreren Kommentaren zitiert.
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